23.03.2026
Football-Spektakel
Nach der Saison ist vor dem Draft. Doch was steckt hinter dem Spektakel, in dem die besten Nachwuchsspieler im American Football ausgewählt werden?

Eines ist klar: Die Spieler der 32 NFL-Teams haben derzeit ihre wohlverdiente Pause, können sich erholen, ihre Blessuren auskurieren, kleinere bis größere Eingriffe vornehmen lassen oder einfach nach anstrengenden Monaten den Energiehaushalt auffrischen und dem Familienleben frönen.
Hinter den Kulissen der Franchise-Einrichtungen, die über die gesamte USA verteilt sind, steht das Telefon aber nicht still. Es wird fleißig gearbeitet, getüftelt und daran gefeilt, den Top-Kader der Zukunft zu realisieren.
Auf den Kalendern, Smartphones, Tablets sowie Computern der Bosse und Macher sind dabei die wichtigsten Eckdaten der Offseason notiert. Mit dabei auch der NFL Draft, der jährlich an einem unterschiedlichen Ort stattfindet. Hier entscheiden sich nicht nur die Schicksale der Nachwuchstalente, auch General Manager können sich hier ins Aus schießen oder aber ihre Legacy aufbauen.

Die alljährliche Lotterie um die heißesten College-Abgänger, die in der Folge als Rookies in die Liga einsteigen, geht zwischen dem 23. und 25. April 2026 in Pittsburgh, Pennsylvania über die Bühne.
Um eine gewisse Balance zwischen den einzelnen Mannschaften zu gewährleisten, dürfen die Teams, die in der vorangegangenen Saison - in diesem Fall 2025/26 - am schlechtesten abgeschnitten haben, zuerst wählen. Das sind in diesem Jahr die Las Vegas Raiders, gefolgt etwa von den New York Jets und Arizona Cardinals. Als letztes Team an der Reihe werden wenig überraschend die Seahawks als amtierender Super-Bowl-Champion picken.
Interessanter Hintergrund: Der erste Draft der Geschichte fand im Ritz-Carlton Hotel in Philadelphia am 8. Februar 1936 statt. Dieser ging vom damaligen Commissioner Bert Bell aus, der das Überleben der Liga in Gefahr sah, da die Chicago Bears, die Green Bay Packers, die New York Giants und die damals noch Washington Redskins heißenden Mannen aus der US-Hauptstadt (inzwischen Commanders) zu dieser Zeit eine dominierende Vormachtstellung innehatten und schwächere Teams kaum eine Chance sahen, große College-Talente zu verpflichten.
mag