23.08.2025
Verstoß gegen NFLPA-Regeln?
Die anhaltenden Vertragsverhandlungen zwischen Micah Parsons und Jerry Jones halten die Dallas Cowboys in Atem. Ex-Quarterback Matt Schaub hat sich gemeldet und Ermittlungen gegen den Eigentümer gefordert.

Die Vertragssage zwischen den Dallas Cowboys um Eigentümer Jerry Jones und Micah Parsons ist derzeit eines der größten Themen in der NFL.
Seit Monaten können sich die beiden Parteien nicht einigen. Jones kritisierte zuletzt den Berater von Parsons scharf. "Als wir die Details an den Agenten schicken wollten, sagte er uns, wir sollten sie uns in den Arsch stecken", erklärte er im Podcast von Michael Irvin.
Auslöser des Streits ist nicht zuletzt die Tatsache, dass der 82-Jährige behauptet, dass Parsons und er sich beim Gespräch im Frühjahr bereits geeinigt haben. Daher weigert sich Jones, Verhandlungen mit dem Berater des Cowboys-Stars aufzunehmen.
Diese Praktik stößt Matt Schaub sauer auf. "Die NFLPA sollte unverzüglich Beschwerde einlegen, weil Jerry direkt mit Micah Parsons verhandelt hat. Dies ist ein klarer Verstoß gegen den Tarifvertrag", schrieb der Ex-Quarterback, der unter anderem für die Atlanta Falcons gespielt hat, auf X.
Laut dem 2021 geschlossen Tarifvertrag ist das Verhandeln mit einem nicht von der Spielergewerkschaft NFLPA zugelassenen Spielerberater verboten. Für einen ersten Verstoß gibt es eine Strafe in Höhe von rund 62.000 Dollar. Ob es wirklich zu einer Strafe kommt, liegt nicht zuletzt an Parsons und dessen Berater, die diesen Vorfall melden müssten.
Die Kommentare von Schaub kommen nicht überraschend. Der Ex-Profi bewirbt sich auf das derzeit vakante Amt des Exekutivdirektor der NFLPA, nachdem der bisherige Amtsinhaber Lloyd Howell Jr. zurückgetreten war. Zuvor hatte es Kritik an seine Rolle als Berater für die Carlyle Group gegeben, da diese als einige der wenigen Investmentfirmen in die NFL investieren darf und er daher sowohl von der NFLPA als auch der NFL bezahlt worden ist.
smu