vor 14 Stunden
Boom geht weiter
Im Vorfeld des Berlin Games gab es durchaus den ein oder anderen Kritiker als der Senat rund 12,5 Millionen Euro ausgab, um die NFL in die Stadt zu locken. Nun zeigt sich, das Investment hat sich gelohnt.

Denn in einer Studie von The Sports Consultancy wurde jetzt der Wert des NFL-Spiels 2025 in Zahlen bemessen. Vor 72.203 Zuschauern trafen im November die Indianapolis Colts auf die Atlanta Falcons aufeinander, für die Stadt und das Land Berlin war dieses Duell ein kleiner Jackpot.
"Die Premiere in Berlin war für uns ein weiterer Meilenstein in Deutschland und hat noch einmal gezeigt, dass wir uns in Deutschland etabliert und erfolgreich weiterentwickelt haben", sagt Alexander Steinforth, General Manager der NFL in der DACH-Region.
Insgesamt 74,3 Millionen Euro wurden generiert und NFL-Fans gaben in Berlin durchschnittlich 373 Euro pro Tag aus. Dem gegenüber stehen die rund 12,5 Millionen Euro Ausgaben des Berliner Senats, die für die Austragung des Spiels zur Verfügung gestellt werden mussten. Zum Beispiel für die Umbaumaßnahmen im Olympiastadion und auch für die Entwicklung nachhaltiger Sportprogramme.
Die zweistellige Millionensumme deckt allerdings auch die Spiele 2027 und 2029 ab. Auch in diesen Jahren kann Berlin deshalb auf ein fettes Plus hoffen. Senatorin für Inneres und Sport, Iris Spranger, zeigt sich begeistert: "Das große internationale Footballfest an zahlreichen Punkten in der Stadt hat positive Wirtschaftseffekte für ganz Berlin erzeugt."
Deutschland hat mit rund 20 Millionen Fans die größte NFL-Fangemeinde in Europa. Bislang fanden in München (2022 & 2024), Frankfurt (zwei Spiele im Jahr 2023) und Berlin (2025) NFL Regular Season Games statt. Auch in diesem Jahr fliegt wieder in der bayerischen Landeshauptstadt der Ball durch die Luft, anders als in London erfreut sich der deutsche Markt weiterhin an großem Ticketinteresse.
tih