31.08.2026
Anklage wegen Entführung
Die Seattle Seahawks haben Terrion Arnold unter Vertrag genommen, obwohl gegen den Cornerback weiterhin ein Strafverfahren läuft. General Manager John Schneider hat nun erklärt, warum sich das Franchise trotz der schweren Vorwürfe für eine Verpflichtung des Erstrundenpicks von 2024 entschieden hat.

Arnold sieht sich in Florida mit acht Anklagepunkten wegen Verbrechen im Zusammenhang mit einer mutmaßlichen Entführung und einem bewaffneten Raubüberfall konfrontiert. Die NFL hat ihn nach seiner Unterschrift in Seattle zunächst unter Fortzahlung seines Gehalts freigestellt.
Bei der Entscheidung der Seahawks spielten laut Schneider zahlreiche Faktoren eine Rolle. Gleichzeitig betonte der General Manager, dass Seattle den juristischen Prozess respektieren werde. "Es gibt eine Menge verschiedener Faktoren, die dabei eine Rolle gespielt haben", erklärte Schneider. "Natürlich müssen die rechtlichen Dinge ihren Lauf nehmen, und das respektieren wir vollkommen."
Eine wichtige Rolle spielte offenbar auch Leon Washington. Der frühere Seahawks-Spieler habe eine sehr enge Beziehung zu Arnold und sei laut Schneider für ihn "im Grunde wie ein Vater". Washington genieße innerhalb der Organisation weiterhin großes Ansehen.
Vor allem die Gespräche über Arnolds Persönlichkeit hätten die Seahawks letztlich von einer Verpflichtung überzeugt. "Sein Charakter passte einfach nicht wirklich zu den Vorwürfen und zu dem, was uns alle Personen gesagt haben, mit denen wir gesprochen haben", sagte Schneider.
nkr