05.03.2026
Emotionaler Abschied
Ein wichtiger Teil der Offense der Detroit Lions ist gegangen, und im Locker Room hinterlässt dieser Abschied spürbare Lücken. Für Amon-Ra St. Brown ist der Trade von Running Back David Montgomery mehr als nur eine Personalentscheidung. In seinem Podcast sprach der Deutsch-Amerikaner offen über den Deal und ließ durchblicken, wie sehr ihn der Verlust seines Teamkollegen trifft.

David Montgomery wurde von den Detroit Lions zu den Houston Texans getradet. Im Gegenzug erhält Detroit einen Viertrundenpick im Draft 2026, einen zukünftigen Siebtrundenpick sowie Offensive Lineman Juice Scruggs. Der Deal kam zustande, nachdem Montgomery mit seiner immer kleineren Rolle hinter Jahmyr Gibbs unzufrieden gewesen sein soll.
St. Brown machte im Podcast mit seinem Bruder Equanimeous deutlich, wie sehr ihn der Abschied persönlich trifft. "Das macht mich echt fertig. Ganz egoistisch gesagt macht mich das fertig, weil ich D-Mo liebe", sagte St. Brown über seinen ehemaligen Teamkollegen im The St. Brown Podcast.
Der Receiver betonte, dass Montgomery einer seiner liebsten Teamkollegen gewesen sei - unabhängig von der Situation auf dem Feld. "Einer meiner Lieblings-Teamkollegen, ganz egal in welcher Situation. Wir wussten, dass er mehr Carries haben und mehr spielen wollte. Aber er hat es nie zu einer Sache über sich selbst gemacht. Für ihn ging es immer um das Team, und ich weiß, dass das manchmal schwer ist, besonders in seiner Position."
St. Brown glaubt, dass Montgomery bei fast jedem Team der NFL als Starter eingesetzt werden könnte.
"Er ist ein RB1 bei 31 anderen Teams", sagte der Lions-Star. "Bei uns ist er fast auch RB1, aber du hast zwei richtig gute Running Backs und nur einer kann wirklich spielen, was wirklich blöd ist." Damit spielte St. Brown auf die Situation in Detroit an, wo Montgomery sich die Carries mit dem explosiven Jahmyr Gibbs teilen musste.
Während Receiver häufig zu zweit oder zu dritt gleichzeitig auf dem Feld stehen, ist bei Running Backs meist nur ein Spieler gleichzeitig im Einsatz, was zu Konkurrenz um Snaps führt.
In Houston dürfte Montgomery nun genau das bekommen, was er sich gewünscht hat: eine größere Rolle. Dort wird er voraussichtlich die Nummer eins im Backfield sein und gemeinsam mit dem jungen Running Back Woody Marks das Laufspiel der Texans tragen.
St. Brown sieht seinen ehemaligen Teamkollegen deshalb in einer guten Situation. "Egoistisch gesprochen bin ich traurig, aber ich freue mich auch für ihn, weil ich weiß, wie sehr er sich eine größere Rolle gewünscht hat", sagte der Deutsch-Amerikaner.
Er lobte außerdem das Umfeld in Houston: eine starke Defense, gute Receiver und einen Quarterback - also eine Mannschaft, die weiterhin konkurrenzfähig ist.
Der Trade von David Montgomery ist für Detroit sportlich nachvollziehbar, da Jahmyr Gibbs zunehmend zur zentralen Figur im Backfield wurde. Gleichzeitig zeigt die Reaktion von Amon-Ra St. Brown, wie sehr Montgomery intern geschätzt wurde.
Für die Texans eröffnet sich nun die Chance, einen erfahrenen Running Back mit Starter-Potenzial einzubauen. Und für Montgomery selbst bedeutet der Wechsel vor allem eines: die Möglichkeit, endlich als klare Nummer eins im Backfield aufzutreten.
val