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    NFL

    25.02.2026

    NFL Franchise in Deutschland als große Vision

    Lions und St.Brown in München: Laut Goodell "eine im Himmel geschlossene Ehe"

    Deutschland rückt immer stärker in den Fokus der NFL. In einem Podcast von Amon-Ra und Equanimeous St. Brown spricht Commissioner Roger Goodell offen über die internationale Zukunft der Liga, emotionale Momente in München und die strategische Bedeutung des deutschen Marktes. Dabei deutet er an, dass die globale Expansion weit über einzelne Auslandsspiele hinausgehen könnte.

    Detroit Lions Wide Receiver Amon-Ra St. Brown (14) feiert seinen Touchdown in der ersten Halbzeit eines NFL-American-Football-Spiels zwischen den Tampa Bay Buccaneers und den Detroit Lions in Detroit.
    Amon-Ra St. Brown und Roger Goodell im Gespräch über das München-Spiel 2026 und die internationale Zukunft der NFL. IMAGO/NurPhoto

    Die NFL denkt größer. Nicht in einzelnen Auslandsspielen, sondern in globalen Strukturen. Im Podcast der St.Brown-Brüder gibt Commissioner Roger Goodell selten tiefe Einblicke in die internationale Strategie der Liga - und macht deutlich: Deutschland ist längst mehr als nur ein attraktiver Gastgeber.

    Von International Games zur globalen Liga

    Goodell beschreibt die internationale Entwicklung als eines der Projekte, die ihn am meisten begeistern. Sein Ziel sei es, die NFL auf eine wirklich globale Bühne zu führen. Die Ausweitung der International Games von sieben auf neun Spiele - perspektivisch sogar auf 16 - sei dabei nur ein Zwischenschritt.

    Entscheidend sei jedoch nicht die bloße Anzahl der Spiele, sondern das Fundament dahinter. Man müsse zunächst prüfen, ob sich ein tragfähiges wirtschaftliches Modell aufbauen lasse, bevor man den nächsten Schritt gehe. Dieser nächste Schritt ist längst kein Tabu mehr: Eine Franchise im Ausland hält Goodell ausdrücklich für möglich. Ob ein Team außerhalb der USA funktionieren könne? "Absolut", sagt er - und ergänzt, die Möglichkeit, irgendwann ein Team im Ausland hinzuzufügen, sei "definitiv" gegeben.

    London und Deutschland mit München, Frankfurt und Berlin bezeichnet er als "unglaublich starke" Märkte. Theoretisch könne man sich sogar mehrere Teams in einem dieser Standorte vorstellen - etwa innerhalb einer eigenen Division.

    München: "Einer der größten Momente meiner Karriere"

    Besonders persönlich wird Goodell, als er über das erste NFL-Spiel in Deutschland spricht: "Einer der größten Momente, an den ich mich in meinen 45 Jahren in der NFL erinnern werde, war, als wir zum ersten Mal in Deutschland gespielt haben." Als in München die Flaggen einliefen und die Nationalhymne erklang, habe er deutsche Fans mit Tränen in den Augen gesehen. Das habe ihn tief bewegt.

    Auch die Atmosphäre nach dem Spiel blieb ihm im Gedächtnis: Die Fans hätten noch 20 Minuten "Sweet Caroline" gesungen. Selbst Tom Brady habe später gesagt, es sei "einer der größten Momente" gewesen, die er in der NFL erlebt habe.

    Für Goodell sind diese Spiele mehr als sportliche Events. Football bringe Menschen zusammen, betont er - in gewisser Weise sei der Sport sogar ein diplomatisches Instrument. Internationale Spiele eröffneten kulturelle Begegnungen und hätten zugleich wirtschaftliche Bedeutung.

    Lions in München - "eine im Himmel geschlossene Ehe"

    Dass 2026 ausgerechnet die Detroit Lions in München antreten, sei kein Zufall. Goodell verweist auf Amon Ra St.Brown als Ursache: "Wegen eurer Popularität, wegen eurer Unterstützung in Deutschland - die Lions haben dort eine enorme Anhängerschaft."

    Er beschreibt die Ansetzung als "eine im Himmel geschlossene Ehe". Grundlage seien nicht nur Emotionen, sondern Daten, Marktanalysen und das Rotationssystem der Liga, bei dem jedes Team im Schnitt alle acht Jahre ein Heimspiel für ein internationales Spiel abgibt.

    Für die Lions gehe es um Stolz und Repräsentation: Man trete auf der internationalen Bühne auf und vertrete seine Community. Gleichzeitig würden die Fans in München mehr über Detroit erfahren - ein gegenseitiger Austausch: "Die Fans in München werden viel mehr über Detroit lernen."

    Amon-Ra St. Brown: Ein Traum wird Realität

    Für Amon-Ra St. Brown bekommt das Spiel eine persönliche Dimension: "Seitdem ich in die Liga gekommen bin, war es mein Traum, einmal im Heimatland meiner Mutter, Deutschland, zu spielen." Er freue sich darauf, vor den "unglaublichen Fans" aufzulaufen, die er durch Besuche und Football-Camps kennengelernt habe. Die Unterstützung der deutschen Fans und ihre Verbundenheit mit den Lions seien inspirierend.

    Vor dem Super Bowl hatte er noch scherzhaft gesagt, seine Mutter werde wohl 60 Tickets brauchen, sollte er jemals in Deutschland spielen. Nun wird aus dieser Vorstellung Realität: "Ich kann es kaum erwarten, vor den unglaublichen Fans zu spielen … Ihre Unterstützung und die große Verbundenheit der deutschen Fans mit den Lions ist inspirierend."

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