23.09.2026
QB-Chaos in Chicago
Die Chicago Bears könnten in Week 3 vor einem echten Quarterback-Notstand stehen. Nachdem bereits Caleb Williams wegen einer Hamstring-Verletzung fraglich ist, muss das Team nun auch auf Backup Tyson Bagent verzichten - dieser befindet sich im Concussion Protocol. Damit könnte ausgerechnet Case Keenum, seit 2023 ohne Regular-Season-Einsatz, gegen die Philadelphia Eagles ins kalte Wasser springen.

Bagent war gegen die Minnesota Vikings am Sonntag für den verletzten Williams eingewechselt worden und beendete die 3:9-Niederlage mit 5 von 9 erfolgreichen Pässen für 54 Yards. Unklar bleibt, wann genau sich der Backup die Gehirnerschütterung zuzog - möglicherweise beim letzten Spielzug der Partie, als ihn Vikings-Linebacker Dallas Turner zu Boden brachte.
Sollte sowohl Williams als auch Bagent gegen die Eagles am Montagabend ausfallen, würde die Verantwortung an Case Keenum übergehen. Der Veteran, seit 2023 ohne Einsatz in einem Regular-Season-Spiel, ist bei den Bears aktuell als dritter Quarterback in der Kaderhierarchie geführt. Bagent selbst hatte sich seit seiner Verpflichtung als Undrafted Free Agent im Jahr 2023 als verlässlicher Backup hinter Williams etabliert.
Auch bei Caleb Williams bleibt der Status weiterhin unklar. Head Coach Ben Johnson bezeichnete den Quarterback am Montag als "week-to-week" mit seiner Verletzung am rechten Hamstring, schloss einen Einsatz gegen Philadelphia zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht komplett aus - auch wenn Johnson davon ausgeht, dass Williams diese Woche nicht am Training teilnehmen wird.
"Er arbeitet gerade jeden verfügbaren Weg durch, um wieder auf Kurs zu kommen. Wir werden sehen, wie das aussieht. Was ich weiß: Dieser Junge tickt ein bisschen anders als der durchschnittliche Mensch. Das habe ich schon gestern Abend gesagt, und dabei bleibe ich. Er kommt zurück - das war in der Vergangenheit auch schon so - viel schneller, als die Leute erwarten würden. Deshalb setze ich hier keine feste Zeitschiene an. Wir sagen week-to-week. Er wird das mit allem angehen, was er hat", so Johnson über seinen Star-Quarterback.
Williams hatte sich am Montagmorgen einer MRT-Untersuchung unterzogen, um das Ausmaß der Hamstring-Verletzung genauer einzuschätzen. Laut Johnson fielen die Ergebnisse dabei "einigermaßen ermutigend" aus.
mgs