18.07.2026
Gameday in der GFL
Der GFL-Spieltag hatte am Samstag einiges zu bieten, doch der Fokus lag eindeutig auf dem Duell zwischen den Pforzheim Wilddogs und den Schwäbisch Hall Unicorns. Im Aufeinandertreffen zweier Teams mit Playoff-Ambitionen entwickelte sich ein echter Schlagabtausch, in dem das Momentum mehrfach die Seiten wechselte. Am Ende bewiesen die Unicorns ihre Comeback-Qualitäten und nahmen mit einem 28:23-Erfolg einen wichtigen Auswärtssieg mit.

Während Schwäbisch Hall im Topspiel ein Ausrufezeichen setzte, ließen die Potsdam Royals beim nächsten Statement-Sieg keinerlei Zweifel aufkommen. Auch die Munich Cowboys und Regensburg Phoenix fuhren wichtige Erfolge ein und sammelten wertvolle Punkte im Rennen um die Postseason.
Die Wilddogs erwischten den perfekten Start. Nachdem beide Offenses zunächst ins Stocken geraten waren, sorgte das Special Team der Gastgeber für den ersten Big Play des Tages. Ein geblockter Punt landete in der Endzone und brachte Pforzheim früh aufs Scoreboard. Wenig später folgte der nächste Nackenschlag für die Unicorns: Nach einem Fumble nutzten die Wilddogs das kurze Feld sofort aus, Luca Hirschberger fing den Touchdown zum 14:0.
Doch genau in dieser Phase zeigte Schwäbisch Hall, warum das Team seit Jahren zu den Top-Adressen der GFL gehört. Marvin Fuchs brachte die Unicorns mit einem Touchdown zurück ins Spiel. Zwar erhöhte Pforzheim zwischenzeitlich per Field Goal auf 17:7, doch noch vor der Pause verkürzten die Gäste wieder auf einen Score und hielten den Anschluss.
Nach der Halbzeit übernahmen die Unicorns endgültig das Kommando. Ein 35-Yard-Touchdown bescherte Schwäbisch Hall erstmals die Führung, ehe die Wilddogs noch einmal konterten und mit 23:21 zurück vorlegten. Die Antwort der Unicorns ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Trotz einer Interception hielt die Defense das Team im Spiel, zwang den Punter der Wilddogs mit einem Sack zu einem folgenschweren Fehler und verschaffte der Offense beste Feldposition. Den kurzen Weg in die Endzone nutzte Schwäbisch Hall eiskalt zum entscheidenden Touchdown. Mit dem 28:23-Statement-Sieg drehen die Unicorns ein bereits verloren geglaubtes Spiel und setzen im Süden ein starkes Zeichen im Kampf um die Spitzenplätze.
Abseits des Topspiels gab es gleich mehrere klare Ergebnisse. Die Potsdam Royals überrollten die Hildesheim Invaders mit 61:0 und untermauerten eindrucksvoll ihre Titelambitionen.
Die Munich Cowboys ließen den Saarland Hurricanes beim 33:6 ebenfalls keine Chance, während die Regensburg Phoenix in einer engen Partie bei den Allgäu Comets mit 29:18 die Oberhand behielten und einen wichtigen Auswärtserfolg einfuhren.
nkr