10.03.2026
Quarterbacks an der Spitze
Enorm viel Geld strömt jede Saison durch die National Football League. Hohe Summen werden von Agenten aufgerufen, vieles davon mündet in den Gehältern der Spieler. Doch ausgerechnet diese sind nicht immer ausgeglichen.

Jährlich steigen die Summen, die für die Gehälter verwendet werden dürfen, an. Die Gehaltsobergrenze, der sogenannte Salary Cap, betrug in der vergangenen Saison rund 297,2 Millionen US-Dollar. Über diese Summe verfügt jedes der 32 Franchises. Damit nimmt die NFL alleine für Gehälter circa 8,9 Milliarden US-Dollar in die Hand.
Mit jedem Jahr, in dem der Salary Cap ansteigt, erhöht sich auch der Durchschnittsgehalt. In der letzten Spielzeit wurde die Gehaltsobergrenze um 22 Millionen US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Damit befindet sich das Durchschnittsgehalt momentan zwischen 3,2 und 5,2 Millionen US-Dollar.
Dabei handelt es sich um ungefähre Werte. Das durchschnittliche Gehalt kann schwer bestimmt werden, da unterschiedliche Faktoren die Summe beeinflussen.
Es gibt im NFL-Kosmos viele Aspekte, die das Endgehalt beeinflussen können. Allen voran ist dabei die Position des Spielers. Es macht einen erheblichen Unterschied, ob ein Profi der Quarterback eines Teams oder der Kicker ist. Zur Einordnung: Der bestbezahlteste Spieler der NFL auf das Jahr gerechnet, war in der vergangenen Spielzeit Dak Prescott, Quarterback der Dallas Cowboys. Dieser erhält pro Jahr 60 Millionen US-Dollar reines Gehalt.
Die Top 10-Liste der Profis mit dem meisten Jahresgehalt wird ausschließlich von Quarterbacks gefüllt. Erst auf Rang 12 ist ein Spieler zu finden, der nicht auf der Position des Quarterbacks spielt. Dort rangiert Micah Parsons, Linebacker der Green Bay Packers, mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 46,5 Millionen US-Dollar. Der bestbezahlte Kicker ist indessen Harrison Butker von den Kansas City Chiefs mit 6,4 Millionen US-Dollar. Damit verdient Butker gerade einmal ein Zehntel von Prescott. Mit Extrazahlungen hinzugerechnet gehört der bestdotierte Vertrag keinem geringeren als Patrick Mahomes.

Für Rookie-Spieler gibt es ebenfalls einige Unterschiede. Dabei hangeln sich Teams und die Liga an der Position des Picks entlang. Die "Rookie Wage Scale" wurde 2011 eingeführt. Der erste Pick bekommt um die 8,9 Millionen US-Dollar. Der Rest gestaltet sich dann dementsprechend absteigend. Die letzten zehn Picks bekommen allesamt ca. 865.000 US-Dollar. Der Grund: Junge Talente, die noch keinen Snap in der NFL getätigt haben, sollen noch keine Mega-Verträge bekommen.
Die NFL-Spielergewerkschaft NFLPA hat ebenfalls ein Mindestgehalt festgelegt, das jeder Rookie erhalten muss. Dieses richtet sich vor allem an Spieler, die ungedraftet bleiben und beträgt durchschnittlich 840.000 US-Dollar. Das Mindestgehalt für einen erfahrenen Spieler stieg in der Zwischenzeit derweil auf rund 1,25 Millionen US-Dollar an.
Ein weiterer Aspekt ist, dass nicht alle Franchises ihr Geld bis auf den letzten Cent in ihre Spieler investieren. Auch das macht das Errechnen eines Durchschnittsgehalt kompliziert. Beim Gehalt der NFL-Profis spielen also einige Faktoren mit rein. Insbesondere die Position spielt eine ausschlaggebende Rolle. Star-Spieler werden besser bezahlt als andere Profis und auch die Draft-Reihenfolge ist ausschlaggebend, wie voll das Bankkonto eines NFL-Athleten wirklich ist.
lgr