31.10.2025
Nach umstrittenem Injury Report
Die NFL hat die Baltimore Ravens mit einer Geldstrafe belegt. Grund ist ein Verstoß gegen die Injury-Report-Richtlinien im Zusammenhang mit der Hamstring-Verletzung von Quarterback Lamar Jackson am Wochenende des Spiels gegen die Chicago Bears. Das bestätigte die Liga am Freitag.

Die Ravens hatten Jackson am vergangenen Freitag kurz vor Week 8 zunächst als "Vollständiger Teilnehmer" im Training gelistet, obwohl er lediglich im Scout Team arbeitete und nicht mit der Starting-Offense trainierte. Einen Tag später korrigierte das Team die Angabe auf "Limitiert" und erklärte Jackson anschließend für das Spiel als verletzt.
Laut Informationen mehrerer Insider kam die NFL nach einer Untersuchung zu dem Schluss, dass die falsche Angabe nicht als versuchter Wettbewerbsvorteil zu werten sei. Die Ravens hätten vollständig kooperiert, weshalb die Strafe auf eine Geldzahlung von 100.000 US-Dollar begrenzt blieb.
Hätte die Liga festgestellt, dass die Einstufung absichtlich erfolgte, wären härtere Sanktionen möglich gewesen - darunter sogar ein Verlust von Draft-Picks.
Am Freitagabend veröffentlichten die Ravens eine schriftliche Stellungnahme, in der sie den Fehler einräumten:
"Es ist entscheidend, dass die Baltimore Ravens stets mit Integrität und in voller Übereinstimmung mit den NFL-Richtlinien handeln. Wir haben klar einen Fehler bei der Verletzungsberichterstattung gemacht und transparent mit der Untersuchung kooperiert. Wir akzeptieren die Entscheidung der NFL und haben Maßnahmen ergriffen, um künftig konform zu sein. Wir werden die Entscheidung nicht anfechten und richten unseren Fokus auf das kommende Spiel gegen die Minnesota Vikings."
Die NFL-Regeln schreiben klar vor, dass Scout-Team-Reps bei verletzten Startern nicht als "vollständige Teilnahme" gewertet werden dürfen.
Bereits nach dem Spiel gegen Chicago hatte Head Coach John Harbaugh betont, dass die falsche Trainings-Einstufung kein Täuschungsversuch war, sondern aus einem Missverständnis zwischen medizinischem Personal und PR-Abteilung entstanden sei.
mhh