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    NFL

    vor 7 Stunden

    Was läuft schief in Detroit?

    Fünf Touchdowns in vier Spielen: St. Brown kann Lions-Probleme nicht kaschieren

    Amon-Ra St. Brown spielt einen herausragenden Start in die NFL-Saison 2026. Nach vier Spielen steht der deutsche Wide Receiver bereits bei 31 Receptions für 303 Yards und fünf Touchdowns. Trotzdem kommen die Detroit Lions nicht vom Fleck: Nach dem überraschenden 26:32 bei den Carolina Panthers steht das Team von Head Coach Dan Campbell lediglich bei 2-2.

    Amon-Ra St. Brown in einem NFL-Spiel für die Detroit Lions
    Amon-Ra St. Brown spielt eine hervorragende Saison für die Lions Junfu Han / USA TODAY NETWORK via Imagn Images

    Dabei liegt es kaum an den wichtigsten Spielern der Offense. Neben St. Brown liefert auch Jared Goff außergewöhnliche Zahlen. Der Quarterback hat bereits 1214 Passing Yards und neun Touchdowns gesammelt, ohne eine Interception zu werfen oder einen Fumble zu verlieren. Dennoch besitzt Detroit keinen Winning Record - eine Kombination, die es nach vier Saisonspielen in dieser Form zuvor noch nie gegeben hat.

    St. Brown liefert auf höchstem Niveau

    St. Browns Zahlen unterstreichen einmal mehr seine enorme Bedeutung für Detroits Passing Game. Bereits zum Auftakt gegen die New Orleans Saints fing er zehn Pässe für 67 Yards und zwei Touchdowns. Gegen die Buffalo Bills folgte sein bislang stärkstes Spiel mit neun Receptions für 142 Yards und zwei weiteren Scores.

    Selbst bei seinem statistisch schwächsten Auftritt gegen die New York Jets fand St. Brown mit einem Touchdown den Weg in die Endzone. Beim 26:32 gegen Carolina blieb er erstmals in dieser Saison ohne Score, fing aber acht seiner elf Targets für 75 Yards.

    Damit steht der 26-Jährige nach vier Spielen bei 31 Receptions, 303 Yards und fünf Touchdowns. Bereits 17 seiner 31 gefangenen Pässe brachten Detroit ein neues First Down.

    Selbst Goffs historischer Start reicht nicht

    Noch deutlicher wird Detroits Problem beim Blick auf Goff. Der Quarterback hat 109 seiner 161 Passversuche für 1214 Yards und neun Touchdowns angebracht. Keine einzige Interception steht bislang in seiner Statistik, auch seine drei Fumbles führten zu keinem Ballverlust.

    Damit ist Goff der erste Quarterback der NFL-Geschichte, der nach vier Saisonspielen mehr als 1200 Passing Yards verbucht, keinen Turnover verursacht und trotzdem keinen Winning Record vorweisen kann.

    Gegen Carolina warf Goff sogar für 412 Yards. Trotzdem reichte es nicht zum Sieg. Beim entscheidenden Drive bekam Detroit etwas mehr als zwei Minuten vor Schluss noch einmal den Ball, schaffte jedoch nicht einmal ein neues First Down.

    Die Defense wird zum Problem

    Die Gründe für den durchwachsenen Start finden sich vor allem auf der anderen Seite des Balls. Detroit hat in vier Spielen bereits 127 Punkte kassiert - durchschnittlich 31,75 pro Partie.

    Besonders deutlich wurden die Probleme gegen Carolina. Nach einem Punt im ersten Drive punkteten die Panthers bei sechs aufeinanderfolgenden Possessions. Bryce Young zerlegte die Lions-Defense mit 329 Passing Yards und zwei Touchdowns, während Tetairoa McMillan 14 Pässe für 192 Yards und zwei Scores fing. Zusätzlich lief Chuba Hubbard für 122 Yards und zwei Touchdowns.

    Es war kein einmaliger Ausrutscher. Bereits beim 31:41 gegen die Buffalo Bills hatte Detroit 41 Punkte zugelassen. Die Lions-Offense steht dadurch regelmäßig unter enormem Druck, selbst hohe Punktzahlen produzieren zu müssen.

    Starke Offense, nur durchschnittliche Bilanz

    Genau darin liegt nach vier Wochen das Problem der Lions. St. Brown spielt erneut wie einer der produktivsten Receiver der Liga. Goff schützt den Football nahezu perfekt und produziert gleichzeitig mehr als 300 Passing Yards pro Partie. Trotzdem hat Detroit genauso viele Spiele verloren wie gewonnen.

    Nach vier Wochen ergibt sich damit ein ungewöhnliches Bild: Die wichtigsten Säulen der Offense erfüllen ihre Aufgabe - teilweise auf historischem Niveau. Soll Detroit aus seinem 2-2-Start allerdings einen erfolgreichen Saisonverlauf machen, muss vor allem die Defense deutlich weniger Punkte zulassen.

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    nkr