vor 11 Stunden
Sieg gegen Detroit
Die Carolina Panthers haben mit dem 32:26 gegen die Detroit Lions ein Ausrufezeichen gesetzt. Im Mittelpunkt standen dabei einmal mehr Bryce Young und Tetairoa McMillan, die Detroits Defense am Sonntagabend nahezu nach Belieben auseinandernahmen.

Head Coach Dave Canales schwärmte anschließend von seinen beiden jungen Offensivstars. Young selbst wurde während der Partie sogar mit MVP-Rufen gefeiert - wollte nach dem Sieg aber nichts von einer persönlichen Auszeichnung wissen.
329 Passing Yards und zwei Touchdowns für Young, dazu 14 Receptions, 192 Yards und zwei Touchdowns für McMillan: Das Duo war der entscheidende Faktor für Carolinas zweiten Saisonsieg.
Für Canales kam die Leistung auf der großen Bühne offenbar nicht überraschend. "Die Scheinwerfer und die große Bühne werden für diese beiden niemals zu hell sein", sagte der Panthers-Coach über Young und McMillan.
Besonders bemerkenswert war die Leistung aufgrund der personellen Situation. Mit Jalen Coker und Xavier Legette fehlten Carolina zwei wichtige Receiver. Auch defensiv waren die Panthers ohne ihre beiden Starting Cornerbacks Jaycee Horn und Mike Jackson erheblich geschwächt.
Trotzdem punktete Carolina nach einem Punt beim ersten Ballbesitz bei sechs Drives in Folge. McMillan hatte bereits zur Halbzeit neun Pässe für 147 Yards gefangen, Young startete sogar mit elf vollständigen Pässen in Serie.
Spätestens im vierten Quarter wurde deutlich, wie sehr sich die Stimmung rund um Carolinas Quarterback verändert hat. Von den Rängen im Bank of America Stadium waren "MVP"-Rufe für Young zu hören.
Der Quarterback bekam sie durchaus mit. "In diesem Moment konzentrierst du dich einfach auf die Ausführung und darauf, das Team voranzubringen", erklärte Young nach dem Spiel. Gleichzeitig bezeichnete er die Unterstützung als großen Segen und schwärmte von der Atmosphäre im Stadion.
Young hob dabei ausdrücklich den Einfluss der Fans hervor. Der Lärm habe Detroit unter anderem zu False Starts gezwungen.
Auch nach dem Spiel setzte sich die besondere Anerkennung fort. Seine Mitspieler empfingen Young in der Kabine ebenfalls mit MVP-Rufen.
Wer allerdings eine Kampfansage im Rennen um individuelle Auszeichnungen erwartete, wurde enttäuscht. Young lenkte den Fokus sofort wieder auf die Mannschaft. "Ich bin dieser Community und den Fans unglaublich dankbar", erklärte der Quarterback. "Aber es verändert nichts für uns als Football-Team. Es gibt uns keine zusätzlichen Yards und keine zusätzlichen Punkte. Die müssen wir uns verdienen."
Die Reaktion passt zu Youngs Auftritt auf dem Feld. Gegen Detroit brachte er 29 seiner 41 Pässe für 329 Yards an den Mann, warf zwei Touchdowns und blieb ohne Interception. Nach vier Spielen führt er die NFL mit 1268 Passing Yards an.
Doch selbst davon wollte Young nach dem Sieg wenig wissen. "Jetzt haben wir eine Bye Week. Wir werden uns selbst analysieren, schauen, was wir verbessern können, uns auf die nächste Woche vorbereiten und dann das Kapitel umblättern. Es geht nur um Football."
nkr