10.09.2026
Streit mit der alten Liebe?
Aaron Rodgers gehört zu den größten Spielern in der Geschichte der Green Bay Packers. Ob der Quarterback nach seiner aktiven Karriere allerdings tatsächlich für eine Ehrung nach Lambeau Field zurückkehren wird, scheint längst nicht selbstverständlich.

Der heutige Steelers-Quarterback machte deutlich, dass es innerhalb der Packers-Organisation weiterhin Personen geben könnte, die einer Rückkehr kritisch gegenüberstehen. Gleichzeitig räumte Rodgers ein, dass auch er selbst möglicherweise kein Interesse daran hätte, solange bestimmte Verantwortliche noch in Green Bay tätig sind.
Bereits vor rund einem Monat hatte Rodgers erklärt, dass er für eine Rückkehr nach Lambeau Field nach seinem Karriereende zunächst eine Einladung der Packers benötigen würde. Nun äußerte sich der 42-Jährige erneut zu diesem Thema.
"Ich denke, es gibt einige Leute, die sehr viel Zuneigung für mich empfinden", erklärte Rodgers im Radio bei "Wilde and Tausch". "Wenn wir über vier oder fünf Jahre in der Zukunft sprechen, gehe ich davon aus, dass es immer noch Fans geben wird, die das zu schätzen wissen, was ich geleistet habe - besonders, wenn so viel Zeit vergangen ist."
Dann wurde Rodgers deutlicher. "Ich denke, es gibt bestimmte Leute im Gebäude, die davon nicht völlig begeistert wären. Und vielleicht wäre ich auch nicht dabei, wenn diese Leute dann immer noch dort wären." Namen nannte Rodgers nicht.
Rodgers blickt inzwischen durchaus selbstkritisch auf diese Zeit zurück, hält aber gleichzeitig an seiner Kritik am damaligen Vorgehen fest. "Es gibt definitiv einige Dinge, die ich hätte tun können, damit sich diese Jungs etwas wohler fühlen", sagte Rodgers. "Aber der General Manager wollte mich dort nicht mehr haben, also war es nur eine Frage der Zeit."
Aus Sicht des Quarterbacks habe Green Bay lediglich auf eine Saison gewartet, in der er nicht mehr auf MVP-Niveau spielte. "Sie haben einfach auf eine Saison gewartet, in der ich nicht MVP werde, und dann sollte es das gewesen sein. Ich habe es nicht verstanden und war nicht unbedingt damit einverstanden. Mir hat einfach nicht gefallen, wie damit umgegangen wurde. Natürlich hätte ich wahrscheinlich auch besser damit umgehen können."
Zumindest für seinen Nachfolger Jordan Love habe die Trennung möglicherweise einen positiven Nebeneffekt gehabt. "Auf der anderen Seite hat es das wahrscheinlich ein bisschen einfacher für Jordan gemacht."
nkr