vor 16 Stunden
Verletzungsprobleme werden größer
Die San Francisco 49ers müssen weiter auf Nick Bosa verzichten und kämpfen vor dem Spiel gegen die Atlanta Falcons mit einer außergewöhnlich angespannten Personallage. Head Coach Kyle Shanahan erklärte, warum sich der Defensive End bei seiner Rückkehrprognose verschätzt hatte - und sprach von einer Situation, die er in seiner gesamten Trainerkarriere noch nicht erlebt hat.

Die San Francisco 49ers müssen auch in Week 7 auf Nick Bosa verzichten. Der Defensive End hatte auf eine Rückkehr gegen die Atlanta Falcons gehofft, doch eine Muskelverletzung in der Wade macht ihm weiterhin zu schaffen. Head Coach Kyle Shanahan erklärte, warum sich Bosa bei seiner Comeback-Prognose offenbar zu optimistisch gezeigt hatte.
Bosa hatte sich die Wadenverletzung am Donnerstag vor Week 3 im Training zugezogen und verpasste seitdem vier Spiele. Obwohl die 49ers ihn nicht auf die Injured Reserve List setzten, steht der 28-Jährige auch am Sonntag gegen Atlanta nicht zur Verfügung. Zuvor hatte er sich zuversichtlich gezeigt, bereits in Week 6 gegen die Washington Commanders zurückkehren zu können, und anschließend fest mit einem Einsatz gegen die Falcons gerechnet.
Shanahan führte die Fehleinschätzung auf eine unerwartete Reaktion nach einer Trainingseinheit zurück. "Ich glaube, er war einfach etwas zu optimistisch. Gerade bei Bosa ist das ungewöhnlich, weil er normalerweise ziemlich genau liegt. Er sagt solche Dinge nicht, wenn er sich nicht sicher ist", erklärte der Coach am Freitag. Nachdem Bosa seine Einschätzung abgegeben hatte, habe er trainiert und sich am folgenden Tag überraschend wieder etwas angeschlagen gefühlt. Mit Blick auf das Kunstrasenspiel in Atlanta sei das kein gutes Zeichen gewesen.
Bosa ist nur einer von zahlreichen verletzten Spielern bei San Francisco. Die Personalsituation ist inzwischen so angespannt, dass Shanahan am Freitag nicht ausschließen wollte, dass die 49ers am Sonntag weniger als die üblichen 48 einsatzfähigen Spieler für den Spieltag zur Verfügung haben könnten.
Eine solche Situation habe er in seiner Trainerkarriere bislang nicht erlebt. "Nein, ich glaube nicht. Nicht hier und auch sonst nicht in meiner gesamten Karriere. Das ist eine ungewöhnliche Situation", sagte Shanahan.
Trotz der zahlreichen Ausfälle gelingt es San Francisco bislang, weiter erfolgreich zu spielen. Die Saison stellte das Team vor außergewöhnliche Herausforderungen, doch Shanahan fand bislang immer wieder Lösungen. Seine Arbeit gilt deshalb bereits als eine der besten seiner bisherigen Trainerlaufbahn. Zudem zählt er aktuell zu den Favoriten auf die Auszeichnung als NFL Coach of the Year.
nhu