31.08.2025
Wilddogs sicher dabei
Zwei Spieltage vor Schluss ist das Duell um die Playoff-Plätze in die heiße Phase gegangen. Die Pforzheim Wilddogs verlieren dramatisch, während die Berlin Rebels und New Yorker Lions Braunschweig wichtige Siege feiern.

In der German Football League deutet alles auf den ultimativen Showdown am letzten Spieltag hin. An diesem Wochenende gab es im heißen Kampf um die Playoffs einige Veränderungen.
Dabei haben die Pforzheim Wilddogs eine bessere Ausgangssituation verpasst. Im letzten Saisonspiel verloren sie in der heimischen Kramski-Arena knapp mit 20:21 (14:14) gegen die Saarland Hurricanes. Head Coach Michael Lang war dennoch alles andere als unglücklich. "Wir hatten das Ziel Playoffs, alle haben uns belächelt, aber wir haben es geschafft. Ich bin stolz auf das Team und die ganze Organisation, die alles gegeben haben, um diese Saison zum Erfolg zu bringen", sagte er in einer Mitteilung des Vereins.
Dabei sah er von Beginn an ein umkämpftes Duell. Die Hurricanes um Quarterback Walter Kuhlenkamp kamen gleich in Fahrt und sorgten im ersten Drive der Partie für die 8:0-Führung. Doch die Wilddogs sorgten in Person von Wide Receiver Alec Tatum für den 7:8-Anschluss. Die Gäste legten im zweiten Viertel nach, Wide Receiver Spencer Corona, der insgesamt auf 133 Receiving Yards kam, fing den nächsten Touchdown, allerdings misslang der Extrapunkt. Kurz vor der Halbzeit war es dann Wilddogs-Verteidiger Jacob Morgan, der mit einem Pick Six für den 14:14-Ausgleich sorgte.
In Halbzeit zwei konnte kein Team dann so wirklich Akzente setzen. Zwar jubelten die Pforzheimer nach einem Touchdown von Tatum kurzzeitig, allerdings wurde der Call wegen einer Illegal-Shift-Strafe zurückgenommen. Besser machten es die Hurricanes Mitte des letzten Viertels, Kuhlemkamp bediente erneut Corona.
Doch die Hausherren schlugen zurück: Tatum fing eine Minute vor Schluss den Ball in der Endzone, der anschließende Extrapunkt wurde aber von Jaren Banks geblockt. Zwar kamen die Wilddogs mit 32 Sekunden Restspielzeit nochmal in Ballbesitz, doch im ersten Play schlug Defensive Back Leon Schwarz den Ball aus den Händen von Tatum und besiegelte somit den Auswärtssieg.
Damit erhalten die Hurricanes ihre geringen Playoff-Hoffnungen am Leben, während die Wilddogs mit einem Record von 6-6 bereits sicher in der Postseason. Derzeit stehen sie auf Platz vier in der Süd-Staffel und müssen nun auf die anderen Ergebnisse warten, ob es vielleicht noch einen Platz nach oben geht.
Unterstützung hat der GFL-Aufsteiger von den Berlin Rebels bekommen. Das Hauptstadtteam gewann mit 28:10 gegen die Munich Cowboys, die damit auf Rang drei abgerutscht sind. Das nutzten hingegen die Schwäbisch Hall Unicorns, durch ihren klaren 45:21-Erfolg gegen die Straubing Spiders haben sie gute Chancen, im Playoff-Viertelfinale ein Heimspiel zu absolvieren.
Derweil haben die New Yorker Lions Braunschweig ihre Playoff-Hoffnungen am Leben gehalten. Im Niedersachsen-Derby bei den Hildesheim Invaders siegte der deutsche Rekordmeister mit 34:10. Eine starke Leistung zeigte dabei Wide Receiver Michael Breuler, der US-Amerikaner fing 11 Bälle für 217 Yards und zwei Touchdowns. Als Fünfter müssen sie nun auf einen Ausrutscher der Kiel Baltic Hurricanes hoffen.
smu