31.10.2025
Schlechtester Saisonauftakt seit Amtsantritt für McDaniel
Das Thursday Night Game im heimischen Hard Rock Stadium endete für die Miami Dolphins mit einer klaren Niederlage. Beim 6:28 gegen die Baltimore Ravens blieb das Team von Head Coach Mike McDaniel in allen Mannschaftsteilen hinter den Erwartungen zurück und musste dabei zeitweise sogar lautstarke Unterstützung der Gäste-Fans hinnehmen.

Eigentlich war das Thursday Night Game im heimischen Hard Rock Stadium die Chance auf Wiedergutmachung - doch am Ende erlebten die Miami Dolphins gegen die Baltimore Ravens einen bitteren Abend. Beim 6:28 fiel das Team von Head Coach Mike McDaniel nicht nur sportlich ab, sondern wurde zeitweise sogar von den mitgereisten Ravens-Fans übertönt.
Schon früh zeigten sich die ungewohnten Umstände: Nach einem lauten Snap Count der Ravens geriet Dolphins-Tackle Larry Borom bei einem wichtigen 4th & 1 ins Straucheln - False Start. "Mit den ganzen Ravens-Fans wurde es etwas unübersichtlich mit meinem Cadence und der Lautstärke", erklärte Quarterback Tua Tagovailoa später. "Wir haben das dann an der Seitenlinie besprochen und korrigiert."
Der anschließende 35-Yard-Field-Goal-Versuch von Kicker Riley Patterson ging daneben - sinnbildlich für eine Offense, die an diesem Abend nie richtig in Tritt kam.
TV-Kameras fingen einen wütenden McDaniel nach der Strafe ein - später stellte er klar, worauf sich sein Ärger bezog: "Das war Wut über uns selbst. Wir reden seit Wochen darüber, solche Dinge zu vermeiden. Bei einem entscheidenden 4th & 1 darf so etwas einfach nicht passieren."
Miami produzierte gleich drei Turnover, blieb bei 2 von 12 Third Downs und vergab alle drei Red-Zone-Chancen - darunter ein Fumble und ein misslungener Passversuch bei 4th & 13. "Fans wollen Siege sehen - und wir haben ihnen heute keinen Grund zum Jubeln gegeben", sagte McDaniel nach der Partie. "Es ist frustrierend, aber wir müssen die Dinge selbst wieder geradebiegen."
Nach dem dominanten 34:10-Auswärtssieg in Atlanta vier Tage zuvor schien Miami in der ersten Halbzeit noch auf Kurs - mehr Ballbesitz, mehr Yards, aber keine Punkte. Zur Pause lag man trotz 226 Offense-Yards mit 6:14 hinten. "Das ist generell kein gutes Zeichen, wenn du ein Spiel eigentlich kontrollierst, aber trotzdem zurückliegst", so McDaniel. Auch Tagovailoa suchte nach Erklärungen: "Wir haben einfach keinen Rhythmus gefunden."
Linebacker Jordyn Brooks brachte die Frustration nach dem Spiel auf den Punkt: "Wir müssen in der Red Zone punkten. Zu viele Turnover, zu viele verschenkte Chancen - so kannst du kein Spiel gewinnen. Solange wir nicht lernen, uns nicht selbst zu schlagen, werden wir keine Spiele gewinnen."
Mit nun 2-7 erleben die Dolphins den schlechtesten Saisonstart seit McDaniels Amtsantritt 2022. In den kommenden zehn Tagen hat das Team nun Zeit, sich zu sammeln - bevor in Week 10 die Buffalo Bills zu Gast sind.
mgs