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"Habe unbeabsichtigt etwas genommen"
Montez Sweat ist zurück bei den Chicago Bears. Der Defensive End räumte am Dienstag ein, unbeabsichtigt eine verbotene Substanz eingenommen zu haben, die zu einer Zwei-Spiele-Sperre wegen eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Richtlinien der NFL führte.

"Es war definitiv unbeabsichtigt", sagte der 30-Jährige. "Es war eine Überraschung. Aber man steckt einen Treffer ans Kinn ein und macht weiter." Sweat verpasste dadurch zwei Siege in Folge gegen die Atlanta Falcons und die New England Patriots, wurde am 23. Oktober - einen Tag nach dem Sieg gegen New England - wieder in den Kader aufgenommen und wird in Week 8 beim Monday-Night-Duell gegen die Seattle Seahawks sein Comeback feiern.
Der Defensive End beschrieb es als "verheerend", von seinem Team getrennt zu sein und die Konsequenzen für seinen Ruf mitansehen zu müssen. "Das ist definitiv etwas, mit dem ich für meine ganze Karriere leben muss", sagte er. "Ich wollte das Spiel nie betrügen, und ich würde es nie absichtlich tun, aber was passiert ist, ist passiert, und ich schaue nach vorne."
Details zu den Umständen seines positiven Tests wollte Sweat nicht preisgeben, stellte jedoch klar, dass weder das Ernährungs- noch das Trainerteam der Bears ein Fehlverhalten zu verantworten hätten. Eine Berufung gegen die Sperre habe er nie in Erwägung gezogen und übernehme "volle Verantwortung" für sein Handeln, wollte sich jedoch nicht auf konkrete Änderungen an seiner Routine festlegen, um einen erneuten positiven Test zu verhindern. "Ich bin jetzt im achten Jahr in der Liga", sagte er. "So etwas ist mir vorher noch nie passiert, also werde ich einfach zu meiner normalen Routine zurückkehren."
Sweat ist nach seinem Trade zu den Bears 2023 und einem Vier-Jahres-Vertrag über 98 Millionen Dollar (24,5 Millionen pro Jahr) der bestbezahlte Defensivspieler des Teams. In jener Saison kam er zwischen seiner Zeit in Washington und Chicago auf einen Karrierebestwert von 12,5 Sacks, 2025 verzeichnete er mit zehn Sacks bereits seine zweite zweistellige Saison.
Head Coach Ben Johnson bezeichnete Sweats vergangene Saison als dessen bislang beste Profi-Spielzeit und betonte, der Defensive End beeinflusse das Spiel des gegnerischen Quarterbacks "auf eine andere Art und Weise". Sweat selbst beschrieb es als "hart", Johnson nach Bekanntwerden der Sperre gegenüberzutreten: "Niemand will jemandem in die Augen schauen, nachdem man dem Team etwas derart Schädliches angetan hat, aber das sind Dinge, die man tun muss, um weiterzumachen."
In dieser Saison liegt der Erstrunden-Pick von 2019 mit zwei Sacks sowie sieben Tackles, darunter zwei Tackles for Loss, auf Rang vier im Team. Die Sperre brachte zudem erhebliche finanzielle Einbußen mit sich: Sweat verzichtete auf 2,3 Millionen Dollar seines Grundgehalts 2026 für die beiden verpassten Spiele. Sein bis 2027 laufender Vertrag enthält inzwischen keine garantierten Zahlungen mehr. "Ich nehme alles, was damit einhergeht, in Kauf", sagte Sweat. "Das Einzige, was ich jetzt tun kann, ist nach vorne zu schauen und weiterzuspielen."
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Autor: Marc Gschwentner