08.12.2025
Kritik an Chiefs-Cheftrainer
Die Kansas City Chiefs haben im Duell gegen die Houston Texans eine Niederlage kassiert. Besonders eine Entscheidung von Head Coach Andy Reid sorgte im Anschluss für Diskussionen.

Nach der Niederlage gegen die Houston Texans stehen die Kansas City Chiefs immer mehr unter Druck, denn die Playoff-Plätze rücken in die Ferne.
Im Duell mit den Texans unterlief sogar Head Coach Andy ein ungewohnter Fehler. Beim Stand von 10:10 im Schlussviertel entschied er sich, einen 4th&1 auszuspielen. Was eigentlich nichts ungewöhliches ist, war angesichts der Lage an der eigenen 30-Yard-Linie mit einem großen Risiko verbunden.
Es kam, was kommen musste: Patrick Mahomes bekam viel Druck über seine rechte Seite, ging in der Pocket etwas nach vorne und warf den Ball in Richtung von Rashee Rice. Der Pass kam jedoch nicht an, auch weil Texans-Verteidiger Derek Stingley eine Hand dran bekam. So verloren die Chiefs den Ballbesitz in der eigenen Hälfte und die Texans erzielten wenig später durch Dare Ogunbowale die 17:10-Führung.
Für diese Entscheidung gab es im Anschluss einiges an Kritik. "Er hat Panik bekommen", kritisierte Ex-NFL-Spieler und CBS-Experte Bryant McFadden. Der einstige O-Liner Geoff Schwartz schrieb auf X: "Diese Entscheidung hat den Chiefs jegliche Chance auf die Postseason gekostet." NBC-Kommentator Cris Collinsworth sagte während der Übertragung, dass diese misslungene Fourth Down Conversion der Defense den Stecker gezogen habe.
Reid übernahm nach dem Spiel die Verantwortung für den gescheiterten Versuch, stellte jedoch klar, dass er erneut so entscheiden würde. "Ich übernehme die volle Verantwortung", sagte der 67-Jährige. "Ich hatte ein gutes Gefühl, dass wir das schaffen werden." Er räumte ein: "Im Nachhinein betrachtet habe ich mich geirrt. Das habe ich vermasselt."
Doch trotz der Einsicht bereut er die Entscheidung nicht - im Gegenteil: "Das klingt furchtbar in einer Situation wie dieser, weil wir nicht gewonnen haben und das Ergebnis nicht bekommen haben - aber ich würde wahrscheinlich wieder genauso handeln."
Nun braucht es ein kleines Wunder, dass die Chiefs noch in die Playoffs kommen. In den verbleibenden vier Partien braucht es mutmaßlich immer einen Sieg, was angesichts des Restprogramms mit Spielen gegen die Los Angeles Chargers, Tennessee Titans, Denver Broncos und Las Vegas Raiders kein Spaziergang sein wird.
smu