23.08.2026
Bills trauern mit Ed Oliver
Ed Oliver trauert um seinen zweijährigen Sohn. Dass der schwere Verlust gegen den Willen der Familie öffentlich wurde, sorgt bei Bills-Quarterback Josh Allen für Wut.

Bei den Buffalo Bills ist der Sport vorerst in den Hintergrund gerückt. Defensive Tackle Ed Oliver trauert um seinen zweijährigen Sohn, der Ende Juni ums Leben kam. Die Nachricht wurde am Freitag öffentlich, noch bevor Oliver oder die Bills selbst bereit waren, den Verlust bekanntzugeben.
Quarterback Josh Allen zeigte sich nach dem Preseason-Spiel gegen die Cleveland Browns nun tief betroffen - und kritisierte zugleich deutlich, wie die private Tragödie an die Öffentlichkeit gelangt war.
"Die Art und Weise, wie es öffentlich wurde, macht mich gleichzeitig sehr, sehr traurig und wütend", sagte Allen laut Matt Parrino von der US-News-Seite NewYorkUpstate. "Es ist natürlich unfassbar tragisch, was passiert ist. Als sein Teamkollege und als jemand aus dieser Kabine können wir nur für ihn da sein."
Innerhalb der Mannschaft war der Verlust teilweise bereits bekannt. Die Bills entschieden sich jedoch bewusst dafür, Olivers Privatsphäre zu respektieren und ihm selbst die Entscheidung über den Umgang mit der Tragödie zu überlassen.
"Wir haben ihm seinen Raum und seine Zeit gegeben, waren aber gleichzeitig für ihn da", erklärte Allen. "Wir wollten nichts wieder aufreißen. Manchmal reicht es, wenn die Jungs bei ihm sind, ihm eine Hand auflegen und nicht viel sagen müssen - außer: 'Ich stehe hinter dir.'"
Besonders als Vater falle es ihm schwer, sich mit Olivers Situation auseinanderzusetzen. "Es ist kaum zu begreifen, dass ein Teamkollege so etwas durchmachen muss", sagte Allen. "Wenn man selbst Kinder hat, versteht man, wie sich das anfühlen könnte. Man möchte sich niemals in dieser Situation befinden. Er ist ein starker Mann."
General Manager Brandon Beane sprach Oliver und seiner Familie im Namen der gesamten Organisation sein Mitgefühl aus.
"Es ist eine unvorstellbare Tragödie für alle Eltern", erklärte Beane. "Wir werden Ed und seine Familie weiterhin unterstützen, während wir gemeinsam um diesen tragischen Verlust trauern."
Oliver und seine Familie baten um Privatsphäre und Gebete. Auch zahlreiche Personen, die bereits zuvor von dem Todesfall wussten, hatten deshalb zunächst auf eine Veröffentlichung verzichtet. Dass diese Entscheidung letztlich nicht von Oliver selbst getroffen werden konnte, löste bei Allen große Enttäuschung aus.
mhh