vor 1 Tag
Klatsche gegen Atlanta
Die Stimmung bei den Green Bay Packers ist nach dem 14:35 gegen die Atlanta Falcons endgültig gekippt. Head Coach Matt LaFleur fand nach der deutlichen Heimniederlage klare Worte für den Auftritt seines Teams.

Auch Quarterback Jordan Love versuchte nichts schönzureden. Statt die Probleme der Offensive Line für seine Schwierigkeiten verantwortlich zu machen, nahm der 27-Jährige vor allem sich selbst in die Pflicht.
Bereits das erste Statement von LaFleur auf seiner Pressekonferenz machte deutlich, wie sehr ihn der Auftritt seiner Mannschaft beschäftigte. "Nun, das war ein demütigender Abend", erklärte der Head Coach.
Green Bay war zunächst sogar ordentlich in die Partie gestartet. Love fand Christian Watson zum frühen 7:0. Danach kippte das Spiel allerdings vollständig.
Atlanta erzielte 27 Punkte in Folge und zog bis ins vierte Viertel auf 27:7 davon. Die Packers fanden offensiv kaum Antworten und bekamen gleichzeitig Bijan Robinson und das Laufspiel der Falcons nicht unter Kontrolle.LaFleur brachte die Leistung seiner Mannschaft anschließend noch deutlicher auf den Punkt. "Das war eine ordentliche Abreibung."
Für LaFleur ist die Situation ungewohnt. Erstmals seit seiner Übernahme als Head Coach der Packers startet Green Bay mit einer 1-2-Bilanz in eine Saison.
Auch Love zeigte sich nach der Partie sichtlich bedient. "Wenn ich mir das Spiel heute Abend anschaue, ist es frustrierend. Man kann es nicht schönreden, ich bin frustriert", erklärte der Quarterback.
Love beendete die Partie mit 28 angekommenen Pässen bei 53 Versuchen für 312 Yards, zwei Touchdowns und eine Interception. Die nackten Passing Yards erzählen allerdings nur einen Teil der Geschichte.
Green Bay bekam offensiv kaum Balance in sein Spiel. Die Packers liefen lediglich neunmal für insgesamt 17 Yards. Love musste entsprechend immer wieder versuchen, die Offense über den Pass zu bewegen. Nach dem ersten Touchdown-Drive kam Green Bay im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kaum noch vom Fleck.
Die Probleme im Passspiel wollte Love allerdings nicht ausschließlich auf seine Vorderleute schieben. Stattdessen sprach er darüber, was er selbst verändern müsse. Der Quarterback nannte unter anderem seine Beinarbeit, eine schnellere Verarbeitung der Spielzüge und eine höhere Genauigkeit bei seinen Pässen als Bereiche, in denen er sich steigern müsse.
Damit nahm Love auch seine Rolle als Anführer der Offense in den Fokus. "Ich schaue darauf, was ich als Quarterback dieses Teams, als Leader dieses Teams besser machen kann. Der Start in die Saison ist nicht gut, und ab jetzt kann es nur noch bergauf gehen."
Die Selbstkritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Packers offensiv mit mehreren Problemen gleichzeitig kämpfen. Das Laufspiel liefert bislang kaum Entlastung, die Offensive Line musste bereits mehrere Ausfälle verkraften und gegen Atlanta kamen zusätzlich Protection-Probleme, Drops und ungenaue Pässe zusammen.
nkr