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    NFL

    24.10.2026

    Nach sechs Wochen

    Diese fünf Spieler haben aktuell den MVP Award verdient

    Sechs Spielwochen sind absolviert und die MVP-Diskussion in der NFL nimmt Fahrt auf. Brock Purdy führt die ungeschlagenen 49ers an, während Josh Allen sowohl deu überzeugt. Doch auch ein Running Back drängt sich mit einer außergewöhnlichen Saison in den Vordergrund.

    Purdy im Spiel gegen die Commanders
    Brock Purdy ist der Favorit für den MVP nach 6 Wochen. IMAGO/Newscom World

    Bei der Wahl zum wertvollsten Spieler zählen nicht nur Passing-Yards und Touchdowns. Nach Week 6 gehört Kenneth Walker zu den größten Überraschungen der Liga. Neben dem Chiefs-Running-Back sammeln auch Purdy, Allen, Jared Goff und C.J. Stroud Argumente für den MVP Award.

    Brock Purdy: Der Favorit nach sechs Wochen

    Brock Purdy ist nach den ersten sechs Wochen der aussichtsreichste Kandidat für den MVP Award. Der Quarterback der San Francisco 49ers hat bislang 1.460 Passing-Yards, 14 Touchdown-Pässe und nur zwei Interceptions gesammelt. Mit einem Passer Rating von 118,1 gehört er zu den effizientesten Spielmachern der Liga.

    Dazu kommt der Erfolg seines Teams: Die 49ers sind weiterhin ungeschlagen. Purdy überzeugt nicht nur mit seinen Zahlen, sondern auch mit seiner Fähigkeit, schwierige Situationen zu lösen und Drives am Leben zu halten. Selbst unter schwierigen Bedingungen hält er die Offense auf Kurs. Wenn die 49ers ihren Lauf fortsetzen, dürfte Purdy ein heißer Kandidat auf den Award bleiben.

    Kenneth Walker: Der Running Back mischt das MVP-Rennen auf

    Normalerweise stehen Quarterbacks im Mittelpunkt der MVP-Diskussion. Kenneth Walker liefert allerdings Argumente dafür, diese Tradition zumindest zu hinterfragen. Der Running Back der Kansas City Chiefs führt die NFL nach sechs Wochen mit 665 Rushing-Yards an und kommt dabei auf starke 6,3 Yards pro Lauf.

    In seinen bislang fünf Einsätzen erzielte Walker sechs Rushing-Touchdowns und zwei weitere als Passempfänger. Insgesamt sammelte er damit acht Touchdowns. Besonders beeindruckend ist seine Konstanz: Er hat bereits viermal in einem Spiel mehrere Touchdowns erzielt. Walker ist ein wesentlicher Grund für den perfekten 5:0-Start der Chiefs und gehört individuell zu den wertvollsten Spielern der bisherigen Saison.

    Josh Allen: Der MVP-Kandidat auf beiden Ebenen

    Josh Allen bleibt einer der stärksten Kandidaten für den Award. Der Quarterback der Buffalo Bills hat bislang 1.504 Passing-Yards und neun Touchdown-Pässe erzielt. Vier Interceptions trüben seine Bilanz etwas, dennoch kommt er auf ein Passer Rating von 102,1.

    Allens größte Stärke ist seine Vielseitigkeit. Er kann Defenses mit präzisen Würfen auseinandernehmen, aber auch selbst Raumgewinn am Boden erzielen. Das stellte er unter anderem beim Duell mit den Los Angeles Rams unter Beweis, als er 121 Rushing-Yards sammelte. Die Bills stehen nach sechs Wochen bei fünf Siegen und einer Niederlage. Allen hat damit sowohl auf individueller als auch auf Teamebene eine starke Ausgangslage für die weitere MVP-Jagd.

    Jared Goff: Zwölf Touchdowns, keine Interception

    Jared Goff gehört zu den effizientesten Quarterbacks der bisherigen Saison. In seinen ersten fünf Einsätzen für die Detroit Lions hat er 1.485 Passing-Yards und zwölf Touchdown-Pässe gesammelt - ohne eine einzige Interception. Sein Passer Rating liegt bei 111,3.

    Goff profitiert von einer eingespielten Offense, nutzt seine Möglichkeiten aber auch konsequent. Er vermeidet kostspielige Fehler und bringt seine Mannschaft regelmäßig in aussichtsreiche Situationen. Dass die Lions nach fünf Spielen bei drei Siegen und zwei Niederlagen stehen, spricht noch nicht für eine dominante MVP-Saison, allerdings ist die Defense der Lions eine der schlechtesten der Liga. Seine bisherige Leistung ist dennoch stark genug, um ihn in die Diskussion aufzunehmen. Nach der spielfreien Week 6 hat Goff zudem die Gelegenheit, seine Bilanz im weiteren Saisonverlauf auszubauen.

    C.J. Stroud: Starke Zahlen trotz schwieriger Ausgangslage

    C.J. Stroud gehört trotz der Schwierigkeiten der Houston Texans zu den auffälligsten Quarterbacks der Saison. Er hat bereits 1.714 Passing-Yards gesammelt und dabei neun Touchdown-Pässe bei nur einer Interception geworfen. Sein Passer Rating von 100,9 unterstreicht, wie effizient er bislang spielt.

    Besonders sein Auftritt gegen die Jacksonville Jaguars in Week 6 macht Hoffnung: Stroud brachte 24 seiner 34 Pässe für 312 Yards an und warf drei Touchdowns. Die Texans gewannen das Spiel mit 34:31. Damit stehen sie nach sechs Wochen allerdings erst bei zwei Siegen und vier Niederlagen.

    Genau darin liegt das Problem für Strouds MVP-Chancen. Seine individuellen Zahlen können sich sehen lassen, doch für eine realistische Auszeichnung braucht es normalerweise auch den Erfolg des gesamten Teams. Sollte Houston in den kommenden Wochen weiter gewinnen, könnte Stroud im Rennen deutlich an Boden gutmachen.

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