vor 15 Stunden
Chicago historisch
Week 2 der NFL-Saison 2026 hatte nicht nur einige überraschende Ergebnisse zu bieten. Auch statistisch lieferte der Spieltag mehrere außergewöhnliche Geschichten - von einem historischen Absturz der Chicago Bears bis zu einem neuen Franchise-Rekord bei den Dallas Cowboys.

Während Brock Purdy gegen Miami beinahe jeden Pass an den Mann brachte, produzierte die Defense der Cincinnati Bengals gegen Houston eine bemerkenswerte Leistung. Ein Blick auf einige der verrücktesten Zahlen aus Week 2.
Größer hätte der Unterschied zwischen den ersten beiden Wochen für die Chicago Bears kaum sein können. Nach 59 Punkten in Week 1 brachte Chicago beim 3:9 gegen die Minnesota Vikings gerade einmal drei Punkte auf das Scoreboard. Die Differenz von 56 Punkten ist der zweitgrößte Punkteabsturz zwischen Week 1 und Week 2 in der NFL-Geschichte.
Nur die Atlanta Falcons erlebten 1973 einen noch größeren Absturz. Atlanta eröffnete die Saison damals mit 62 Punkten und blieb eine Woche später komplett ohne Punkte.
Für Chicago war es gleichzeitig eine bemerkenswerte Kehrtwende nach dem offensiven Feuerwerk zum Saisonstart. Gegen Minnesota reichten 297 Total Yards lediglich zu einem Field Goal.
Dak Prescott hat sich endgültig an die Spitze der Cowboys-Geschichte geworfen.Beim 37:20 gegen die Washington Commanders brachte der Quarterback 26 seiner 31 Pässe für 279 Yards und vier Touchdowns an. Dabei erreichte er einen besonderen Meilenstein.
Prescott steht mittlerweile bei 249 Touchdown-Pässen für Dallas und überholte damit Tony Romo, der seine Cowboys-Karriere mit 248 beendet hatte.
Den alleinigen Franchise-Rekord sicherte sich Prescott mit seinem letzten Touchdown des Tages. Im vierten Viertel fand er CeeDee Lamb über 24 Yards in der Endzone.
Lamb selbst erwischte ebenfalls einen herausragenden Nachmittag. Der Wide Receiver fing acht Pässe für 153 Yards und zwei Touchdowns.
Die Cincinnati Bengals gewannen bei den Houston Texans mit 20:6 - und schafften dabei etwas, das ihnen seit fast vier Jahren nicht mehr gelungen war. Houston erzielte keinen einzigen Touchdown.
Vor dem Spiel hatten die Bengals in 65 Partien in Folge mindestens einen Touchdown zugelassen. Es war die längste aktive Serie dieser Art in der NFL. Zuletzt hatte Cincinnati in Week 3 der Saison 2022 einen Gegner komplett aus der Endzone gehalten. Entscheidend dafür war auch der konstante Druck auf C.J. Stroud.
Die Bengals erzeugten gegen Houston 27 Pressures bei 62 Dropbacks. Das entspricht einer Pressure Rate von 43,5 Prozent. Die 27 Pressures waren die meisten in einem Spiel, seit Al Golden 2025 Defensive Coordinator in Cincinnati wurde.Stroud brachte zwar 30 seiner 55 Pässe für 353 Yards an, Houston kam offensiv aber nicht über zwei Field Goals hinaus.
In Week 1 fehlten sie komplett, eine Woche später waren sie plötzlich überall. Die New England Patriots hatten zum Saisonauftakt keinen einzigen Passspielzug über mindestens 20 Yards produziert. Beim 20:3 gegen die Pittsburgh Steelers gelangen Drake Maye und seiner Offense davon gleich vier.
Das größte Play lieferte Maye mit einem 63-Yard-Pass auf Romeo Doubs. Insgesamt kam der Quarterback auf 14 Completions bei 22 Passversuchen für 208 Yards.
Doubs machte aus seinen lediglich drei Receptions satte 96 Yards. Auch Hunter Henry steuerte einen Catch über 29 Yards bei, Eli Raridon kam auf einen 30-Yard-Catch. Aus einer Offense ohne explosives Passspiel in Week 1 wurde damit innerhalb einer Woche eine deutlich gefährlichere Einheit.
Noch effizienter war Brock Purdy. Der Quarterback der San Francisco 49ers brachte beim deutlichen 35:13 gegen die Miami Dolphins 20 seiner 22 Pässe an den Mann. Das entspricht einer Completion Percentage von 90,9 Prozent.
Purdy warf dabei für 287 Yards und zwei Touchdowns, leistete sich keine Interception und beendete die Partie mit einem Passer Rating von 149,1.
Damit nicht genug: Auch am Boden hinterließ der Quarterback seinen Fingerabdruck. Purdy lief dreimal für 30 Yards und erzielte selbst einen Touchdown. San Francisco produzierte mit Purdy insgesamt 382 Total Yards und verbesserte seine Bilanz auf 2-0.
nkr