29.09.2026
Drake historisch, Drake desaströs
Auch Week 3 hatte in Sachen Kuriositäten und Rekorden einiges zu bieten. Von verrückten Zufällen über historische Saisonstarts bis hin zu ungewöhnlichen Bestmarken: Diese zehn Statistiken erzählen die außergewöhnlichsten Geschichten des NFL-Wochenendes.

Beim deutlichen 35:14-Erfolg der Atlanta Falcons gegen die Green Bay Packers dominierte Bijan Robinson auf dem Boden mit 194 Rushing Yards, während Drake London durch die Luft ebenfalls exakt 194 Receiving Yards sammelte.
Beide Unterschiedsspieler des Teams von Head Coach Kevin Stefanski übertrafen damit ihre jeweilige Ausbeute aus den ersten beiden Saisonspielen zusammen und trugen die zuvor schwächelnde Falcons-Offense nahezu im Alleingang.
Deebo Samuel kam gegen Arizona auf 80 Receiving Yards und einen Touchdown - obwohl in der Statistik keine einzige Reception für ihn auftauchte. Seit mindestens 1950 hatte kein Spieler mehr Receiving Yards in einem NFL-Spiel ohne Catch gesammelt.
Möglich machte das ein Hook-and-Lateral: Brock Purdy passte zunächst zu Mike Evans, der den Ball rückwärts zu Samuel weitergab. Evans erhielt dadurch die Reception, Samuel dagegen die anschließenden 80 Yards und den Touchdown.
"JSN" hat nach drei Spielen mindestens 120 Receiving Yards und einen Touchdown in jedem Spiel vorzuweisen. Das gelang zuvor nur Jerry Rice (49ers) 1989. Noch krasser: Smith-Njigba steht nach nur drei Spielen bei 405 Yards und sechs Touchdowns.
Damit ist er erst der zweite Spieler überhaupt mit mindestens 400 Yards und sechs TDs nach drei Spielen - neben Marvin Harrison Sr. (Colts) 1999.
Das Spiel der New Orleans Saints gegen die Las Vegas Raiders war das Spiel der Tight Ends. Nicht nur weil einige gute Tight Ends aufeinander trafen, sondern weil auch alle ablieferten.
Insgesamt sechs Touchdowns erzielten Noah Fant (2), Juwan Johnson (2), Brock Bowers (1) und Michael Mayer (1) zusammen - Rekord in der Geschichte der NFL.
Josh Allen hat in jedem der ersten drei Saisonspiele mindestens zwei Rushing-Touchdowns erzielt. Auch das gab es in der NFL-Geschichte zuvor nur einmal: Billy Kilmer schaffte es 1961 für die 49ers.
Noch verrückter: Buffalo gewann trotz eines Turnover-Margins von -4 gegen die Chargers. Es war gleichzeitig der erste Bills-Sieg mit einem derart schlechten Turnover-Margin seit 1997.
Jahmyr Gibbs kommt nach drei Saisonspielen auf 307 Rushing Yards, 156 Receiving Yards und sechs Touchdowns. Zuvor hatte nur ein Spieler einen NFL-Saisonstart mit jeweils mindestens 300 Yards am Boden, 150 Yards durch die Luft und sechs Scores hingelegt: Lions-Legende Billy Sims im Jahr 1980.
Gegen die Jets erzielte Gibbs zudem zum fünften Mal in seiner Karriere mindestens drei Touchdowns in einer Partie. Damit stellte er den Rekord von Jim Brown (Browns) und Todd Gurley (Rams) für die meisten solcher Spiele vor dem 25. Geburtstag ein.
Drake Maye steht nach drei Spielen bei nur einem Touchdown-Pass und bereits sechs Interceptions. Damit ist der Patriots-Quarterback der erste Spieler seit Rex Grossman (Bears) und Drew Brees (Saints) im Jahr 2007 mit dieser Kombination.
Seit Beginn der Playoffs 2025 leistete sich Maye in sieben Partien bereits 15 Turnover - in der gesamten vorherigen Regular Season waren es nur elf.
Matthew Stafford wurde gegen Denver zum sechsten Quarterback der NFL-Geschichte mit 65.000 Passing Yards. Gleichzeitig ist er der erste Spieler, der für zwei unterschiedliche Franchises (Lions, Rams) jeweils für mindestens 20.000 Yards warf.
Seine Pick-Six-Interception bescherte ihm allerdings auch einen Negativrekord: Mit 33 überholte er Brett Favre für die meisten aller Zeiten.
Dallas glich gegen Baltimore sieben Sekunden vor Schluss zum 31:31 aus - und verlor trotzdem noch in der regulären Spielzeit. Lamar Jackson fand Zay Flowers über 27 Yards, nahm mit einer Sekunde auf der Uhr die Auszeit und Tyler Loop verwandelte anschließend aus 56 Yards.
Seit Beginn der entsprechenden Erfassung 1978 war es der spätest begonnene und zugleich schnellste Game-Winning Drive nach einem Kickoff.
1009 Tage nach seinem letzten NFL-Start führte Case Keenum die Bears mit drei Touchdowns zum 27:7 gegen Philadelphia. Chicago war bereits das siebte Team, mit dem der Routinier als Starting Quarterback ein Spiel gewann.
Das schaffte zuvor nur Ryan Fitzpatrick. Zusätzlich wurde Keenum zum ältesten Spieler der Bears-Geschichte mit einem Rushing-Touchdown.
nhu, mhh