09.10.2026
Er revolutionierte seine Position
Die NFL trauert um eine ihrer prägendsten Persönlichkeiten. Mike Ditka revolutionierte zunächst die Tight-End-Position und führte die Chicago Bears später als Head Coach zu ihrem bislang einzigen Super-Bowl-Triumph.

Mike Ditka ist tot. Die Familie der NFL-Legende bestätigte am Freitag, dass der frühere Spieler und Head Coach im Alter von 86 Jahren verstorben ist. Eine Todesursache wurde zunächst nicht bekannt gegeben.
"Während die Welt Mike als Hall-of-Fame-Spieler, legendären Coach und Anführer des Super-Bowl-XX-Teams kannte, war er für uns das Herz unserer Familie", heißt es in der Erklärung.
Die Bears wählten Ditka im NFL Draft 1961 an fünfter Stelle aus. Bereits als Rookie fing er 56 Pässe für 1076 Yards und zwölf Touchdowns. Damit durchbrach erstmals ein Tight End die Marke von 1000 Receiving Yards. Ditka zeigte damit früh, dass die Position weit mehr sein konnte als eine zusätzliche Unterstützung für die Offensive Line - und es veränderte sich nachhaltig, wie die Position interpretiert wird.
Er wurde fünfmal in Serie für den Pro Bowl nominiert und gewann 1963 mit Chicago die NFL-Meisterschaft. Später spielte Ditka auch für die Philadelphia Eagles und Dallas Cowboys. 1988 wurde er schließlich als erster Tight End überhaupt in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen.
Nach seiner Spielerkarriere arbeitete Ditka zunächst als Assistenztrainer in Dallas. 1982 kehrte er dann als Head Coach nach Chicago zurück. Drei Jahre später führten die Bears die Regular Season mit einer Bilanz von 15-1 an und schlugen die New England Patriots im Super Bowl XX deutlich mit 46:10.
Ditka gehört gemeinsam mit Tom Flores zu nur zwei Menschen, die den Super Bowl als Spieler, Assistenztrainer und Head Coach gewinnen konnten. Sein Temperament, seine unverwechselbare Erscheinung und die dominante Mannschaft von 1985 machten "Da Coach" derweil weit über Chicago hinaus zu einer der bekanntesten Figuren der NFL-Geschichte.
Die Bears zogen seine Trikotnummer 89 im Jahr 2013 zurück und würdigten damit sein Vermächtnis. Nun trauert das Franchise um eine Persönlichkeit, die dessen Geschichte als Spieler und Trainer wie kaum eine andere geprägt hat.