vor 1 Tag
Weiter keine Einigung
Die Vertragssituation von Quarterback Jacoby Brissett sorgt bei den Arizona Cardinals weiterhin für Gesprächsstoff. Nachdem der Veteran die freiwilligen Offseason-Einheiten ausgelassen hatte, um seiner Forderung nach einem neuen Vertrag Nachdruck zu verleihen, wird er nun dennoch zum Mandatory Minicamp erscheinen.

Damit vermeidet Brissett nicht nur empfindliche finanzielle Strafen, sondern sendet auch ein wichtiges Signal an die Organisation. Die Unzufriedenheit über seine aktuelle Vertragslage bleibt zwar bestehen, doch wenn die Arbeit zur Pflicht wird, steht der Quarterback seinem Team offenbar zur Verfügung.
In den vergangenen Wochen hatte Brissett die freiwilligen Trainingseinheiten der Cardinals ausgelassen. Hintergrund ist sein Wunsch nach einer Anpassung seines Vertrags.
Wie ESPN berichtet, plant der Quarterback jedoch, in dieser Woche am Mandatory Minicamp teilzunehmen. Offen bleibt allerdings, in welchem Umfang er tatsächlich auf dem Trainingsplatz aktiv sein wird.
Sein Erscheinen dürfte auch finanzielle Gründe haben. Hätte Brissett das verpflichtende Trainingslager boykottiert, hätten die Cardinals ihm eine Geldstrafe von insgesamt 107.911 Dollar auferlegen können.
Brissetts Unzufriedenheit dürfte eng mit seiner aktuellen Vertragssituation zusammenhängen.
Erst im vergangenen Jahr unterschrieb der Spielmacher einen Zweijahresvertrag über insgesamt 12,5 Millionen Dollar. Für die Saison 2026 stehen ihm 4,9 Millionen Dollar Gehalt zu, von denen lediglich 1,5 Millionen garantiert sind.
Aus Sicht des Quarterbacks könnte genau dieser Punkt problematisch sein. Trotz seiner Rolle als voraussichtlicher Starter verfügt er über deutlich weniger finanzielle Absicherung als ein anderer Quarterback im Kader.
Für zusätzliche Brisanz sorgt die Verpflichtung von Gardner Minshew. Die Cardinals statteten den ehemaligen Jaguars-, Colts- und Raiders-Quarterback in diesem Frühjahr mit einem Einjahresvertrag über 5,8 Millionen Dollar aus. Nahezu die gesamte Summe ist garantiert.
Nach aktuellem Stand betrachtet die Franchise Brissett dennoch als ihren Starter. Minshew ist zunächst als Backup eingeplant - zumindest solange, bis Rookie Carson Beck bereit für die Rolle als Starting Quarterback ist.
Genau hier dürfte Brissetts Frust liegen. Aus seiner Perspektive erscheint es schwer nachvollziehbar, warum sein designierter Ersatzmann über deutlich bessere Garantien verfügt als er selbst.
Langfristig setzen die Cardinals offenbar große Hoffnungen in Carson Beck.
Der Quarterback wurde in der dritten Runde des Drafts ausgewählt und gilt als möglicher Starter der Zukunft. Allerdings scheint die Organisation aktuell nicht davon auszugehen, dass Beck bereits zu Beginn der Saison die Offense übernehmen wird.
nkr