30.09.2026
Der nächste Verletzte
Die Baltimore Ravens haben ihren dramatischen 34:31-Erfolg gegen die Dallas Cowboys teuer bezahlt. Starting Center Jovaughn Gwyn hat sich bei der Partie in Rio de Janeiro das Wadenbein gebrochen und wird voraussichtlich zwei bis drei Monate ausfallen.

Damit verschärfen sich die Probleme im Zentrum der Offensive Line weiter. Auch Backup Ethan Pocic ist angeschlagen, weshalb die Ravens bereits für das kommende Spiel gegen die Tennessee Titans improvisieren müssen.
Gwyn musste gegen Dallas mit dem Cart vom Feld gebracht werden. Nach Informationen von ESPN wird die Verletzung voraussichtlich eine Operation erforderlich machen.
Für den 27-Jährigen ist der Ausfall besonders bitter. Der frühere Siebtrundenpick hatte sich im Training Camp gegen Pocic durchgesetzt und war erstmals in seiner vierjährigen NFL-Karriere als Starter in eine Saison gegangen. Seine ersten drei Jahre hatte Gwyn als Backup bei den Atlanta Falcons verbracht.
Weil auch Pocic mit einer Knieverletzung ausfällt, bereiten die Ravens Rookie Olaivavega Ioane auf seinen ersten NFL-Start als Center vor.
Der Nummer-14-Pick des diesjährigen Drafts hatte die ersten drei Saisonspiele eigentlich als Right Guard begonnen. Gegen Tennessee soll er nun ins Zentrum der Offensive Line rücken.
Baltimore sucht parallel nach Verstärkung. Am Dienstag absolvierten die Center Graham Glasgow und Kingsley Eguakun sowie Guard Kyle Hergel ein Workout bei den Ravens.
Die Probleme auf dieser Position ziehen sich bereits durch die gesamte Offseason. Im März hatten die Ravens Tyler Linderbaum verloren. Der dreimalige Pro Bowler unterschrieb bei den Las Vegas Raiders einen Dreijahresvertrag über 81 Millionen Dollar und wurde damit zum bestbezahlten Center der NFL.
Anschließend schien Danny Pinter auf dem besten Weg, Linderbaums Nachfolger zu werden. Eine Knieverletzung im August beendete jedoch seine Saison, bevor sie überhaupt begonnen hatte.
Gwyn setzte sich anschließend als Starter durch - und fällt nun ebenfalls langfristig aus. Nach gerade einmal drei Saisonspielen müssen die Ravens damit bereits die nächste Lösung auf einer Position finden, die seit Linderbaums Abgang nicht zur Ruhe kommt.
nkr