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    NFL

    14.03.2026

    Die "Millionaire Tax"

    Neue Steuer in Washington: Verlieren die Seahawks ihren Free-Agency-Vorteil?

    Eine neue Steuerregelung im US-Bundesstaat Washington könnte künftig auch Auswirkungen auf die Seattle Seahawks haben.

    Seahawks-GM John Schneider sieht mögliche Nachteile für Seattle bei zukünftigen Free-Agent-Verhandlungen durch eine neue Einkommenssteuer im Bundesstaat Washington.
    Seahawks-GM John Schneider (r.) sieht mögliche Nachteile für Seattle bei zukünftigen Free-Agent-Verhandlungen durch eine neue Einkommenssteuer im Bundesstaat Washington. IMAGO/Imagn Images

    Das Parlament des Bundesstaates verabschiedete in dieser Woche erstmals eine Einkommenssteuer für sehr hohe Einkommen. Die sogenannte "Millionaire Tax" sieht einen Steuersatz von 9,9 Prozent auf jährliche Einkommen über einer Million US-Dollar vor. Sie soll ab dem Jahr 2028 greifen und gilt als erste echte Einkommenssteuer in Washington.

    Gouverneur Bob Ferguson hat bereits angekündigt, das Gesetz zu unterzeichnen, auch wenn juristische Anfechtungen noch möglich sind.

    Seahawks verlieren möglichen Free-Agency-Bonus

    Für die Seahawks könnte die Regelung langfristig eine sportliche Dimension bekommen. Seattle gehörte bislang zu den wenigen NFL-Teams in Bundesstaaten ohne Einkommenssteuer. Ein Punkt, der laut General Manager John Schneider auch bei Vertragsverhandlungen mit Free Agents immer wieder eine Rolle spielte.

    Der 54-Jährige warnte bereits, dass der neue Einkommensteuersatz für Millionäre langfristig die Verpflichtung von Free Agents erschweren könnte. "Ein paar Agenten haben mir direkt geschrieben: 'Das kannst du jetzt nicht mehr als Argument benutzen'", sagte Schneider im Gespräch beim Radiosender Seattle Sports 710 AM.

    Gerade im Wettbewerb mit Teams aus Kalifornien (Rams, Chargers, 49ers) sei dieser Vorteil bisher wichtig gewesen. "Das war immer ein großes Thema für uns. Aus Recruiting-Sicht wird uns das treffen, keine Frage."

    Agenten sehen Einfluss unterschiedlich

    Unter NFL-Agenten gehen die Meinungen allerdings auseinander. Einige glauben, wie Schneider, dass eine Steuer von fast zehn Prozent durchaus ein Faktor bei Vertragsentscheidungen sein könnte. Andere sehen das gelassener.

    Ein Berater verwies darauf, dass Teams aus Kalifornien oder New York trotz deutlich höherer Steuern auch regelmäßig Top-Free-Agents verpflichten. Am Ende entscheide für Spieler meist die Höhe des Gesamtvertrags, nicht die Steuerlast allein.

    Ein weiterer Punkt: Die Regelung greift erst ab 2028. Kurzfristig dürfte sie deshalb sowieso noch keine Auswirkungen auf die aktuellen Free-Agency-Perioden haben.

    Ausblick

    Ob die neue Steuer tatsächlich Einfluss auf zukünftige Spielerentscheidungen haben wird, bleibt offen. Klar ist jedoch: Ein Argument, das die Seahawks bislang im Wettbewerb um Free Agents nutzen konnten, scheint bald wegfallen.

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    mhh