21.04.2026
NFL-Kolumne von Adrian Franke
Es ist endlich Draft-Woche in der NFL! In der Nacht von Donnerstag auf Freitag beginnt der Draft 2026 mit der ersten Runde, dann verraten uns Teams, was sie wirklich von dieser Klasse halten. Exklusiv im kicker gibt es von Adrian Franke den Zwei-Runden-Mock-Draft mit seinen Prognosen für die ersten beiden Runden des diesjährigen Drafts.

Der einfachste Pick für jeden Mock Draft dieses Jahr. Seit Wochen, wenn nicht seit Monaten, ist es ein offenes Geheimnis, dass die Raiders Mendoza picken werden. Der beste Quarterback der Klasse und der einzige Quarterback, der innerhalb der Top 20 vom Board gehen sollte, soll in Las Vegas zunächst hinter Kirk Cousins und unter dem neuen Head Coach Klint Kubiak behutsam herangeführt werden.
Die große Frage bei den Jets lautet: Glaubt man den großen, übergreifend berichtenden Insidern? Oder eher den lokalen Jets-Experten? Letztere bleiben nämlich zu großen Teilen auch weiterhin in ihrer Prognose bei Arvell Reese, während sich die Diskussion bei den größeren Draft-Experten über die letzten zwei Wochen mehr und mehr Richtung David Bailey verschoben hat.
Das sportliche Argument geht dabei so: Reese hat noch mehr Potenzial, könnte aber für manche Teams auch noch mehr als ein größeres Projekt angesehen werden. Das erfordert Zeit für die Entwicklung - Zeit, die man in New York womöglich nicht hat. Bailey ist eine vergleichsweise einfache Analyse, ein explosiver Speed-Pass-Rusher, der in dieser Rolle auch direkt einen Platz finden sollte.
Ich denke, dass das immer eher ein konstruiertes Narrativ war. Reese hat signifikant mehr Potenzial und die Jets haben Starter, neben und hinter denen Reese herangeführt werden kann.
+++Mock-Trade: Die Saints traden mit den Cardinals und kommen von 8 auf 3+++
Der Preis: Die Picks 8, 73, 150 und ein Drittrunden-Pick 2027 gegen Pick 3
Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Cardinals diesen Pick gerne traden würden. Arizona ist auf der Suche nach einem Starting Right Tackle, was der Draft in dieser Höhe aber nicht zu bieten hat. Ein Downtrade, etwa auf Pick 8, Pick 9 oder Pick 12, dürfte wohl das bevorzugte Szenario aus Cardinals-Sicht sein, für das man in Arizona vielleicht sogar bereit sein könnte, einem günstigeren Preis zuzustimmen.
Passiert das nicht, sollte Arizona nicht Need (Right Tackle) über Spielerqualität (Reese/Bailey/Bain) priorisieren.
Vielleicht ist der Dexter-Lawrence-Trade und die damit verbundene Tatsache, dass die Giants plötzlich doppelt vor den Cowboys picken, genug Anreiz für Dallas, um den aggressiven Move von 12 auf 3 zu machen. Vielleicht ist das aber auch einfach nicht der Draft für einen solchen Sprung.
Von 8 auf 3 wäre da deutlich günstiger, und würde Arizona immer noch in klarer Range für einen der ersten Tackle vom Board halten. Die Saints auf der anderen Seite würden eine ihrer größten Baustellen adressieren und New Orleans hatte noch nie Angst davor, aggressive Moves im Draft zu machen.
Ist Bailey das Prospect, für das man ein solches Investment eingeht? Darüber kann man diskutieren. Er ist in jedem Fall ein sofortiger Impact-Pass-Rusher. Und man kann es noch deutlich leichter verkaufen, wenn Arizona einem vergleichsweise günstigen Preis zustimmt.
Sollten Reese und Bailey vom Board sein, ist meine Vermutung, dass sich dieser Pick zwischen zwei Spielern entscheidet: Running Back Jeremiyah Love und Linebacker Sonny Styles.
Ersterer wäre der Pick, um der Offense eine Identität zu geben. Um Jahr 2 für Quarterback Cam Ward zu erleichtern und um idealerweise Wege zu finden, wie man den Floor der Offense stabilisieren kann. Etwas, das Saleh während seiner Zeit als Head Coach der Jets nicht gelang. Ein wichtiger Punkt, schließlich hat Saleh seinen Job in New York maßgeblich deshalb verloren.
Styles auf der anderen Seite könnte ein Schlüsselspieler für Salehs Defense sein. Es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich vorzustellen, dass Saleh in Styles seine Titans-Version von Fred Warner sieht; ein Spieler, der für ihn während seiner Zeit in San Francisco so essenziell war. Mit seiner Reichweite und seiner Athletik kann Styles eine Defense auf eine Art und Weise transformieren, wie ich es über nicht viele Spieler in dieser Klasse sagen würde.
Lange war Jeremiyah Love hier der Favorit. Und während ich das nach wie vor nicht ausschließen will, hat sich die Gerüchtelage verändert und drei andere Spieler in den Fokus gerückt: Styles, Francis Mauigoa, bei dem jetzt viel davon abhängen wird, wie Teams seine Rückenproblematik einschätzen, und Caleb Downs.
Und bei Downs selbst hat sich das Blatt gewendet. Vor einigen Wochen noch schien es realistisch, dass er eher spät in der Top 10 und vielleicht sogar erst danach geht. Downs ist ein toller Spieler, aber dass ein guter Safety im Draft später geht als gedacht, das haben wir schon oft gesehen.
Mittlerweile wird er wieder deutlich höher gehandelt, mit den Giants als heißer Kandidat. Für den ersten Pick der John-Harbaugh-Ära könnte ein derart smarter, spielintelligenter und High-Floor-Spieler genau die richtige Wahl sein.
Am Ende lande ich aber bei dem Spieler, den ich am häufigsten zu den Giants gemocked habe. Sonny Styles hat mit das größte Potenzial in dieser Draft-Klasse und ist ein Spieler, der den Ton für die neue Harbaugh-Ära angeben kann.
Hier hat sich der Gerüchte-Wind klar gedreht. Von Monroe Freeling über Carnell Tate jetzt vermehrt hin zu Spencer Fano.
Vielleicht planen die Browns ihn sogar als Left Tackle ein, das hat Fano zu Beginn seiner College-Karriere gespielt, ehe er auf die rechte Seite wechselte. Und er soll in der Lage sein, Guard und sogar Center zu spielen, wenngleich das eine größere Projection ist.
Der Mangel an Länge und Power würde mir einige Bauchschmerzen bereiten. Doch in Cleveland, wo sich die Line langfristig ohnehin finden muss, wäre ein Spieler mit dieser Athletik und dieser Flexibilität eine nachvollziehbare Wahl.
+++Mock Trade: Die Jets traden mit den Commanders und kommen von 16 auf 7+++
Der Preis: Die Picks 16, 44 und 179 gegen Pick 7 und Pick 147
Hier führe ich zwei Gerüchte zusammen, die immer lauter werden: Die Commanders wollen runter traden - und die Jets sollen bereit sein, spezifisch für Tate von Pick 16 in die Top 10 hoch zu kommen.
Tate wäre die ideale Ergänzung für Garrett Wilson und würde den Jets ein sehr gutes Receiver-Duo geben, ganz egal, wer 2027 Quarterback in New York spielt. Mit Reese und Tate in Runde 1 hätten die Jets zwei ihrer größten Needs adressiert und wären vermutlich einverstanden damit, in diesem vergleichsweise schwächeren Draft dafür Tag-2-Munition aufzugeben.
Mauigoa hat derzeit in der Prognose eine sehr große Bandbreite. Die beginnt mit Pick 3 und den Cardinals. Die Giants mit Pick 5 sind eine reelle Option. Miami mit Pick 11 ebenfalls.
Gleichzeitig schwingen zwei relevante Fragen bei ihm mit: Mauigoa könnte für manche Teams auf dem nächsten Level eher ein Guard sein, weil er nicht die ideale Quickness, Athletik und Range hat, um auf Tackle standzuhalten.
Und dann gibt es da noch das Thema mit dem Rücken. Mauigoa stimmte einem zweiten Medizincheck zu, es ist Berichten zufolge nicht auszuschließen, dass er hier irgendwann einen Eingriff benötigt, der eine mehrmonatige Pause nach sich ziehen würde. Das erlaubt viele Varianten in seiner Prognose.
Und: Mauigoa war vergangene Woche im Rahmen eines Top-30-Visits in Arizona. Hat das den Cardinals genügend Infos gegeben, um diesen Pick zu machen? Meine Prognose ist: Ja. Aber nicht an Nummer 3 Overall.
Es halten sich noch einige Gerüchte über einen möglichen Chiefs-Trade auf 3, aber aus zwei Gründen nehme ich davon zunehmend Abstand: Zum einen dementieren nahezu alle Team-nahen Quellen einen solchen Move. Und zum anderen fällt das Board für die Chiefs meist so, dass Bain oder Downs oder Top-Corner Mansoor Delane noch da ist. Oder auch alle drei, so wie hier.
Dann wäre es sehr spannend, zu sehen, wen Kansas City priorisieren würde. Bei Downs halten sich die Gerüchte, dass er Top 10 geht, während bei Bain die Kurve eher nach unten zeigt. NFL-Coaches werden Downs ohne Frage sehr hoch auf ihren Boards haben, und in Steve Spagnuolos Defense könnte er ein absoluter Schlüsselspieler werden.
Styles, Downs, ein Receiver oder ein Offensive Lineman, das dürfte die Auswahl für die Giants mit den beiden Top-10-Picks sein. Vielleicht traden sie jetzt sogar hoch, um sich etwa Styles und Tate zu sichern.
Zwei Punkte sprechen dagegen: Die Giants haben keinen Pick in Runde 3, zwischen Pick 37 und Pick 105 ist New York nicht an der Reihe. Es würde mich wundern, wenn sie dann noch 37 weg traden würden, um etwa auf 6 zu springen.
Und dann muss man sich natürlich bewusst machen, wer hier die Picks macht. Und nicht, dass Harbaugh bei den Ravens keine Receiver hoch ausgewählt hätte, aber ich vermute, dass er Wert auf Physis und auf die Trenches legt. Ioane würde genau das ausdrücken, und er gemeinsam mit Sonny Styles als die ersten beiden Picks des neuen Regimes würden auch eine Idee davon vermitteln, was die Giants unter Harbaugh sein sollen.
In einem idealen Szenario hoffen die Dolphins vermutlich darauf, dass Fano oder Mauigoa bis zu ihnen fällt. Oder dass alternativ Caleb Downs noch zu haben ist. Hier ist all das nicht der Fall, Delane ist aber kein schlechter Trostpreis: Der beste Corner im Draft und ein potenzieller Nummer-1-Corner auch auf dem nächsten Level. Daran sollte der neue Head Coach und langjährige Defensive Backs Coach Jeff Hafley seine Freude haben.
Vielleicht wird es der aggressive Move hoch für die Cowboys. Es ist aber gut möglich, dass das Dallas letztlich zu teuer sein wird. Thieneman soll bei manchen NFL-Teams gleichauf mit oder sogar vor Caleb Downs sein, zumindest athletisch und was seine Reichweite auf dem Platz angeht, hat Thieneman mehr Möglichkeiten. Das würde auch die Cowboys-Defense weiter stabilisieren.
Die Rams haben aktuell zwischen Pick 61 und Pick 207 nur einen einzigen Pick: Nummer 93 Ende Runde 3. Kein Pick in Runde 4, keiner in Runde 5 und das ist der Bereich des Drafts, in dem die Rams normalerweise viel Munition sammeln und wo sie regelmäßig Starter finden, was dann wiederum ihre aggressive Trade-Strategie ergänzt.
Den aggressiven Trade gab es in Person von Trent McDuffie bereits. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir in der ersten Runde den Versuch sehen, Mid-Round-Picks zu finden.
Passiert das nicht, ist meine Vermutung, dass sie Tyson höher auf ihrem Board haben als etwa Makai Lemon. Einfach weil Tyson in ihrer Offense in 2-Receiver-Sets perspektivisch - und sollte man Davante Adams früher als erhofft ersetzen müssen auch schon dieses Jahr - eine Outside-Rolle einnehmen könnte, was ich bei Lemon deutlich skeptischer sehe.
Bains Draft-Prognose hat sich über die letzten zwei Monate merklich verändert. Von einem vermeintlich sicheren Top-8-Pick sind wir mittlerweile eher in der Pick-8-bis-14-Range angekommen.
Baltimore hat hier gerade in Trey Hendrickson investiert, dennoch könnten die Ravens einen zweiten Starting-Edge gebrauchen. Dann hätte Baltimore mit Mike Green und Adisa Isaac dahinter eine starke Rotation. Und Bain ist als Run-Defender direkt der beste Verteidiger dieser Gruppe, hier würde er Hendrickson gut ergänzen.
Interior Offensive Line wäre die logische Alternative. Corner würde ich hier ebenfalls nicht ausschließen. Auch ein Playmaker, ob auf Receiver oder Tight End, sollte hier hoch auf der Liste sein. Je nachdem, wie das Board fällt, habe ich Kenyon Sadiq hier für die Ravens auf dem Zettel.
+++Mock Trade: Die Steelers traden mit den Buccaneers und kommen von 21 auf 15 +++
Der Preis: Die Picks 21, 85 und 161 gegen Pick 15
Die Bucs picken zwischen Pick 15 und 150 drei Mal - die Steelers sieben Mal. In dieser Draft-Klasse spezifisch sollten die Steelers dieses Draft-Kapital nutzen, wenn sie so die Chance auf eine höhere Kategorie auf ihrem Board haben.
Spätestens nach dem jüngsten Verletzungs-Update von Left Tackle Broderick Jones - infolge seiner Nackenverletzung aus der vergangenen Saison gab es einen Rückschlag und jetzt ist offen, ob Jones überhaupt für den Saisonstart bereit ist - muss man hier ernsthaft über einen Offensive Tackle nachdenken. Vielleicht sogar per Uptrade, um vor die Lions zu kommen.
Hier wird die Frage lauten, ob die Steelers im Notfall Dylan Cook als Backup, mutmaßlich gemeinsam mit einem Tag-2-Pick, ausreichend vertrauen, um den Pick trotzdem in den Nummer-3-Receiver zu investieren. Oder ob sie ihr massives Tag-2-Draft-Kapital in diesem eher schwachen Draft nutzen, um sich ihren Wunsch-Tackle zu sichern.
Das könnte Freeling sein, es könnte aber auch Proctor sein, der in NFL-Kreisen wohl hoch gehandelt wird, und der, wenn er in der NFL kein Left Tackle ist, für Pittsburgh auch Left Guard spielen könnte. Ebenfalls eine Baustelle bei den Steelers.
Für die Commanders ist das ein gutes Szenario. Ein Downtrade um Draft-Kapital einzusammeln, das Washington deutlich fehlt, um dann mit Lemon eine sehr gute Ergänzung für Terry McLaurin zu finden. Playmaker ist ein gravierender Need für Washington und Lemon würde sehr gut rein passen. Auch in die neue Offense, die Washington jetzt installiert.
Bei den Lions lande ich immer mehr bei einem von zwei Spielern: Kadyn Proctor oder Monroe Freeling.
Left Tackle ist eine klare Baustelle, Proctor ist vielleicht sogar ihre bevorzugte Wahl. Freeling wäre das noch klarere Left-Tackle-Prospect. Auch wenn er vermutlich etwas mehr Zeit braucht. Aber ein perspektivisches Tackle-Duo bestehend aus Freeling und Penei Sewell könnte das beste Tackle-Duo der Liga werden.
Abgesehen von Mendoza zu den Raiders dürfte Dillon Thieneman zu den Vikings die häufigste Mock-Draft-Kombination sein. Und es passt auch einfach zu gut: Safety ist ein klarer Need, Thieneman mit seiner Reichweite und seiner Flexibilität würde hervorragend in Brian Flores’ Defense passen.
Sollte Thieneman hier noch da sein, ist er vermutlich der Pick. Das ist hier aber nicht der Fall, und das macht den Pick für Minnesota tatsächlich schwierig. Sadiq aber gibt den Vikings ein vertikales Element über die Mitte, das auch gut zu Quarterback Kyler Murray passen sollte.

Ich mag einen Playmaker-Pick hier. Das könnte Sadiq sein, es könnte Omar Cooper sein, in jedem Fall ein Pass-Catcher, der die Mitte des Feldes bearbeiten kann und der Tetairoa McMillan ergänzt.
Concepcion passt ideal in diese Rolle. Ein exzellenter Route Runner, der jede Menge Speed und Agilität mitbringt, Returner spielen kann und den Panthers eine dynamische Waffe geben würde, wie sie Carolina aktuell nicht hat.
Defensive Back mit dem ersten und Edge Rusher mit dem zweiten Pick ist eine sehr wahrscheinliche Option für die Cowboys. Faulk soll hoch auf ihrem Radar sein, ein sehr junger, physisch sehr begabter Edge-Rusher, der direkt ein starker Run-Defender sein sollte, mit der Chance, sich als Pass-Rusher noch zu entwickeln.
Für die Bucs ist das ein sehr guter Verlauf. Der Trade runter gibt gutes Tag-2-Draftkapital, und Tampa Bay nimmt hier einen Spieler, der durchaus auch ihr Pick an 15 Overall sein könnte. Parker ist ein guter Allrounder mit guter Physis, einem klaren Pass-Rush-Profil und erfüllt für die Bucs einen deutlichen Need.
Sollten Tampa an 15 bleiben, halte ich alternativ Interior Offensive Line für gut denkbar. Ioane, falls er noch zu haben ist, oder alternativ Proctor, um ein Left-Guard-Upgrade für Ben Bredeson zu finden.
Schwieriger Pick, wenn Faulk und Parker direkt davor vom Board gehen. Vielleicht ist das dann sogar ein Trade-Spot, sollte jemand für einen Offensive Lineman hochgehen wollen.
Mesidor wird immer wieder mit den Chargers in Verbindung gebracht, ich bin sehr gespannt, wie die NFL ihn sieht. Ein technisch sehr reifer Defensive Lineman, der innen und außen spielen kann, aber auch ein altes Prospect, bei dem ich erst sehen will, ob er für eine Early-Down-Rolle in der NFL ausreichende Physis mitbringt.
Das wäre ein prototypischer Eagles-Pick. Ein Right Tackle mit riesigem Potenzial, der noch entwickelt werden muss, und den man pickt, mutmaßlich ein Jahr bevor Lane Johnson aufhört. Die Eagles investieren immer gerne in ihre Offensive Line, und bevorzugt ein Jahr im Voraus.
Sollten die Browns Denzel Boston oder Omar Cooper hoch genug auf ihrem Board haben, sollte einer der beiden der Pick sein. Wobei Cooper stilistisch gewisse Ähnlichkeiten mit den Rollen von Jerry Jeudy und Harold Fannin hätte.
Alternativ aber könnte hier auch der dritte Safety gehen. McNeil-Warren ist ein riesiges Safety-Prospect, und auch wenn er athletisch nicht auf dem Level ist, das Nick Emmanwori letztes Jahr hatte, halten sich Gerüchte über Runde 1 bei ihm hartnäckig. Und Safety ist ein großer Need in Cleveland.
Das ist ein ausgesprochen unangenehmes Board für die Bears. Weder T.J. Parker noch Keldric Faulk fallen zu ihnen, und auch alle drei Safeties sind bereits weg.
Vielleicht mögen sie hier noch einen weiteren Edge-Rusher wie Malachi Lawrence oder R Mason Thomas. Aber in dem Szenario ist vielleicht auch ein ganz anderer Weg realistisch: Die Bears haben in dieser Offseason häufiger darüber gesprochen, dass sie eine langfristige Left-Tackle-Lösung suchen. Und vielleicht kann Ozzy Trapilo das sein, wenn er dann von seiner Verletzung zurückkommt. Lomu hat deutlich mehr Upside und müsste trotz Trapilos Verletzung nicht direkt starten, sondern hinter Braxton Jones herangeführt werden.
Die Bills brauchen mehr Edge-Rush-Qualität und sie brauchen spezifisch mehr Speed. Greg Rousseau, Bradley Chubb, Michael Hoecht, das ist viel Physis und Power, aber wenig Pass-Rush-Explosivität. Genau das ist die Stärke von Malachi Lawrence. Lawrence muss als Run-Defender noch konstanter werden, aber als Nummer 3 in der Edge-Rotation der Bills hätte er eine Rolle. Und einen möglichen Impact gerade in den Playoffs.
Ich mag Denzel Boston an dieser Stelle sehr. Die Niners haben sich im Vorfeld des Drafts viel mit den Receivern beschäftigt und Boston würde als eine Art "Jauan Jennings 2.0" gut in die Offense passen. Nah an der Formation, ein physischer Blocker und ein guter Receiver über die Mitte des Feldes, der am Catch Point gewinnt.
Caleb Lomu, sollte der hier noch verfügbar sein, stellt ebenfalls eine realistische Option dar, als langfristiger Trent-Williams-Erbe, der gerade die erwartete Vertragsverlängerung erhalten hat.
+++Mock Trade: Cardinals traden mit den Texans und kommen von 34 auf 28+++
Der Preis: Die Picks 34 und 104 für 28
Realistisch denke ich, dass Arizona schlicht auf Pick 34 bleiben und Simpson dort picken könnte. Ein kleiner Uptrade dürfte aber sehr wahrscheinlich sein, auch um zu verhindern, dass jemand anderes vor sie springt.
Ich gehe fest davon aus, dass Arizona Ty Simpson draften wird. Wo genau, das bleibt abzuwarten. Jacoby Brissett und Gardner Minshew als Quarterback-Duo, zumal Brissett jüngst verlauten ließ, dass er mehr Geld will, ist keine realistische Grundlage. Simpsons Best Case mag ein Kirk-Cousins-Level-Quarterback sein, aber vermutlich würde der neue Head Coach Mike LaFleur das für seine Offense nehmen.
Ich glaube nicht daran, dass die Chiefs gewillt sind, mit Jaylon Moore als klarem Starting Right Tackle in die Saison zu gehen. Zusätzlich dazu, dass Josh Simmons in seiner ersten Saison so viele Spiele verpasst hat.
Zuletzt häuften sich auch die Gerüchte, wonach Andy Reid mehr in die Line investieren will. das wäre hier die Idee: Miller ist ein athletischer Right Tack mit einem hohen Floor, der direkt starten könnte.
Es wäre schon kurios, wenn die Dolphins nach einer langen Offseason mit viel Betonung auf die Lines auf beiden Seiten des Balls ohne Offensive oder Defensive Lineman aus der ersten Runde gehen würden. Gleichzeitig aber hat Miami in Jahr 1 eines kompletten Rebuilds so viele Baustellen, dass sie das Board spielen sollten. Und nicht an einer Strategie kleben dürfen.
Hier spielen sie das Board gut: Ein Nummer-1-Corner mit Delane und ein Receiver mit Cooper, der der de facto Nummer-1-Pass-Catcher für die Offense wäre. Und der in eine RPO-lastige Passing Offense sehr gut reinpassen würde.
Dieser Spot für die Patriots ist schwierig. Vielleicht mögen sie einen der Speed-Rusher (Howell, Thomas), das könnte die Wahl hier sein. Das Tackle-Board für einen perspektivischen Right Tackle ist leer gepflückt.
Bisontis wird regelmäßig als Erstrunden-Kandidat genannt und könnte Mike Onwenu eher früher als später ersetzen. Der beste Outside-Zone-Blocking-Guard in diesem Draft.
Edge oder Corner halte ich hier für am wahrscheinlichsten - wenn Seattle nicht runter traden kann, was die Seahawks angesichts ihrer lediglich vier Picks in diesem Draft sicher gerne machen würden.
Hier kommt niemand hoch, aber das Boad fällt gut: Chris Johnson ist eines der Top-Corner-Prospects in diesem Draft, ein unheimlich spielintelligenter Cornerback, der sehr gut in Mike Macdonalds Defense passen sollte.

Wir haben das Spiel mit Will Johnson letztes Jahr gesehen: Ein Cornerback mit exzellentem Tape, bei dem es medizinische Fragen insbesondere hinsichtlich der längerfristigen Prognose mit dem Knie gibt, der dann überraschend weit fällt. Es wäre nicht überraschend, wenn es McCoy ebenfalls passieren würde. Bleibt er fit, hätten die Jets mit Reese, Tate und McCoy potenziell drei Top-15-Talente dieser Klasse gedraftet.
Genau dieses Szenario ist der Grund dafür, dass ich mir Houston gut als Downtrade-Team vorstellen kann. Die Texans könnten hier den gleichen Spieler bekommen, den sie vielleicht auch mit Pick 28 genommen hätten.
Es ist gut möglich, dass der Defensive-Tackle-Run erst an Tag 2 beginnt. Dann dürften mehrere schnell vom Board gehen, Woods als Interior Pass-Rusher wäre eine hervorragende Ergänzung für Houston.
Nach dem Love-Pick zum Start gilt es jetzt, eine Offensive Line aufzubauen, hinter welcher der Running Back auch laufen kann. Das sehe ich nicht gegeben, wenn Cordell Volson als Starting-Guard eingeplant ist. Pregnon ist ein erfahrener, physischer Power-Blocker, der Räume für Love öffnen würde.
Die Raiders könnten hier in so viele Richtungen gehen. Receiver ist ein klarer Need, aber hier ist der qualitative Dropoff nach den ersten sechs Receivern enorm. Das sehe ich eher später. Corner und Safety könnte man hier adressieren.
Defensive Tackle aber ist eine noch größere Baustelle, und mit Banks ist ein Spieler mit enormem Potenzial noch auf dem Board.
Banks’ Highlights sind die eines Erstrunden-Spielers. Das Problem ist die Inkonstanz. Eine Fußverletzung prägte seine letzte College-Saison, beim Senior Bowl konnte er einen guten Eindruck hinterlassen. Banks ist ein großer Defensive Tackle mit überraschender Quickness, der ein echter Impact-Pass-Rusher werden kann. Wenn er all seine Qualitäten konstant auf den Platz bringt. Die Raiders brauchen dringend Impact-Pass-Rusher, und an diesem Spot hier wäre Banks für mich dann auch ein guter Value.
Der Dexter-Lawrence-Ersatz kommt in Runde 2 für die Giants. Und es ist nach Sonny Styles und Ola Ioane der nächste Pick, um dem Team ein physisches Power-Makeup zu verleihen. McDonald ist ein Nose Tackle mit jeder Menge Power, der als Run-Defender eine sofortige Hilfe sein sollte.
Ein hochspannendes Prospect. Howell hat historisch kurze Arme und wäre eine massive Ausnahme, wenn er damit in der NFL erfolgreich wäre. Vom Erstrunden-Hype ist auch nicht mehr viel übrig und es ist legitim, daran zu zweifeln, dass Howell kein Starter sein wird.
Das muss er hier aber auch nicht, ganz im Gegenteil. Houston hat mit Will Anderson und Danielle Hunter zwei herausragende Edge-Verteidiger, die Tiefe dahinter aber ist dünn.
Howells Explosivität würde zudem nochmal ein anderes Element rein bringen. Mit diesem Pick wird das gefährlichste Edge-Rusher-Duo in der NFL um einen dritten, gänzlich anderen Spieler, erweitert. Ein Albtraum für gegnerische Offenses.
Nach Offensive Line und Safety in Runde 1 wäre Outside Receiver der nächste Need. Da sehe ich das Board an dieser Stelle aber eher unattraktiv. Dafür sind die Ausläufer des zweiten Edge-Tiers noch da, und die Browns brauchen einen zweiten Starter gegenüber von Myles Garrett. Young ist ein guter Allrounder und könnte genau in diese Rolle passen.
Nachdem die Chiefs mit Downs einen defensiven Schlüsselspieler gefunden haben, und mit Blake Miller hoffen können, dass sie die rechte Seite ihrer Offensive Line endlich repariert haben, kommt jetzt der Pass-Rusher.
R Mason Thomas passt nicht in das physische Profil, das die Chiefs bei ihren Edge-Rushern meist hatten. Dafür hat er eine Explosivität und eine Pass-Rusher-Qualität, die Kansas City ebenfalls so nicht in seinem Kader hat. Thomas wäre in dieser Situation sicher erst einmal ein Rotationsspieler, der aber dafür sorgen könnte, dass der Pass-Rush endlich die dritte tragende Säule neben Chris Jones und George Karlaftis hat.
Nach dem Trade für Dexter Lawrence ist das der höchste Pick der Bengals, und es ist gut möglich, dass sie hier nochmal in der Defensive Line nachlegen und einen Edge-Rusher picken. Das hängt stark davon ab, wie das Board fällt; mit Hood ist die Corner-Qualität an diesem Punkt hier größer und auf Corner ist der Bedarf nur unwesentlich kleiner. Wenn überhaupt.
Die Saints haben sich während der vergangenen Saison bereits per Trade von Rashid Shaheed getrennt, sodass die Receiver-Optionen hinter Chris Olave derzeit lauten: Devaughn Vele, Kevin Austin, Mason Tipton, Trey Palmer und Bub Means. Das ist nicht ansatzweise gut genug, um einen jungen Quarterback, der eine positive erste Saison hatte, in Jahr 2 zu evaluieren. Bell und Shough kennen sich zudem bereits aus dem College, was den Pick hier zusätzlich vereinfacht.
Mansoor Delane und Omar Cooper mag nicht der Auftakt in den Draft sein, den sich Dolphins-Fans erhoffen. Aber es wären zwei gute Starter in Runde 1.
Josephs adressiert eine Premium-Position mit der Chance, sich in einen Impact-Starter zu entwickeln: Ein langer Edge-Rusher mit gigantischer Wingspan, einem guten Get-Off und legitimen Pass-Rush-Qualitäten. Er wird vermutlich Zeit brauchen, aber auf genau solche Spieler sollte Miami an diesem Punkt des Rebuilds setzen.
Die Commanders haben in der Free Agency viel investiert, um die Defense auf Edge (Odafe Oweh, K’Lavon Chaisson, Charles Omenihu), Linebacker (Leo Chenal) und in der Secondary (Nick Cross, Amik Robertson) zu verbessern. Jetzt kommt ein möglicher Impact-Spieler für die Interior Line dazu. Miller könnte Washington innen eine zusätzliche Pass-Rush-Qualität geben und ist vermutlich direkt ein besserer Run-Defender als Javon Kinlaw und Jer’Zhan Newton.
In Runde 1 hatte Baltimore Glück, dass Rueben Bain ihnen in den Schoß gefallen ist. In Runde 2 gehen sie einen weiteren defensiven Need an: Marlon Humphrey kommt aus seiner schlechtesten Saison und wird nicht jünger.
Der Nummer-2-Outside-Corner-Spot gegenüber von Nate Wiggins wird derzeit von Chidobe Awuzie und T.J. Tampa besetzt. Corner ist eine ernsthafte Problemzone und Cisse ist ein junges Prospect mit guter Länge und herausragender Athletik. Er und Wiggins als Outside-Duo würden Baltimore sehr viel Speed geben.
Der Fit ist einfach zu gut. Rodriguez ist ein Turnover-Magnet, ein explosiver Downhill-Linebacker, der klein ist und nicht in jede Defense passt. Bei Todd Bowles kann ich mir ihn gut vorstellen, und Linebacker ist eine große Baustelle in Tampa Bay. Parker nach Downtrade und dann Rodriguez wäre ein starker Auftakt in diesen Draft.
Damit die ganze Idee mit Daniel Jones funktioniert, müssen die Colts weiterhin eine starke Playmaker-Gruppe auf den Platz bringen. Dafür haben sie gesorgt, indem sie Alec Pierce bezahlt haben. Doch gleichzeitig sorgte das dafür, dass Indianapolis Michael Pittman nicht auch noch bezahlen konnte.
Pittman wurde via Trade nach Pittsburgh geschickt. Bernard würde eine gute Pittman-Ergänzung darstellen. Und bis die Colts an Position 78 das nächste Mal picken, sehe ich einen klaren Dropoff im Receiver-Board.
Es wäre eine der Geschichten dieses Drafts. Avieon Terrell wird in Atlanta mit seinem Bruder zusammengeführt und läuft künftig gemeinsam mit A.J. Terrell in der gleichen Secondary auf!
Das wäre nicht nur eine Feelgood-Story. Terrells Draft-Prognose ist angesichts der geringeren Größe und infolge von athletischen Fragezeichen ziemlich offen, und Atlanta braucht Corner-Hilfe. Spezifisch könnte ein Corner, der innen und außen spielen kann, hier ideal passen. Genau das ist Terrell.
Kein Dillon Thieneman in der ersten Runde, das wird hier korrigiert. Stukes wird irgendwo zwischen Slot und Safety agieren, mit seiner herausragenden Spielintelligenz und der Athletik würde er ideal in die Defense von Brian Flores passen.
Physischer Edge-Rusher, der gut in das Lions-Profil passt und der die Nummer 2 gegenüber von Aidan Hutchinson werden kann, die Detroit schon so lange sucht. Jacas muss noch konstanter gegen den Run werden, aber das ist eine gute Range für ihn im Draft.
Die Generalüberholung der Panthers-Front geht weiter. Nach den großen Free-Agency-Deals für Devin Lloyd und Jaelan Phillips gibt Hunter ihnen einen massiven Nose Tackle, der für weitere Stabilität gegen den Run sorgen wird und zusätzlich auch ein wenig Pass-Rush-Qualitäten hat. In einer Rotation mit Wharton und Bobby Brown könnte er Derrick Brown gut ergänzen.
Schwieriger Spot für die Packers. Wenn sie Derrick Moore oder Dani Dennis-Sutton mögen, könnte hier der nächste Edge-Rusher gehen. Ein wirklich idealer Fit sind beide nicht. Auch das nächste Corner-Tier, ein weiterer Need, ist hier nur bedingt attraktiv.
D’Angelo Ponds hat ebenfalls seine Fragezeichen, ganz konkret: Ist er groß genug, um in der NFL Outside standzuhalten? Gleichzeitig aber ist er ein Ballmagnet, ein Spieler, der mit Feuer und Physis spielt, die weit über seine körperliche Größe hinausgehen.
Die Packers könnten ihn Outside testen und gegebenenfalls nach innen ziehen, beides würde mir für diese Defense gefallen.
Receiver mit dem ersten Pick, vermutlich Omar Cooper, halte ich nach wie vor für gut denkbar. Aber vielleicht sind die Sorgen bei Broderick Jones jetzt so groß, dass man bewusst vorsorgen will, auch um Aaron Rodgers - gehen wir mal für den Moment weiter von Roders aus - zu beschützen.
Dann könnte Runde 2 der Spot sein, um einen Receiver zu finden, der Metcalf und Pittman ergänzt. Branch wäre genau das: Ein explosiver Slot-Gadget-Receiver, der schnell die Nummer-1-Waffe der Steelers in puncto Yards after Catch werden könnte.
Die Eagles haben mit Goedert nochmals verlängert, aber Goedert ist 31 Jahre alt und der Vertrag gilt nur für ein Jahr. Wie schon in Runde 1 sorgt Philadelphia hier perspektivisch vor und pickt den vielleicht interessantesten Receiving Tight End dieser Klasse.
Guard könnte problemlos auch der Pick in Runde 1 sein, ich habe aber Zweifel daran, dass die Chargers diese Position so hoch anpeilen. In Runde 2 dagegen könnte das anders aussehen. Dunker wäre ein sofortiger Starter auf Right Guard mit der Option, wenn nötig auf Tackle raus zu rücken.
Linebacker ist nach dem Abgang von Devin Lloyd ein offensichtlicher Need. Allen könnte früher gehen, ich sehe aber in erster Linie einen guten Downhill-Verteidiger, der vielleicht doch etwas später noch zu haben ist. Für Jacksonville wäre das ein Glückstreffer.
Nachdem die Bears hoffen, in Runde 1 mit Caleb Lomu ihren langfristigen Tackle gefunden zu haben, gehen sie jetzt auf den Edge-Rusher. Das Edge-Board wird an Tag 2 schnell dünner werden, Moore kann aber eine gute Nummer 3 als Teil einer Rotation werden und sollte den Bears mehr Pass-Rush-Explosivität geben als Dayo Odeyingbo.
Nach dem Receiver-Pick an 27 bin ich hier bei Guard oder Edge-Rusher. Ersteres wäre der akutere Need, aber bei der Edge-Gruppe darf man die Tiefe der Position nicht außer Acht lassen, genau wie die Tatsache, dass Nick Bosa und Mykel Williams von schweren Verletzungen zurückkommen.
Dani Dennis-Sutton bringt ein anderes athletisches Profil und eine andere Pass-Rush-Qualität rein als die Big-Body-Edges, die San Francisco bereits hat.
Houston hat einen sehr kompletten Kader, und nach Picks für die Interior Defensive Line und die Edge-Tiefe wäre das hier ein Spot, um der Offense finale Anstriche zu geben.
Offensive Tackle ist an dem Punkt des Drafts nur sehr bedingt interessant, aber der zweite Running Back ist in diesem Szenario noch auf dem Board. Die Texans haben zwar bereits in David Montgomery investiert, der ist aber nur bedingt eine langfristige Lösung. Und Price wäre ohnehin eine sehr gute Ergänzung neben einem Back wie Montgomery.
Lew arbeitet sich gerade von einem Kreuzbandriss zurück, andernfalls wäre er ein prominenteres Draft Prospect.
Die Bears haben nach dem überraschenden Rücktritt von Drew Dalman bereits reagiert, und sich Garrett Bradbury geholt. Der ist aber nur eine kurzfristige Lösung. Ideal, um Lew langsam heranzuführen und 2027 seinen langfristigen Starting-Center bereits im Team zu haben.
Die Rams haben mit dem Trade für Trent McDuffie und der Verpflichtung von Jaylen Watson bereits viel in ihre Secondary investiert. Doch zum einen ist die Tiefe dahinter sehr dünn, zum anderen könnte der Spot innen im Slot mehr Konkurrenz vertragen. Abney kann innen und außen spielen und wäre für den Start der Backup hinter McDuffie, perspektivisch aber vielleicht mehr.
Der erste Pick der Broncos in diesem Draft. An Position 62 zum ersten Mal zu picken, das ist in jedem Draft schwierig, in dieser Klasse ist es zusätzlich unangenehm. Sofortige Starter wird man hier vermutlich nicht finden, Halton aber könnte als Interior Pass Rusher direkt eine Rolle finden und sollte in Denvers Defense viele Eins-gegen-Eins-Situationen bekommen. Der Ersatz für John Franklin-Myers.
Mit Bisontis in Runde 1 haben die Patriots in der Offensive Line vorgesorgt und ich gehe fest davon aus, dass New England zusätzlich einen Tackle auswählen wird, den man entwickeln kann. Aber ein Edge Rusher mit Speed, der zum Quarterback kommen kann, ist ein akuter Need und außerhalb von Crawford gibt es davon nicht mehr viele. Die nächste Tackle-Gruppe dagegen wird eher Richtung Tag 3 wieder so richtig interessant.
Den Runde-1-Running-Back-Hype rund um die Seahawks kaufe ich nicht. Mit dem letzten Pick der zweiten Runde halte ich es aber für gut denkbar. Washington wäre auch stilistisch ein guter Kenneth-Walker-Nachfolger, in der Rolle als Big-Play-Runner.
Adrian Franke