vor 6 Stunden
Parade, Ring Ceremony und Hard Knocks
Der zweite Super-Bowl-Titel der Vereinsgeschichte bescherte den Seattle Seahawks nicht nur sportlichen Ruhm, sondern auch eine der größten Meisterfeiern der Stadtgeschichte. Team-Präsident Chuck Arnold blickte im Interview auf die Feierlichkeiten, die besondere Ring Ceremony und die ungewöhnlich kurze Offseason zurück - die man bei den Seahawks lieber als "Prepare Season" bezeichnet.

Der Weg zum Titel bedeutete für die Organisation zunächst vor allem eines: deutlich weniger Erholungszeit. "Wenn man es durch die gesamten Playoffs schafft, den Super Bowl erreicht und das Spiel gewinnt, spielt man ungefähr sechs Wochen länger Football, als wenn die Saison ohne Playoff-Teilnahme endet. Dadurch wird die Offseason natürlich deutlich kürzer", erklärte Arnold. Entschädigt wurde diese verkürzte Pause jedoch durch eine der größten Feiern der Stadtgeschichte: Bei der Meisterparade versammelte sich nach Angaben Arnolds fast eine Million Menschen in Seattle - und das vollkommen ohne Zwischenfälle. "Während der gesamten Parade gab es keinen einzigen Polizeivorfall und keine einzige Festnahme. Das war unglaublich."
Zu den besonderen Höhepunkten der Feierlichkeiten zählte laut Arnold auch die Ring Ceremony für die Spieler. Die Ringe wurden dabei langsam von der Decke herabgelassen und landeten direkt vor den zuvor auf festgelegten Plätzen sitzenden Spielern. "Sie waren von deren Größe überrascht. Es war der größte Championship Ring, der jemals in der NFL hergestellt wurde - zumindest, soweit ich weiß, der größte Championship Ring, den unser Juwelier jemals angefertigt hat", so Arnold.
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Ein weiteres Novum in dieser besonderen Offseason war die erstmalige Teilnahme der Seahawks an der Doku-Serie "Hard Knocks". Arnold gestand, zunächst unsicher gewesen zu sein, wie sich das Kamerateam auf den Alltag der Organisation auswirken würde. Im Nachhinein zeigte er sich jedoch zufrieden: "Diese Leute waren absolute Profis. Sie haben wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Ich glaube, sie haben unsere Organisation sehr gut dargestellt." Insbesondere die Darstellung von Head Coach Mike Macdonald, General Manager John Schneider und der gewachsenen Vereinskultur habe ihm gefallen. Dennoch räumte Arnold auch ein: "Jetzt ist es aber auch schön, dass sie wieder aus dem Gebäude sind und wir weitermachen können."
Trotz aller Feierlichkeiten musste die Organisation frühzeitig den Fokus auf die kommende Saison richten. Laut Arnold verzichtet man bei den Seahawks bewusst auf den Begriff "Offseason": "Wir sagen gerne, dass wir den Erfolg 'nach vorne tragen' wollen, statt nur von 'Back-to-back' zu sprechen. Wir richten unseren Blick also nach vorne." Stattdessen spricht man intern lieber von einer "Prepare Season" - denn alles, was in dieser Phase vorbereitet werde, müsse anschließend im laufenden Spielbetrieb auch tatsächlich umgesetzt werden.
mgs