20.09.2026
Stress bei den Browns
Bei den Cleveland Browns könnte bereits nach Week 2 eine Entscheidung auf der wichtigsten Position fallen. Deshaun Watson startet am Sonntag gegen die Tampa Bay Buccaneers, anschließend will Cleveland die Situation auf Quarterback neu bewerten.

Eine Entscheidung für den Heimauftakt in Week 3 ist noch nicht gefallen. Die ersten beiden Saisonspiele gelten innerhalb der Organisation allerdings als natürlicher Zeitpunkt für eine Zwischenbilanz. Sollte Watson gegen Tampa Bay erneut enttäuschen, könnte Shedeur Sanders seine Chance bekommen.
Watson hatte sich mit seinen Leistungen im Training Camp und seiner Erfahrung den Starting Job für die ersten beiden Saisonspiele verdient. Der Auftakt gegen die Jacksonville Jaguars verlief allerdings enttäuschend.
Cleveland verlor mit 10:34. Watson brachte 16 seiner 22 Pässe für 205 Yards an, warf einen Touchdown und eine Interception. Dabei sorgte nicht nur seine Leistung für Unzufriedenheit. Der gesamte Ablauf der Browns-Offense hinterließ innerhalb der Organisation einen negativen Eindruck.
Head Coach Todd Monken stellte sich anschließend dennoch hinter seinen Quarterback. Auch nach der Auswertung des Game Tapes blieb er bei seiner Entscheidung, Watson gegen Tampa Bay starten zu lassen. "Wir müssen um ihn herum besser spielen", erklärte Monken. "Wir müssen die Plays besser callen und er muss besser spielen."
Wie Watson gegen die Buccaneers auftritt, könnte großen Einfluss auf die weitere Planung haben. Spielt er überzeugend und führt Cleveland zum Sieg, dürfte sich die Quarterback-Frage vorerst erledigen.
Bei einer schwachen Vorstellung und einer weiteren Niederlage könnte die Situation dagegen kippen. Weniger eindeutig wäre die Entscheidung, sollte Watson eine solide Partie zeigen, Cleveland aber dennoch verlieren.
Für die Browns bietet sich anschließend ein natürlicher Zeitpunkt für einen möglichen Wechsel. Nach zwei Auswärtsspielen startet Cleveland in Week 3 zu Hause in die Saison - möglicherweise mit einem neuen Quarterback.
Sollte Cleveland tatsächlich wechseln, wäre Shedeur Sanders der nächste Kandidat. Damit geht es für die Browns nicht nur um kurzfristige Ergebnisse, sondern auch um die langfristige Zukunft auf Quarterback.
Die Franchise will die Saison mit einer klareren Vorstellung davon beenden, ob sich ihr künftiger Franchise Quarterback bereits im eigenen Kader befindet. Sollte Watson nicht als langfristige Lösung überzeugen, müssten die Browns herausfinden, ob Sanders diese Rolle übernehmen kann.
Je früher Sanders zum Einsatz käme, desto größer wäre dabei die Stichprobe, anhand derer Cleveland seine Entwicklung bewerten könnte.
Die Entscheidung erhält zusätzliche Bedeutung durch die Ausgangslage im kommenden Draft. Cleveland verfügt über mehrere Erstrundenpicks für den NFL Draft 2027 und könnte damit auch bei den Top-Quarterbacks des kommenden Jahrgangs eine Rolle spielen.
Entsprechend wichtig ist Klarheit über Watson und Sanders. Bevor die Browns möglicherweise erneut erhebliche Ressourcen in einen Quarterback investieren, müssen sie wissen, ob die langfristige Lösung bereits im Kader steht.
Watson wiederum versucht nach langer Pause zunächst, wieder seinen Rhythmus zu finden. Vor dem Saisonauftakt hatte er seit 2024 kein Regular-Season-Spiel mehr bestritten. Gegen Jacksonville steigerte er sich zumindest in der zweiten Halbzeit.
Am Sonntag gegen Tampa Bay bekommt er nun die nächste Gelegenheit. Danach könnte in Cleveland die erste große Quarterback-Entscheidung der noch jungen Saison anstehen.
nkr