07.09.2026
Klatsche in San Francisco
Nur wenige Monate nach der Niederlage im Super Bowl LX bekommen die New England Patriots die Gelegenheit zur Revanche. Zum Start der neuen NFL-Saison trifft New England erneut auf die Seattle Seahawks - und Offensive Coordinator Josh McDaniels weiß genau, was diesmal anders laufen muss.

Beim 13:29 im Februar hatte die Seahawks-Defense vor allem Drake Maye vor enorme Probleme gestellt. Sechsmal wurde der Quarterback zu Boden gebracht. McDaniels nimmt die Verantwortung für den schwachen Auftritt seiner Offense auf sich.
"Ich habe keinen guten genug Job gemacht. Zeigt mit dem Finger auf mich. Sie waren uns in diesem Spiel in allem überlegen", erklärte McDaniels vor dem erneuten Duell.
Die Patriots hätten aus der Niederlage allerdings ihre Lehren gezogen. Gleichzeitig erwartet McDaniels nicht, dass sich der Super Bowl einfach wiederholt. "Ich glaube, dass es ein anderes Spiel wird. Es ist ein neues Jahr. Wir haben einige andere Spieler, sie haben einige neue Spieler", sagte der Offensive Coordinator. Seattle habe im Super Bowl einige Schwachstellen gefunden, die New England diesmal besser verteidigen müsse.
Eine der größten Baustellen im Super Bowl war die Protection für Maye. Die Patriots gingen damals mit den beiden Rookies Will Campbell und Jared Wilson auf der linken Seite der Offensive Line ins Spiel.
Beide gehören auch 2026 weiterhin zu den Startern. Wilson wechselt allerdings auf seine angestammte Center-Position. Zwischen ihm und Campbell startet der ehemalige Jets-First-Round-Pick Alijah Vera-Tucker auf Left Guard.
Die rechte Seite bleibt mit Mike Onwenu und Morgan Moses dagegen unverändert. Besonders Campbell steht nach seinen Problemen während der vergangenen Playoffs im Fokus. McDaniels zeigte sich mit der Entwicklung des Left Tackles zufrieden.
"Er hatte eine wirklich gute Einstellung und war voll fokussiert", sagte McDaniels. Campbell habe sowohl im Frühjahr als auch während des Training Camps gezielt an den Bereichen gearbeitet, in denen er sich verbessern müsse.
Eine weitere Herausforderung ist die fehlende aktuelle Spielpraxis der Starter. Maye und die Patriots-Starter kamen während der Preseason nicht zum Einsatz. Gleiches gilt auf der anderen Seite für Seahawks-Quarterback Sam Darnold und einen Großteil der Seattle-Starter.
Für McDaniels macht genau das einen Saisonauftakt besonders schwer vorhersehbar. "Der erste Spieltag unterscheidet sich komplett von jeder anderen Woche der Saison", erklärte er. "Sie werden uns im ersten Viertel einige Dinge zeigen, die wir vielleicht noch nicht kennen."
New England muss deshalb während der Partie schnell auf mögliche Veränderungen der Seahawks reagieren.
nkr