football-world
    • Football Heute
    • Schlagzeilen
    • Videos
    • Wettbewerbe
  • USA
    • NFL
    • College
    • NFL in Deutschland
  • Europa
    • Football in Europa
  • Deutschland
    • GFL
    • Nationalmannschaft
  • Mehr Football
    • Flag Football
    • Regeln
  • Sonstiges
    • Facebook
    • Instagram
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Nutzungsbedingungen
Partner des kicker.de

    NFL

    vor 1 Tag

    Viele Tickets zu haben

    NFL in London verkauft sich deutlich schwächer als in Deutschland

    Jahrelang galt London als das internationale Aushängeschild der NFL. Spiele im Wembley Stadium oder im Tottenham Hotspur Stadium waren meist innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Doch beim diesjährigen Duell zwischen den Houston Texans und den Jacksonville Jaguars zeigt sich ein ungewohntes Bild: Wochen nach dem Start des freien Vorverkaufs sind weiterhin zahlreiche Tickets erhältlich.

    Die NFL. in Tottenham
    Zwei NFL-Spiele werden in dieser Saison im Stadion von Tottenham ausgetragen IMAGO/Action Plus

    Der schleppende Verkauf steht dabei in starkem Kontrast zur Situation in Deutschland. Während Fans in München, Frankfurt oder Berlin zuletzt regelmäßig in Warteschlangen mit mehreren Hunderttausend bis über einer Million Interessenten standen, scheint die Nachfrage in London erstmals deutlich nachzulassen. Die Entwicklung wirft die Frage auf, ob die NFL auf dem britischen Markt an ihre Grenzen stößt, während der Hype in Deutschland ungebrochen ist.

    Ungewöhnlich viele Tickets für Wembley verfügbar

    Wie Pro Football Talk berichtet, sind für das Spiel zwischen den Houston Texans und den Jacksonville Jaguars am 18. Oktober im Wembley Stadium weiterhin große Ticketkontingente verfügbar. Selbst mehr als eine Woche nach dem Start des allgemeinen Vorverkaufs konnten Fans noch problemlos Karten erwerben.

    Für NFL-Verhältnisse in London ist das bemerkenswert. Die britischen Spiele galten lange Zeit als sichere Ausverkaufsgaranten. Beobachter sprechen inzwischen von einem der schwächsten Ticketverkäufe der vergangenen Jahre.

    Als möglicher Grund werden vor allem die gestiegenen Ticketpreise genannt. Viele Fans kritisieren seit Jahren die zunehmenden Kosten für NFL-Spiele in Großbritannien. Offenbar könnte nun eine Schmerzgrenze erreicht worden sein.

    Deutschland erlebt weiterhin einen NFL-Boom

    Während London mit einer nachlassenden Nachfrage kämpft, zeigen die Zahlen aus Deutschland ein völlig anderes Bild.

    Bereits beim ersten regulären NFL-Spiel auf deutschem Boden zwischen den Tampa Bay Buccaneers und den Seattle Seahawks in München im Jahr 2022 erreichte die Nachfrage historische Dimensionen. Mehr als eine Million Fans befanden sich zeitgleich in der digitalen Warteschlange von Ticketmaster.

    Auch zwei Jahre später wiederholte sich das Bild. Für das Spiel zwischen den New York Giants und den Carolina Panthers in München standen erneut über eine Million Menschen gleichzeitig an, um an Tickets zu gelangen.

    Frankfurt und Berlin setzen den Trend fort

    Die Begeisterung beschränkte sich nicht auf München. Für die beiden NFL-Partien in Frankfurt im Jahr 2023 registrierte die Liga insgesamt mehr als drei Millionen Ticketanfragen. Warteschlangenplätze jenseits der Marke von 500.000 Interessenten waren dabei keine Seltenheit.

    Auch das erste NFL-Spiel in Berlin sorgte für enorme Nachfrage. Beim Verkaufsstart für das Spiel im Olympiastadion reihten sich zeitweise knapp 500.000 Fans gleichzeitig in die virtuelle Warteschlange ein.

    Diese Zahlen verdeutlichen, wie groß das Interesse an NFL-Football in Deutschland weiterhin ist.

    Die Chancen auf Tickets waren verschwindend gering

    Besonders bemerkenswert wird die Nachfrage beim Blick auf die Stadionkapazitäten.

    Die deutschen Austragungsorte bieten - je nach Spielort - Platz für rund 50.000 bis 74.000 Zuschauer. Selbst bei voller Auslastung konnte daher nur ein sehr kleiner einstelliger Prozentsatz der wartenden Fans tatsächlich Tickets zum regulären Preis erwerben.

    Für viele Football-Anhänger gehörte eine sechsstellige Warteschlangenposition inzwischen fast schon zur Normalität. Zahlreiche Fans gingen trotz stundenlanger Wartezeit leer aus.

    Warum London und Deutschland so unterschiedlich abschneiden

    Der direkte Vergleich zeigt eine bemerkenswerte Entwicklung. Während die NFL in Großbritannien bereits seit 2007 regelmäßig Spiele austrägt und der Markt inzwischen weitgehend erschlossen erscheint, befindet sich Deutschland weiterhin in einer Wachstumsphase. Die Spiele haben hier noch immer Eventcharakter und werden von vielen Fans als einmalige Gelegenheit wahrgenommen.

    Hinzu kommt die sportliche Attraktivität der Begegnungen. Die Jaguars bestreiten mittlerweile fast jährlich ein Spiel in London, wodurch ein gewisser Gewöhnungseffekt entstanden sein könnte. In Deutschland sorgen neue Teams und wechselnde Austragungsorte dagegen weiterhin für zusätzliche Aufmerksamkeit.

    >> NFL-Kolumne von Adrian Franke: Die Breakout-Kandidaten der kommenden Saison
    >> Abschied aus Chicago wohl beschlossen: Bears vor Umzug nach Indiana
    >> Broncos-Verteidiger Cooper wegen häuslicher Gewalt festgenommen
    >> Alle Schlagzeilen der NFL

    nkr