12.11.2025
Nach Veränderungen und Führungswechsel
Nach Jahren gemeinsamer Aufbauarbeit gaben die Gründungsgesellschafter ein Statement zur aktuellen Situation rund um das Team aus NRW ab. In einer öffentlichen Erklärung haben Renè Alexander Engel, Martin Wagner, David Wallen, Ottogerd Karasch und Markus Fong deutliche Kritik an der aktuellen Entwicklung des zweifachen ELF-Champions geäußert - und sich klar von der derzeitigen Führung distanziert.

Vor viereinhalb Jahren hatten die fünf Unterzeichner das Projekt Rhein Fire ins Leben gerufen - mit dem Ziel, "eine Organisation aufzubauen, wie wir sie uns in unserer aktiven Zeit immer gewünscht hätten", heißt es in der Erklärung.
Werte wie Professionalität, Fairness und echte Leidenschaft für den Sport hätten von Beginn an im Mittelpunkt gestanden. Wirtschaftlicher Gewinn sei dabei nie der Antrieb gewesen, sondern die Förderung des Sports und der Aufbau eines professionellen Football-Teams für die Fans in Nordrhein-Westfalen.
Mit dieser Philosophie entwickelte sich Rhein Fire zwischen 2022 und 2024 zu einer der erfolgreichsten Marken im europäischen American Football, gekrönt durch die Meisterschaften 2023 und 2024.
Wie die Gesellschafter erklären, habe sich die Situation seit Oktober 2024 grundlegend verändert. Durch neue Mehrheitsverhältnisse in der Betreibergesellschaft hätten sie keinen Einfluss mehr auf die strategische Ausrichtung.
"In der Folge sind eigene, auch monetäre Interessen einzelner Mitgesellschafter in den Vordergrund getreten", heißt es in der Mitteilung. Zudem habe sich der Umgang innerhalb der Organisation deutlich gewandelt - "weg von den Werten, die für uns von Beginn an Grundlage des Projekts waren."
Zu den Folgen zählen laut Erklärung mehrere personelle Veränderungen: Ticketing-Manager Marc Nantke, Sportdirektor Max Paatz und Head Coach Jim Tomsula hätten die Organisation bereits verlassen.
Besonders kritisch äußern sich die Gründer über die Abkehr vom Namen und der Marke "Rhein Fire". Diese Entscheidung sei "kampflos" gefallen und widerspreche der Geschichte und Identität des Projekts. Für viele Fans und Wegbegleiter sei "Rhein Fire" mehr als ein Markenname gewesen, nämlich ein Symbol für Zusammenhalt und Erfolg.
Trotz der klaren Distanzierung bedanken sich die Unterzeichner ausdrücklich bei Fans, Partnern, Cheerleadern, Mitarbeitenden und Staff für ihre jahrelange Unterstützung. "Rhein Fire war für uns immer mehr als ein Team. Es war eine Familie."
Sie kündigten dennoch an, Gesellschafter zu bleiben und sich auch künftig im American Football engagieren zu wollen - "für die Werte, die diesen Sport ausmachen, und für die Menschen, die ihn leben."
mhh