27.02.2026
"Ich war nie schlechter als irgendwer auf dem Feld"
Selbstbewusstsein gehört zum NFL Draft - aber Caleb Downs geht noch einen Schritt weiter. Der Safety von Ohio State macht unmissverständlich klar, wie er sich selbst einordnet. Für ihn ist nicht die Positionsbezeichnung entscheidend, sondern der Einfluss auf das Spiel.

Caleb Downs zählt zu den möglichen Top-Five-Picks im NFL Draft 2026. Doch noch bevor er beim NFL Combine seine athletischen Werte unter Beweis stellt, formuliert er selbstbewusst seinen Anspruch: Downs sieht sich als besten Verteidiger dieser Draftklasse - unabhängig von Positionswert oder Draft-Trends.
"Ich habe mich jedes Mal selbstbewusst gefühlt, wenn ich das Feld betreten habe", sagte Downs beim NFL Combine in Indianapolis. Und dann folgte der Satz, der hängen bleibt: "Wenn ich sagen würde, dass ich das Feld betreten habe und dachte, irgendjemand sei besser als ich - dann wäre das nicht wahr."
Für einen Spieler, der als möglicher Top-Fünf-Pick gehandelt wird, ist das kein leeres Statement. Downs war Kapitän der besten Scoring Defense des Landes (9,3 Punkte pro Spiel), gewann den Thorpe Award als bester Defensive Back im College Football und wurde zum Defensive Player of the Year der Big Ten gewählt.
In Draft-Diskussionen taucht bei Safeties regelmäßig die Frage nach dem "Positional Value" auf. Lohnt sich ein Premium-Pick für diese Position?
Downs hält davon wenig. "Es geht nicht wirklich um Positionswert. Es geht darum, wer das Spiel beeinflusst", sagte er. "Wenn du das Spiel auf viele Arten beeinflusst, ist das das Wichtigste."
Damit verschiebt er die Debatte: Nicht die Bezeichnung auf dem Depth Chart zählt - sondern der Einfluss auf Drives, Turnovers und Spieltempo.
Sollte Downs tatsächlich unter den ersten fünf Picks ausgewählt werden, wäre er der erste Safety seit Eric Berry (2010), dem das gelingt. Seit dem Jahr 2000 wurden überhaupt nur sechs Defensive Backs in diesem Bereich gedraftet.
Downs selbst sieht sich in dieser Kategorie. Nach einer ersten Saison bei Alabama wechselte er zu Ohio State, gewann dort 2024 den College Football Playoff und entwickelte sich zum defensiven Fixpunkt.
Der moderne Safety ist kein reiner Deep Defender mehr. Downs kann tief absichern, im Slot spielen oder nahe der Line of Scrimmage agieren. "Mehrere Positionen spielen zu können, macht dich nützlich", erklärte er. "Das macht dich besonders."
Sein größtes Argument bleibt jedoch sein Spielverständnis. "Mein Selbstvertrauen ist immer am höchsten, wenn ich auf dem Feld stehe", sagte Downs. "Ich glaube, mein Kopf hebt mich von vielen anderen ab - wie ich das Spiel lese und mit Instinkt spiele."
mgs