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    NFL

    vor 2 Stunden

    Two-Way-Spieler

    Deion Sanders enttäuscht über Hunters Rolle bei den Jaguars

    Travis Hunter sollte bei den Jacksonville Jaguars als Two-Way-Star für Aufsehen sorgen. Nach zwei Saisonspielen ist seine Einsatzzeit auf beiden Seiten des Balls jedoch überraschend begrenzt - und auch sein ehemaliger College-Coach Deion Sanders zeigt sich über seine Rolle verwundert.

    Travis Hunter von den Jacksonville Jaguars läuft aufs Feld vor dem NFL-Spiel gegen die Cleveland Browns.
    Travis Hunter hat eine schwierige Rolle bei den Jacksonville Jaguars. IMAGO/Icon Sportswire

    Travis Hunter sorgt bei den Jacksonville Jaguars auch nach den ersten beiden Saisonspielen für Diskussionen. Der ehemalige College-Star wollte in der NFL dauerhaft sowohl als Cornerback als auch als Wide Receiver spielen. Bislang erhält er jedoch auf beiden Seiten des Balls deutlich weniger Einsatzzeit als erwartet.

    Bereits im Mai hatte sich Colorado-Coach Deion Sanders enttäuscht darüber gezeigt, dass die Jaguars ihn nicht kontaktiert hatten, um über den Einsatz seines ehemaligen Spielers zu sprechen. Auch nach zwei Spielen der neuen Saison zeigt sich Sanders weiterhin verwundert über Hunters Rolle.

    "Ich weiß, wer er war und wer er jetzt ist. Ich weiß, wozu er fähig ist", sagte Sanders in seiner Sendung bei CBS Colorado. Gleichzeitig betonte er, dass er nicht beurteilen könne, was bei den Jaguars vor sich gehe.

    In Week 1 kam Hunter lediglich auf vier Snaps in der Offense und 29 in der Defense. Dabei fing er einen Pass für acht Yards. Eine Woche später erhielt der 22-Jährige sechs offensive Snaps und 37 in der Defense, blieb im Passspiel der Jaguars allerdings ohne Target.

    Damit ist Hunter bislang weit von der Rolle entfernt, die viele nach seiner Auswahl an zweiter Stelle des Drafts erwartet hatten. Jacksonville hatte im Draft nach oben getradet, um den damaligen Heisman-Trophy-Gewinner zu bekommen. Die Idee: Mit Hunter sollte das Team zwei Spieler in einer Person erhalten.

    Head Coach Liam Coen kündigte Anfang der Woche allerdings an, Hunter künftig mehr Spielzeit auf beiden Seiten des Balls geben zu wollen. Auf die Frage, ob Hunter in dieser Woche mit den Coaches über seine Rotation als Cornerback gesprochen habe, hielt sich der Rookie zurück.

    "Das überlasse ich den Coaches", erklärte Hunter. "Das ist nicht meine Sache, das zu beantworten."

    Dabei hat Hunter bereits vor der Saison deutlich gemacht, dass er weiterhin auf beiden Positionen spielen möchte. Im Podcast "The Pivot" erklärte er, er wolle nicht nur auf einer Position der Beste sein. Seine Antwort auf die Frage, wie er beide Rollen auf höchstem Niveau bewältigen könne, lautete: "Arbeitsmoral."

    Hunter will dabei vor allem eines: auf dem Feld stehen. "Ich mag es, beides zu machen. Und ich kann nicht an der Seitenlinie sitzen", sagte der 22-Jährige. "Ich hasse die Seitenlinie. Ich will nicht dort sitzen und Football schauen. Ich muss auf dem Feld sein."

    Genau darin liegt derzeit das Problem. Hunter spielt bislang weder offensiv noch defensiv dauerhaft, sondern kommt auf beiden Seiten nur in bestimmten Situationen zum Einsatz. Dadurch bleibt seine Gesamtzahl an Snaps sogar hinter dem Umfang zurück, den er bei einer vollständigen Rolle auf nur einer Position erhalten würde.

    Die Jaguars stehen damit vor einer schwierigen Frage. Hunter wurde auch deshalb an zweiter Stelle ausgewählt, weil er als außergewöhnlicher Two-Way-Spieler galt. Gleichzeitig zeigt sich bereits früh in seiner NFL-Karriere, wie schwierig es ist, dauerhaft auf beiden Seiten des Balls auf höchstem Niveau vorbereitet zu sein.

    Noch ist offen, ob Jacksonville seine Einsatzzeit tatsächlich wie angekündigt erhöhen wird. Klar ist jedoch: Hunter möchte weiterhin beide Rollen ausfüllen - und die bisherige Nutzung entspricht diesem Anspruch noch nicht.

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    nhu