06.09.2026
Deutliche Klatsche
Deutlicher hätte die Lane-Kiffin-Ära bei LSU kaum beginnen können. Die Tigers haben Clemson zum Saisonauftakt mit 51:10 aus dem eigenen Death Valley geschossen und bereits im ersten Spiel unter ihrem neuen Head Coach ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt.

Für Clemson wurde der Abend dagegen zum Debakel. Die Mannschaft von Dabo Swinney war offensiv nahezu komplett abgemeldet und kassierte die höchste Niederlage seit Beginn seiner Amtszeit. Quarterback Sam Leavitt und eine dominante LSU-Defense sorgten bereits vor der Halbzeit für klare Verhältnisse.
Dabei begann das Debüt von Leavitt alles andere als optimal. Bereits sein zweiter Pass wurde abgefangen und Clemson nutzte den Turnover zumindest zu einem Field Goal.
Danach übernahm LSU allerdings vollständig die Kontrolle. Dilin Jones brachte die Gastgeber per Rushing Touchdown in Führung, ehe Linebacker Jordan Ross einen Pass von Clemson-Quarterback Christopher Vizzina abfing und die Interception über 30 Yards zum Pick Six zurücktrug.
Besonders am Boden konnte Clemson LSU anschließend kaum stoppen. Leavitt selbst erzielte noch vor der Pause zwei Rushing Touchdowns und hatte nach zwei Vierteln bereits 100 Yards erlaufen.Mit einer 31:3-Führung ging LSU schließlich in die Kabine.
Trotz der deutlichen Führung war Kiffin zur Halbzeit nicht vollständig zufrieden. Der neue Head Coach erklärte, sein Team müsse nach der Pause noch besser spielen.
Für einen Seitenhieb reichte die gute Laune dennoch. LSU hatte nach dem juristischen Streit mit NCAA und SEC darauf verzichtet, die ehemaligen NFL-Spieler Dae'Quan Wright und Zxavian Harris gegen Clemson einzusetzen.
Mit Blick auf die deutliche Halbzeitführung scherzte Kiffin deshalb: "Stellt euch vor, wir hätten Profispieler." Der Satz passte zu einer Woche, in der bei LSU abseits des Feldes fast mehr diskutiert worden war als über das eigentliche Saisonspiel.
Auf dem Feld benötigte LSU allerdings keinerlei zusätzliche Verstärkung. Besonders die Defense dominierte Clemson nahezu nach Belieben.
Zur Halbzeit hatte LSU seinen Gegner mit 336:54 Yards ausgestochen. Clemson stand zu diesem Zeitpunkt sogar bei minus vier Rushing Yards. Swinney reagierte noch vor der Pause und ersetzte Vizzina durch Freshman Tait Reynolds. Eine wirkliche Verbesserung brachte der Quarterback-Wechsel nicht.
"Wir müssen irgendetwas in Gang bekommen. Wir waren offensiv wirklich schlecht", erklärte Swinney zu seiner Entscheidung. Auch nach der Pause änderte sich wenig. Nach drei Vierteln führte LSU bereits 44:3 und hatte Clemson zu diesem Zeitpunkt mit 507:73 Total Yards dominiert.
Am Ende stand ein 51:10, das für beide Programme kaum unterschiedlicher einzuordnen sein könnte. Clemson erzielte seinen einzigen Touchdown erst spät im vierten Viertel gegen die Backups von LSU.
Für Swinney bedeutet das Ergebnis die höchste Niederlage seiner bisherigen Zeit als Head Coach der Tigers. Gleichzeitig verlor Clemson erstmals seit dem Jahr 2000 wieder mit mindestens 41 Punkten Differenz.
Besonders problematisch ist dabei nicht nur das Resultat. Clemson muss nach dem Auftakt auch die Quarterback-Frage zwischen Vizzina und Reynolds beantworten, während die neu zusammengestellte Offensive Line gegen LSUs Front erhebliche Probleme offenbarte.
nkr