17.05.2026
Routinier geht ins 22. NFL-Jahr
Einmal mehr hatte sich Aaron Rodgers Zeit gelassen. Am Samstagabend (Ortszeit) ist aber durchgesickert, dass der inzwischen 42-jährige Quarterback noch immer nicht genug hat - und ein weiteres Jahr für die Pittsburgh Steelers aufläuft.

Steelers-Verbleib? Karriereende? Eine Verkündung live beim NFL Draft? Ein Engagement bei den Arizona Cardinals? Wie bereits im vergangenen Jahr nach damaligem Dunkelkammer-Aufenthalt hatte sich rund um Aaron Rodgers ein Poker entsponnen - garniert mit so einigen Gerüchten. Endgültige Klarheit war somit über viele Wochen nicht in Sicht.
Nun aber steht fest: Der frühere Spielmacher der Green Bay Packers (2005 bis 2022) und New York Jets (2023 bis 2024) wird zum zweiten Mal in Folge in Pittsburgh den Rasen betreten.
Laut ESPN-Experte Adam Schefter wird der 42-jährige Oldie einen Einjahresvertrag in der "Steel City" unterzeichnen, damit in seine bereits 22. NFL-Spielzeit gehen und zwischen 22 sowie 23 Millionen US-Dollar Basisgehalt beziehen. Weitere Extramillionen sind laut der Quellen als Boni drin.
Das Besondere: Auf seiner Mission, das stolze Franchise aus Pennsylvania (sechs Super Bowl-Siege) wie in der vergangenen Regular Season in die Playoffs zu führen und dort im besten Fall einen tieferen Lauf zu starten (6:30 in der Wild Card Round gegen die Houston Texans), gesellt sich Rodgers an die Seite eines alten Bekannten.
Schließlich gehen die Steelers nach vielen Jahren unter Mike Tomlin (54), der zwischen 2007 und 2025 verantwortlich gezeichnet und nie (!) eine negative Saisonbilanz vorzuweisen hatte, mit einem neuen Head Coach an den Start - mit Mike McCarthy. Und mit dem inzwischen 62-Jährigen hatte der Quarterback bereits in Green Bay erfolgreich zusammengearbeitet sowie zum Abschluss der Spielzeit 2010/11 den Super Bowl gewonnen (31:25 gegen Pittsburgh).
Obwohl sich McCarthy und Rodgers damals kurz vor der Entlassung des damaligen Packers-Trainers Ende 2018 nicht mehr verstanden haben sollen, stehe nichts zwischen der Beziehung der beiden.
Im Gegenteil: McCarthy selbst hat zuletzt bei Nachfragen bezüglich einer weiteren Zusammenarbeit mit "A-Rod" immer wieder positiv gesprochen. Regelmäßig habe er sich mit dem Spielmacher ausgetauscht - und: "Die Gespräche waren so, wie sie immer sind. Es ging um das Leben, um Football und darum, was im Team passiert. Er ist wirklich voll und ganz bei der Sache." Es wäre laut seiner Meinung "fantastisch", wenn es nach bereits 13 gemeinsamen Jahren in Green Bay erneut zu einer Zusammenarbeit komme - dieses Mal eben im Gewand der Steelers.
Genau dazu kommt es nun, was sich jüngst beim Besuch Rodgers' vor Ort bei den Steelers immer verstärkter angedeutet hat. Bereits ab Montag soll der Quarterback auch mit dem Team trainieren, um sich bestmöglich auf die Saison und die neuen Vorstellungen unter Head Coach McCarthy (Dallas Cowboys zuletzt) vorzubereiten. Inwiefern und ob überhaupt er dann ab Week 1 seine Zahlen aus der vergangenen Spielzeit (65,7 Prozent Passquote, 3322 Passing Yards, 24 Touchdowns, sieben Interceptions) wird toppen können, muss sich dann zeigen.
mag