16.09.2026
Unruhe in Cleveland
Nach dem schwachen Saisonstart der Cleveland Browns steht Deshaun Watson bereits wieder unter Druck. Head Coach Todd Monken hält vor dem Duell mit den Tampa Bay Buccaneers jedoch an seinem Quarterback fest.

Watson selbst will sich mit der Diskussion um seine Zukunft als Starter nicht beschäftigen. Für den 30-Jährigen zählt nach der deutlichen 10:34-Niederlage gegen die Jacksonville Jaguars vor allem eines: mit den Browns den ersten Sieg der neuen Saison einzufahren.
Beim Auftakt gegen Jacksonville brachte Watson 16 seiner 22 Pässe für 205 Yards an, warf einen Touchdown und eine Interception. Dazu kamen 38 Rushing Yards. Vor allem die erste Halbzeit verlief für Cleveland desaströs. Die Browns lagen bereits mit 0:24 zurück und stellten damit ihre höchste Halbzeitführung eines Gegners ohne eigene Punkte seit 35 Jahren ein.
Entsprechend wurde Watson am Mittwoch darauf angesprochen, wie wichtig eine starke Vorstellung gegen Tampa Bay für seinen Status als QB1 und mit Blick auf das erste Heimspiel in Week 3 sei.
"Persönlich glaube ich, dass das alles Sache der Medien ist", erklärte Watson. "Ich glaube, die Medien haben die Erwartung, dass ich jede Woche 400 Yards und fünf Touchdowns werfen soll. Bis das passiert, wird es vermutlich immer die gleiche Situation sein. Meine Aufgabe ist es, gut zu spielen, damit wir versuchen können, ein Spiel zu gewinnen und von dort aus weiterzumachen."
Die Kritik begleitet Watson bereits seit längerer Zeit. Seit seinem Trade nach Cleveland im März 2022 kam er lediglich in 20 Spielen zum Einsatz. Ein 300-Yard-Spiel im Trikot der Browns gelang ihm bislang nicht.
Seinen Starting-Job hatte sich Watson erst Ende August gesichert. Nach einem offenen Quarterback-Battle im Training Camp mit Shedeur Sanders ernannte Monken den Veteranen am 24. August zum Starter.
Die deutliche Niederlage zum Saisonstart hat daran zunächst nichts geändert. Monken erklärte nach seiner Analyse des Game Tapes, dass Watson auch gegen die Buccaneers starten soll.
"Ich erwarte immer, dass unsere Spieler gut spielen", sagte Monken. "Ich würde sie nicht aufs Feld schicken, wenn ich das nicht tun würde. Es gab am Sonntag Momente, in denen er gut gespielt hat, und Momente, in denen wir offensiv einen wirklich guten Job gemacht haben. Und es gab Momente, in denen wir das nicht getan haben. Es gab Situationen, in denen wir nicht gut genug gecoacht und nicht gut genug gespielt haben."
nkr