31.08.2026
Nach zwei Jahren
Aaron Donald ist zurück bei den Los Angeles Rams - und zweifelt nicht daran, weiterhin auf höchstem NFL-Niveau spielen zu können. Nach zwei Jahren im Ruhestand absolvierte der 35-Jährige am Sonntag bereits erste individuelle Übungen und nahm erstmals wieder an Team-Meetings teil.

Bei seiner Entscheidung spielten mehrere Faktoren eine Rolle. Neben der Unterstützung seiner Frau Erica reizte Donald insbesondere die Möglichkeit, künftig gemeinsam mit Myles Garrett auf dem Feld zu stehen. Ob der Defensive Tackle bereits in Week 1 zum Einsatz kommt, ist allerdings noch offen.
Obwohl Donald regelmäßig im Trainingszentrum der Rams gearbeitet hatte, fühlte sich die offizielle Rückkehr zunächst ungewohnt an. "Es fühlte sich komisch an, wieder ein richtiger Football-Spieler zu sein", erklärte Donald. "Ich war immer hier, aber dann zu sagen: 'Okay, ich gehe jetzt wieder in Meetings', war etwas seltsam. Aber es hat sich gut angefühlt."
Körperlich sieht sich der dreimalige Defensive Player of the Year bereit für sein Comeback. "Glaube ich, dass ich noch auf einem hohen Niveau spielen kann? Ja. Glaube ich, dass ich immer noch ich selbst sein kann? Zu 100 Prozent", sagte Donald. "Wenn ich das nicht glauben würde, wäre ich nicht hier."
Die Entscheidung kam nicht aus dem Nichts. Nach eigener Aussage befindet sich Donald bereits seit 14 Wochen wieder in einem "Football-Mindset" und hat sich intensiv auf eine mögliche Rückkehr vorbereitet.
Dabei beschränkte er sich nicht auf das Krafttraining, für das seine Workouts seit Jahren bekannt sind. Donald arbeitete auch an seiner Kondition und Geschwindigkeit. Seine Trainingseinheiten zeichnete er zudem auf Video auf, um seine Bewegungsabläufe anschließend analysieren zu können. "Ich habe mich bis ins kleinste Detail studiert", erklärte Donald. "Jede Bewegung, jeden Cut, jede Hüftbewegung. Meiner Meinung nach sehe ich keinen Unterschied. Es sah für mich sogar etwas sauberer aus."
Der nächste Schritt ist nun die Rückkehr ins 11-on-11 und die Anpassung an das tatsächliche Spieltempo.
Einen zusätzlichen Anreiz lieferte die Verpflichtung von Myles Garrett. Die Rams hatten den amtierenden Defensive Player of the Year während der Offseason nach Los Angeles geholt.
Nun stehen Garrett und Donald tatsächlich gemeinsam in einer Defense. "Wir sind jetzt Teamkollegen. Wir werden uns dadurch viel besser kennenlernen und deutlich mehr Zeit miteinander verbringen", sagte Donald. "Hoffentlich können wir gemeinsam einige besondere Dinge erreichen."
Auch seine Frau Erica spielte bei der Entscheidung eine zentrale Rolle. "Wenn meine Frau nicht glücklich damit gewesen wäre, wäre es nicht passiert", erklärte Donald. Sie habe ihm geraten, sich für seine Entscheidung ausreichend Zeit zu nehmen.
Wann Donald tatsächlich wieder in einem NFL-Spiel auf dem Feld stehen wird, steht noch nicht fest. Die Rams wollen ihren langjährigen Defense-Star schrittweise an die Belastung heranführen.
McVay erklärte, dass von Tag zu Tag entschieden werde, ob Donald bereits zum Saisonauftakt gegen die San Francisco 49ers in Australien spielen kann.
Donald selbst will den Prozess nicht überspringen. Auch die Aussicht auf einen möglichen Super Bowl im heimischen SoFi Stadium spielt für ihn eine Rolle, zunächst geht es aber darum, wieder vollständig im Football-Alltag anzukommen.
"Ich glaube, dass dieses Team mit oder ohne mich komplett ist", sagte Donald. "Die Möglichkeit zu bekommen, ein Teil davon zu sein, nehme ich nicht als selbstverständlich hin. Es ist ein Segen, zwei Jahre im Ruhestand gewesen zu sein und jetzt die Chance zu bekommen, zurückzukommen und Teil von etwas Besonderem zu sein."
nkr