02.08.2026
Kampf um die letzten Playoff-Plätze
Nach der ligaweiten Bye Week kehrte die EFA mit ihrem vorletzten Spieltag zurück. Alle Teams standen zeitgleich um 13 Uhr auf dem Feld - und lieferten den Fans nicht nur spektakuläre Szenen, sondern auch Ergebnisse, die den Kampf um die Playoff-Plätze weiter zuspitzten. Damit verspricht das Regular-Season-Finale in der kommenden Woche einiges an Spannung.

Vor Week 12 war die Ausgangslage klar. Nordic Storm und die Munich Ravens hatten ihr Ticket für das Big4 Tournament bereits gelöst. Dahinter tobte jedoch ein Vierkampf um die beiden verbleibenden Playoff-Plätze. Die Paris Musketeers und die Frankfurt Galaxy gingen mit den besseren Karten in den Spieltag und wollten ihre Position mit einem weiteren Sieg festigen. Gleichzeitig hofften die Prague Lions und die Raiders Tirol darauf, das Rennen noch einmal spannend zu machen. Dass ausgerechnet diese beiden Teams direkt aufeinandertrafen, machte den Spieltag zusätzlich brisant.
Die Gäste aus Dänemark setzten direkt im ersten Drive ein offensives Ausrufezeichen. Wide Receiver Simon Fons fing einen kurzen Screen Pass von Quarterback Jadrian Clark und nutzte seine Geschwindigkeit eindrucksvoll aus. Nach dem Catch ließ er mehrere Verteidiger stehen und trug den Ball bis in die Endzone zur frühen 0:7-Führung für Nordic Storm. Anschließend betrat erstmals der neue Quarterback der Frankfurt Galaxy, Zach Calzada, das Feld. Sein Debüt verlief jedoch alles andere als nach Plan. Bereits im ersten Drive warf der Neuzugang seine erste Interception in der EFA, als Defensive Back Maceo Beard den Pass abfangen konnte.
Nordic Storm nutzte den Turnover eiskalt aus. Running Back Glen Toonga vollendete den kurzen Drive mit einem Touchdown-Lauf und baute die Führung der Gäste weiter aus. Die Offense der Galaxy hatte im ersten Start von Calzada sichtbar Schwierigkeiten, ihren Rhythmus zu finden. Den Dänen spielte das jedoch in die Karten. US-Amerikaner Beaulieu erhöhte mit einem weiteren Touchdown im zweiten Viertel auf 0:19.
Das erste echte Lebenszeichen der Frankfurter setzte anschließend die Defense. Defensive Back Enrico Chagoya fing einen zu hoch geratenen Pass von Clark zur Interception ab. Zwar konnte die Galaxy aus dem Ballgewinn zunächst keine Punkte erzielen, doch wenig später sorgte die Defense erneut für ein Big Play. Beaulieu ließ einen kurzen Screen Pass fallen, den die Frankfurter bis kurz vor die Endzone zurücktragen konnten. Ein Touchdown sprang aus der hervorragenden Feldposition zwar nicht heraus, doch Kicker Ryan Rimmler brachte die ersten Punkte der Gastgeber mit einem erfolgreichen Field Goal aufs Scoreboard. Mit dem 3:19 für Nordic Storm ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Die Defense der Frankfurt Galaxy knüpfte im dritten Viertel nahtlos an ihre starke Leistung an und erzwang den nächsten Ballgewinn. Toonga verlor nach einem Tackle den Ball, den die Gastgeber sichern konnten. Doch erneut blieb der Turnover ohne die erhoffte Belohnung: Im anschließenden 4th & Goal scheiterte die Galaxy-Offense am entscheidenden Spielzug, sodass der Ball per Turnover on Downs wieder an Nordic Storm ging.
Doch die Galaxy-Defense setzte ihre starke Leistung fort. Clark fand Fons zunächst mit einem kurzen Screen Pass, doch Linebacker Dominique Mambo forcierte den nächsten Fumble. Erneut war die Galaxy-Defense zur Stelle und sicherte den freien Ball. Die Gastgeber standen dadurch wenig später wieder mit einem 4th & Goal unmittelbar vor der Endzone. Doch wie schon zuvor blieb der ersehnte Touchdown aus - erneut endete der Drive mit einem Turnover on Downs.
Im Schlussviertel machte Nordic Storm dann endgültig alles klar. Clark fand erneut Fons mit einem tiefen Pass zum Touchdown. Die Galaxy meldete sich zwar wenig später durch einen Touchdown-Catch von Tyler Foster noch einmal zurück, doch die Antwort der Gäste folgte prompt. Beaulieu erzielte seinen nächsten Touchdown des Tages, ehe Nordic Storm mit einem Trickspielzug für das nächste Highlight sorgte: Offensive Lineman Isaac Moore tauchte völlig überraschend in der Endzone auf und fing selbst einen Touchdown. Spätestens mit dem 9:41 war die Partie endgültig entschieden.
Den Schlusspunkt setzte schließlich die Special-Teams-Unit von Nordic Storm. Ryan Rimmler versuchte mit der letzten Aktion der Partie noch ein langes Field Goal, doch der Kick wurde geblockt. Die Gäste sicherten den Ball und trugen ihn mit auslaufender Uhr zum Touchdown zurück. So stand am Ende ein deutlicher 9:47-Erfolg für die Dänen.
Die Gäste aus Tirol erwischten den besseren Start. Running Back Lukas Haslwanter krönte den ersten erfolgreichen Drive der Raiders mit einem kurzen Touchdown-Lauf und brachte die Österreicher früh mit 0:7 in Führung. Die Antwort der Gastgeber ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Der neue US-Amerikaner Keyon Lesane Sr., der den verletzten William Patterson ersetzt, fing einen Pass von Quarterback Jaylon Henderson trotz starken Drucks der Defense und verkürzte mit seinem Touchdown auf 6:7.
Anschließend schlugen die Raiders erneut zurück. Diesmal fing Haslwanter einen kurzen Swing Pass in der Mitte des Feldes, ließ mit seiner Explosivität mehrere Verteidiger der Prague Lions aussteigen und vollendete den beeindruckenden Catch-and-Run mit seinem zweiten Touchdown des Spiels. Doch auch die Gastgeber hatten die passende Antwort parat. Im 4th & Goal fand Henderson seinen Running Back Adam Žouželka zum Touchdown und brachte die Lions wieder bis auf einen Punkt heran. Im darauffolgenden Drive setzte dann die Defense der Prager ein wichtiges Ausrufezeichen. Tief in der eigenen Redzone verhinderte sie den nächsten Touchdown der Raiders und zwang die Gäste zu einem Field-Goal-Versuch. Dieser war erfolgreich, sodass Innsbruck seine Führung auf 13:17 ausbaute.
Offensiv konnten die Hausherren das Momentum zunächst nicht mitnehmen. Stattdessen war es erneut Haslwanter, der den nächsten Drive der Raiders in der Redzone mit seinem dritten Touchdown des Spiels krönte und die Führung der Gäste auf 13:24 ausbaute. Die Lions fanden jedoch noch vor der Pause die passende Antwort und sorgten für neue Hoffnung im heimischen Stadion. Rund 30 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff tankte sich Running Back Paul Breuer zum Touchdown in die Endzone und verkürzte den Rückstand auf 20:24. Mit diesem Spielstand ging es schließlich in die Kabinen.
Die Gäste aus Österreich kamen mit viel Schwung aus der Halbzeitpause. Es dauerte nicht lange, bis Quarterback Allen Jr. seinen Receiver Aaron Jackson mit einem tiefen Pass fand. Der US-Amerikaner vollendete das Big Play mit einem frühen Touchdown im dritten Viertel und baute die Führung der Raiders auf 20:31 aus. Die Prague Lions konnten im anschließenden Drive zwar nicht antworten, doch wenig später setzte ihre Defense ein wichtiges Statement. Defensive Back Aleksandar Borkovic fing einen Pass von Allen Jr. zur Interception ab und brachte seine Offense nicht nur schnell wieder aufs Feld, sondern verschaffte ihr mit einem starken Return auch eine hervorragende Feldposition, welche die Lions für ein erfolgreiches Field Goal nutzten.
Anschließend war es erneut Haslwanter, der die Raiders weiter auf Kurs brachte. Mit seinem vierten Touchdown des Spiels baute der Running Back die Führung der Gäste auf 23:38 aus. Die Prague Lions gaben sich jedoch noch nicht geschlagen. Quarterback Henderson nahm die Sache selbst in die Hand, lief zum Touchdown in die Endzone und verkürzte den Rückstand auf 29:38. Ein erfolgreiches Field Goal der Raiders stellte zwar wieder einen 12-Punkte-Vorsprung her, doch die Lions erhielten noch einmal die Chance, das Spiel spannend zu machen. Der anschließende Drive bot mehrere kuriose Szenen und einige Wendungen, ehe Henderson kurz vor der Two Minute Warning nach einem Lauf den Ball verlor. Der Fumble besiegelte den Turnover - und letztlich auch den 29:41-Auswärtssieg der Raiders Tirol.
Mit diesem Erfolg halten die Raiders Tirol ihre Playoff-Hoffnungen am Leben und bleiben im Rennen um die Endrunde. Für die Prague Lions hingegen bedeutet die Niederlage das endgültige Aus im Kampf um die Playoff-Plätze.
Beide Teams eröffneten die Partie zunächst mit jeweils einem erfolgreichen Field Goal. Anschließend rückte der deutsche Receiver Louis Geyer in den Mittelpunkt. Zunächst fing er einen tiefen Play-Action-Pass von Quarterback Russell Tabor in der Endzone zum ersten Touchdown der Partie. Wenig später legte Geyer nach und vollendete diesmal einen kurzen Pass in der Redzone zu seinem zweiten Touchdown des Spiels, wodurch die Ravens ihre Führung auf 17:3 ausbauten. Kurz vor der Halbzeit meldeten sich die Paris Musketeers zurück. Torin Justice fing einen Touchdown-Pass und verkürzte den Rückstand. Doch die Ravens hatten das letzte Wort: Nur sechs Sekunden vor dem Pausenpfiff fand Tabor seinen US-amerikanischen Receiver Malik Stanley in der Endzone. Der Touchdown stellte den 24:9-Halbzeitstand für die Münchener her.
Nach der Pause entwickelte sich in München eine echte Tight-End-Show. Den Anfang machte Ravens-Tight-End Philip Okonkwo, der den ersten Touchdown der zweiten Hälfte für die Gastgeber erzielte. Die Paris Musketeers antworteten zu Beginn des vierten Viertels. Tight End Liam Ward fing einen Touchdown-Pass und verkürzte den Rückstand auf 31:16. Lange hatte dieser Spielstand jedoch keinen Bestand. Nur wenig später tankte sich Ravens-Tight-End Ron Tiavaasue nach einem physischen Lauf in die Endzone und stellte den alten Abstand wieder her. Die Musketeers gaben sich dennoch nicht geschlagen. Torin Justice sorgte mit einem spektakulären Touchdown-Catch für die direkte Antwort und verkürzte den Rückstand der Pariser erneut auf 16 Punkte.
Den Schlusspunkt der Partie setzte schließlich Wide Receiver Sixten Dragan. Knapp 20 Sekunden vor dem Ende fing er einen weiteren Touchdown-Pass von Tabor und stellte damit den 45:22-Endstand her.
val