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    NFL

    vor 12 Stunden

    Fokus auf die neue Saison

    Seahawks wollen Super-Bowl-Titel hinter sich lassen

    Die Seattle Seahawks starten als amtierender Super-Bowl-Champion in die neue Saison - wollen sich davon aber nicht bremsen lassen. Vor dem Auftakt gegen die New England Patriots macht das Team deutlich, dass der Triumph aus der vergangenen Spielzeit bereits der Vergangenheit angehört.

    Sam Darnold im Super Bowl
    Der Fokus richtet sich in Seattle auf die neue Saison IMAGO/EPA

    Vor dem Super-Bowl-Rematch wird im Lumen Field zwar das Championship Banner enthüllt, doch innerhalb des Teams richtet sich der Blick längst nach vorne. Head Coach Mike Macdonald hat dafür sogar ein eigenes Motto ausgegeben: Statt den Titel "zu verteidigen", wollen die Seahawks ihn "nach vorne tragen".

    Barner: "Es ist vorbei"

    Tight End AJ Barner, der im Super Bowl den einzigen offensiven Touchdown der Seahawks erzielt hatte, freut sich auf die Banner-Zeremonie. Gleichzeitig will er die vergangene Saison nicht zum Maßstab für 2026 machen.

    "Der Super Bowl war großartig, definitiv ein besonderer Moment, aber er ist vorbei. Er liegt in der Vergangenheit", erklärte Barner. "Wir lieben es immer noch, aber für mich ist es gut. Lasst uns neuen Football spielen."

    Diese Haltung zieht sich bereits seit Monaten durch die Aussagen des Teams. In Seattle ist weder davon die Rede, den Titel zu "verteidigen", noch davon, den Erfolg einfach zu wiederholen.

    "Run it forward" statt "Run it back"

    Macdonald hatte deshalb bereits im Frühjahr den Begriff "Run it forward" geprägt. Dahinter steckt die Idee, dass die Seahawks nicht versuchen wollen, die vergangene Saison zu kopieren.2026 beginnt mit einem neuen Team und neuen Herausforderungen.

    Der Head Coach hatte bereits während der Offseason betont, keinerlei Selbstzufriedenheit bei seinen Spielern festgestellt zu haben. Kurz vor dem Saisonstart bestätigte er diesen Eindruck erneut. "Ich glaube, unsere Jungs haben einen großartigen Job gemacht", sagte Macdonald. "Wenn wir irgendetwas davon wahrgenommen hätten, hätten wir es angesprochen."

    Perfekt sei die Vorbereitung dennoch nicht gewesen. Macdonald räumte ein, dass es Tage gegeben habe, an denen das Team mehr Fortschritte hätte machen können. Entscheidend sei jedoch die grundsätzliche Mentalität. "Wir suchen immer nach Wegen, die Dinge, die wir machen, noch besser zu machen."

    Leonard Williams sieht keine Selbstzufriedenheit

    Auch Defensive Tackle Leonard Williams zeigte sich beeindruckt davon, wie die Seahawks mit dem Erfolg der vergangenen Saison umgehen. "Ehrlich gesagt besser, als ich erwartet hätte", sagte Williams. "Ich sehe keine einzige Person im Gebäude, die sich selbst auf die Schulter klopft für das, was wir letztes Jahr gemacht haben."

    Stattdessen herrsche innerhalb des Teams das Verständnis, wieder bei null anfangen zu müssen. "Jeder im Gebäude versteht, dass wir wieder ganz unten anfangen müssen. Wenn wir wieder auf den Gipfel wollen, müssen wir unten beginnen."

    Für Williams selbst war die Championship Parade durch Seattle nach dem 29:13-Erfolg gegen New England einer der besonderen Momente seiner Karriere. Wenig später rückte der Triumph allerdings auch für ihn in den Hintergrund, als seine Frau das erste gemeinsame Kind zur Welt brachte.

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