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    NFL

    vor 1 Tag

    Vollgas für den Super Bowl

    Warum der Garrett-Trade perfekt zu den Rams passt

    Der Blockbuster-Trade für Myles Garrett ist nicht einfach nur die Verpflichtung des besten Pass Rushers der Liga. Er ist die neueste Ausgabe einer Philosophie, die Sean McVay und General Manager Les Snead seit Jahren verfolgen: Wenn sich die Chance auf einen Superstar bietet, werden Draftpicks zur Verhandlungsmasse.

    Myles Garrett von den Cleveland Browns
    Myles Garrett passt perfekt in das Schema der L.A Rams IMAGO/Icon Sportswire

    Wenn es eine Franchise gibt, die sich nicht um konventionelle NFL-Weisheiten schert, dann sind es die Los Angeles Rams.

    Das Championship Window steht weit offen

    In Los Angeles dreht sich alles um Februar 2027. Der Super Bowl LXI wird im SoFi Stadium ausgetragen und die Rams haben längst entschieden, dass sie nicht nur Gastgeber sein wollen. Sie wollen spielen. Und sie wollen gewinnen.

    Mit Garrett holen die Rams einen Spieler, der Spiele allein entscheiden kann. Einen Defensive Player of the Year. Einen zukünftigen Hall-of-Fame-Kandidaten. Einen Edge Rusher, der Offensive Coordinators Woche für Woche zwingt, ihren gesamten Gameplan anzupassen.

    Für die Rams geht es nicht darum, in drei Jahren ein besseres Team zu haben. Es geht darum, jetzt den Ring zu holen.

    Die Defense wird zum Albtraum für jede Offense

    Schon vor dem Garrett-Trade verfügte Los Angeles über eine der talentiertesten Defenses der NFC.

    Mit Trent McDuffie kam bereits in der Offseason einer der besten Cornerbacks der NFL nach Kalifornien. Nun folgt mit Garrett der vielleicht dominanteste Defensivspieler seiner Generation.

    Die Konsequenz ist offensichtlich: Gegner können nicht mehr alles darauf ausrichten, Garrett zu stoppen. Gleichzeitig wird McDuffie von einem Pass Rush profitieren, der Quarterbacks permanent unter Druck setzt.

    Genau diese Kombination macht Championship-Defenses aus. Die Rams haben nicht einfach einen Star verpflichtet. Sie haben ihre gesamte Defense auf ein neues Level gehoben.

    Der Preis war hoch

    Natürlich musste Los Angeles dafür bezahlen. Jared Verse galt ligaweit als einer der vielversprechendsten jungen Pass Rusher. Der Defensive Rookie of the Year entwickelte sich in kürzester Zeit zu einem zentralen Baustein der Franchise.

    Doch genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen den Rams und vielen anderen Teams. Während andere Organisationen auf das Potenzial eines jungen Spielers setzen würden, entschieden sich die Rams für die Gewissheit eines Superstars. Verse könnte irgendwann einer der besten Edge Defender der NFL werden. Garrett ist es bereits.

    Die Geschichte der Rams ist eine Geschichte großer Wetten

    Der aktuelle Trade ist kein Ausreißer. Er ist die Fortsetzung einer Strategie, die die Franchise seit Jahren verfolgt.

    Jalen Ramsey kam nach Los Angeles, weil die Rams bereit waren, Draftkapital zu opfern. Matthew Stafford kam nach Los Angeles, weil die Rams bereit waren, Draftkapital zu opfern. Das Ergebnis war ein Super-Bowl-Triumph. Nun setzt die Organisation erneut auf denselben Ansatz.

    Erstrunden-Picks werden in Los Angeles nicht als Garantie für die Zukunft betrachtet. Sie werden als Währung verstanden, mit der sich bewährte Difference Maker verpflichten lassen.

    Die Botschaft an die NFL ist unmissverständlich

    Mit dem Garrett-Trade machen die Rams deutlich, dass sie keine Geduld haben, auf die Zukunft zu warten. Sie glauben, dass ihr Championship Window genau jetzt offen ist.

    Sie glauben, dass Myles Garrett der letzte große Baustein auf dem Weg zum nächsten Super Bowl sein kann.

    Und sie glauben, dass ein Erstrundenpick und zwei Picks in den Runden zwei und drei niemals den Wert eines Spielers erreichen, der bereits bewiesen hat, dass er Spiele, Saisons und möglicherweise sogar Championships entscheiden kann. Genau deshalb trägt dieser Trade die DNA der Rams. All-In. Wieder einmal.

    nkr