18.07.2026
EFA Week 10
Mit einer furiosen Vorstellung in Frankfurt konnten die Raiders Tirol ihren ersten EFA-Sieg feiern. Das Team aus Österreich ging als Underdog und mit einem neuen Starting-Quarterback in die Partie und sorgte mit über 60 Punkten für einen EFA-Rekord. Nordic Storm hingegen setzte mit einem klaren Sieg ein weiteres Statement im Titelrennen.

Vor der ligaweiten Bye Week in Week 11 stehen am zehnten Spieltag noch einmal alle sechs Teams der EFA auf dem Feld. Den Auftakt machte am Samstag die Partie zwischen den Paris Musketeers und Nordic Storm, anschließend empfing Frankfurt Galaxy die Raiders Tirol. Für beide Mannschaften stand dabei viel auf dem Spiel: Die Raiders jagten weiterhin ihren ersten Saisonsieg, während Frankfurt mit einem Erfolg seine Chancen auf die Playoffs weiter verbessern wollte.
Am morgigen Sonntag beendet die Partie zwischen den Munich Ravens und Prague Lions den zehnten Spieltag der EFA.
Die Raiders Tirol reisten mit einem neuen Quarterback nach Frankfurt. Nachdem die Österreicher ihren bisherigen Starter Steven Krajewski auf die Injured-Reserve-Liste gesetzt hatten, feierte US-Amerikaner Kenyatte Allen Jr. sein Debüt als Spielmacher. Der Neuzugang ließ keine Eingewöhnungszeit erkennen und führte die Raiders gleich im ersten offensiven Drive über das Feld. Den vielversprechenden Auftakt krönte Running Back Tim Tonko mit einem Touchdown-Lauf zur frühen Führung - der folgende Extrapunkt war nicht erfolgreich.
Die Hausherren ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken. Galaxy antwortete prompt: Quarterback Ethan Garbers fand Wide Receiver Brevin Easton mit einem tiefen Pass in der Endzone, den dieser sicher zum Touchdown festhielt. Doch auch die Raiders schlugen zurück.
Allen Jr. brachte die Gäste mit einem Quarterback Sneak erneut in Führung. Zwar ging der Extrapunkt abermals daneben, doch die Tiroler hielten das Tempo hoch. Wenig später fing US-Amerikaner Aaron Jackson den nächsten Touchdown-Pass, ehe diesmal auch der PAT verwandelt wurde. Damit bauten die Innsbrucker ihre Führung auf 19:7 aus.
Und die Verbindung von Allen Jr. und Jackson setzte sich anschließend fort. Der neue Starter der Raiders setzte zu einem tiefen Pass an, Jackson schlug zwei Verteidiger zum Ball, und konnte anschließend in die Endzone gehen - und erhöhte damit den Spielstand auf 26:7.
Vor den Fans in der PSD Bank Arena entwickelte sich zunehmend ein offensiver Schlagabtausch. Zunächst verkürzte Galaxy-Quarterback Garbers mit einem Touchdown-Pass auf den völlig freistehenden Tight End Adria Botella Moreno. Doch die Antwort der Raiders ließ nicht lange auf sich warten: Kurz nach der Two Minute Warning fand Allen Jr. seinen Receiver Tony Rabensteiner zum nächsten Touchdown in der Endzone. Frankfurt schlug zwar mit einem weiteren schnellen Touchdown von Botella Moreno zurück, doch damit war das Offensivfeuerwerk der ersten Halbzeit noch nicht beendet. Weniger als eine Minute vor der Pause bekamen die Raiders den Ball zurück, und Running Back Tobias Bonatti trug ihn mit einem langen Touchdown-Lauf über das gesamte Feld in die Endzone. So erzielten die Tiroler innerhalb der letzten beiden Minuten des zweiten Quarters gleich zwei Touchdowns und gingen mit einer komfortablen 40:21-Führung in die Halbzeitpause.
Kenyatte Allen Jr. setzte seine makellose Vorstellung auch nach der Halbzeit nahtlos fort. Nachdem der A-Import in den ersten beiden Vierteln keinen einzigen Pass unvollständig geworfen hatte, führte er die Raiders auch im ersten Drive nach der Pause souverän über das Feld. Den Abschluss übernahm Running Back Tonko mit seinem nächsten Touchdown-Lauf. Erst kurz nach Beginn des Schlussviertels meldete sich die Frankfurt Galaxy wieder auf dem Scoreboard zurück. Ethan Garbers fand Receiver Paul Kavadia-Lenhardt in der Endzone und verkürzte auf 28:47. Doch aufkeimende Hoffnung hielt im Stadion nur kurz an.
Praktisch im Gegenzug sprintete Tobias Bonatti mit einem 60-Yard-Touchdown-Lauf in die Endzone und stellte den alten Abstand wieder her. Statt einer Aufholjagd der Gastgeber folgte wenig später die erste Interception der Saison von Garbers. Die Raiders nutzten den Ballgewinn eiskalt aus: Running Back Lukas Haslwanter kämpfte sich zum nächsten Touchdown in die Endzone und ließ die Offense der Tiroler als erstes Team der EFA-Geschichte die Marke von 60 Punkten knacken - ausgerechnet jenes Team, das mit einer Bilanz von 0-7 in die Partie gegangen war und bis dahin noch auf seinen ersten Saisonsieg wartete. Auch wenn die Zuschauer anschließend weitere spektakuläre Szenen zu sehen bekamen - darunter mehrere Turnover sowie Touchdowns von Frankfurts Normen Schumm und Gerald Ameln - war die Partie längst entschieden. In einem offensiven Spektakel mit insgesamt 102 Punkten feierten die Raiders Tirol schließlich ihren ersten Saisonsieg und setzten sich eindrucksvoll mit 61:41 gegen die Frankfurt Galaxy durch.
Die Gäste aus Kopenhagen brauchten nicht lange, um ihre Favoriten-Rolle im Duell mit den Musketeers zu bestätigen. Nach einem schnellen Touchdown im Opening Drive von Brendan Beaulieu sorgte Running Back Glen Toonga für eine frühe 14:0-Führung im ersten Viertel.
Während die Hausherren erneut mit den offensiven Problemen zu kämpfen hatten, die sie bereits über die gesamte Saison begleiteten, lief die Offense von Nordic Storm einmal mehr wie eine perfekt geölte Maschine. Nach einem kurzen Pass von Quarterback Jadrian Clark arbeitete sich Tight End Jakob Green kraftvoll bis in die Endzone vor und erzielte den dritten Touchdown der Partie. Mit einer deutlichen 21:0-Führung ging Nordic Storm schließlich in die Halbzeitpause.
Auch nach der Pause änderte sich nichts am Spielverlauf. Beaulieu eröffnete die zweite Halbzeit mit einem spektakulären Touchdown, nachdem er einen kurzen Pass aufnahm und mit zahlreichen Yards nach dem Catch bis in die Endzone sprintete. Wenige Minuten später legte der Receiver nach und fing einen umkämpften Pass in der Endzone zum zwischenzeitlichen 34:0. Anschließend setzte Simon Fons mit einem Return Touchdown das nächste Ausrufezeichen für Nordic Storm. Zwar gelangen den Paris Musketeers zwischenzeitlich durch ein Field Goal von Dean Faithfull noch die ersten Punkte des Tages, doch mehr als Ergebniskosmetik blieb den Gastgebern nicht. Nordic Storm dominierte die Partie bis zum Schluss und feierte einen souveränen 41:3-Erfolg.
val