18.08.2025
Re-Match in den ELF-Playoffs
Die reguläre Saison der European League of Football ist vorbei. Am letzten Spieltag ging es noch einmal hoch her. Während die Madrid Bravos jubeln können, trauern die Frankfurt Galaxy und Paris Musketeers.

Die reguläre Saison der European League of Football ist auf dramatische Weise zu Ende gegangen. Vor allem im Kampf um die beiden Wildcard-Tickets ging es hoch her.
Letztlich konnten sich Rhein Fire und die Madrid Bravos durchsetzen. Die Frankfurt Galaxy konnte sich dagegen für ihre starke Aufholjagd der vergangenen Wochen nicht belohnen.
Vor 9.569 Fans in der PSD Bank Arena entwickelte sich zwischen Frankfurt und Madrid, die jeweils mit einem Sieg sicher in den Playoffs sein würden, ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Galaxy-Quaterback Jameson Wang hielt sein Team mit zwei Läufen in die Endzone im Rennen, doch Madrids Quarterback Reid Sinnett antwortete eiskalt und fand Receiver Aron Cruickshank gleich zweimal für Touchdowns. Zur Pause lagen die Gäste knapp mit 20:16 vorne.
Nach der Halbzeit übernahmen die Spanier endgültig das Kommando. Sinnett bediente erst Juan Flores-Calderon, dann Justus Seelig, und legte kurz darauf nochmals für Flores-Calderon nach. Drei Touchdowns in Serie ließen Frankfurt kaum noch Hoffnung. Zwar kamen die Hessen durch Big Plays zurück ins Spiel, doch am Ende stand ein verdienter 47:32-Erfolg für die Spanier, die damit auch im zweiten Jahr nach der Gründung in die Playoffs stehen.
Die Madrilenen trugen sich dabei in die Geschichtsbücher ein. Sinnett, der einen starken Tag mit 359 Passing Yards, sechs Touchdowns, eine Completion Rate von fast 88 Prozent hatte, stellte mit 3853 Passing Yards einen neuen Rekord auf.
Sein Teamkollege Cruickshank sorgte zusätzlich für Schlagzeilen: Mit 122 Catches, 1.729 Yards und 20 Touchdowns sicherte er sich nicht nur die Triple Crown, sondern stellte gleich drei Saisonrekorde auf.
Einen noch bitteren Abend erlebten die Paris Musketeers. Zwei Minuten vor Schluss führten die Franzosen in Wien mit 29:21 und standen mit einem Bein in der Postseason. Doch die Vikings gaben nicht auf: Quarterback Ben Holmes führte sein Team über das Feld, lief selbst zum Touchdown und bediente anschließend Reece Horn für die Two-Point-Conversion zum Ausgleich.
In der Verlängerung schlug die Stunde der Gastgeber: Holmes erzielte den entscheidenden Touchdown, die Defense hielt stand, und am Ende jubelte die Fans im Stadion Hohe Warte beim 35:29-Erfolg über Platz eins der Regular Season. "Wir haben nie aufgehört, an uns zu glauben. Am Ende haben Offense und Defense geliefert", lobte Head Coach Chris Calacay sein Team.
Paris, das vor der Saison den NFL-erfahrenen Jack Del Rio als Head Coach geholt hatte, verspielte derweil das sicher geglaubte Playoff-Tickets und musste den Bravos den Vortritt lassen.
Die Munich Ravens sicherten sich derweil mit einem 49:26-Sieg bei den Wroclaw Panthers derweil den zweiten Seed und eine Woche Extra-Urlaub. Stuttgart Surge zeigte beim 47:20 gegen die Fehervar Enthroners ebenfalls eine dominante Vorstellung und gehen als Dritter in die Playoffs. Dort wartet am Wochenende das Duell mit Madrid.
Einen Vorgeschmack auf die Playoffs gab es bereits in Duisburg. Dort bezwang Rhein Fire Nordic Storm mit 27:19. Bereits vor der Partie stand fest, dass sich die beiden Teams wieder in die Playoffs sehen werden. Der Champion zeigte dabei seine Klasse und setzte vor dem Re-Match am kommenden Wochenende eine erste Duftmarke.
mgs