vor 1 Tag
Vom Pass Rusher zum Erfinder
Mit nur 27 Jahren beendete Bryce Huff überraschend seine NFL-Karriere. Mit einer innovativen Erfindung möchte er die Welt nun ein Stück sicherer machen.

Für viele NFL-Spieler beginnt nach dem Karriereende ein neuer Lebensabschnitt. Bryce Huff entschied sich allerdings deutlich früher dafür als die meisten.
Im vergangenen März erklärte der ehemalige Pass Rusher von den New York Jets, Philadelphia Eagles und zuletzt San Francisco 49ers im Alter von gerade einmal 27 Jahren überraschend seinen Rücktritt. Dabei hatte Huff in seiner letzten Saison bei den Niners noch in 15 Spielen 30 Tackles, vier Sacks und zwei Forced Fumbles verbucht.
Statt auf den Football konzentriert er sich inzwischen lieber auf ein eigenes Unternehmen - mit einem Ziel, das weit über den Sport hinausgeht.
Gemeinsam mit seinem Bruder entwickelt Huff eine Technologie, die Brände von Lithium-Ionen-Batterien schneller und umweltfreundlicher löschen soll. "Ich glaube, dass wir viele Menschenleben retten und zahlreiche Unternehmen schützen werden", sagte Huff gegenüber The Athletic.
Lithium-Ionen-Batterien stecken heute nahezu überall: in Elektroautos, Smartphones, Werkzeugen oder E-Bikes. Kommt es zu einem Defekt, kann eine einzelne beschädigte Batteriezelle eine gefährliche Kettenreaktion auslösen. Genau dort setzt Huffs Unternehmen an.
Schon während seiner College-Zeit in Memphis studierte Huff Maschinenbau. Während seiner NFL-Karriere blieb dafür dann aber kaum noch Zeit.
"Jetzt arbeite ich jeden Tag mit Ingenieuren zusammen. Das kommt meinem Traum, selbst Ingenieur zu sein, ziemlich nahe", erklärte der 27-Jährige via NBC Sports. Finanziert wird das Start-up unter anderem aus den rund 40 Millionen Dollar, die Huff in seiner NFL-Karriere verdiente.
Dass sein Rücktritt viele überraschte, weiß Huff selbst. Auch seine Mutter hätte ihn gerne noch länger auf dem Footballfeld gesehen. Für ihn war die Entscheidung dennoch logisch. "Jeder weiß, dass Football nur ein Abschnitt des Lebens ist. Mit 30 ist sowieso Schluss."
Ob aus der Idee eines Tages ein Durchbruch wird, bleibt erstmal offen. Doch schon jetzt verdient Huffs neuer Weg Respekt. Während viele ehemalige NFL-Profis dem Football auch nach ihrer Karriere treu bleiben, hat er einen anderen Weg gewählt.
Statt sich auf seinen Millionen auszuruhen oder im Rampenlicht zu bleiben, widmet er sich einem Projekt, das im besten Fall Leben retten und einen echten gesellschaftlichen Mehrwert schaffen könnte.
mhh