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Nach schweren ersten Jahr
Will Campbell erlebte 2025 eine Rookie-Saison mit Höhen und Tiefen. Der Left Tackle der New England Patriots zeigte über weite Strecken sein enormes Potenzial, musste aber auch erfahren, wie hart die NFL sein kann. Besonders das enttäuschende Ende im Super Bowl offenbarte, dass der ehemalige LSU-Star noch Entwicklungsschritte vor sich hat.

Campbell selbst macht daraus keinen Hehl. Statt sich auf einzelne Schwächen zu konzentrieren, betrachtet der Offensive Lineman seine Entwicklung als langfristigen Prozess. Mit gerade einmal 22 Jahren sieht er sich noch weit entfernt von seinem endgültigen Leistungsniveau - und genau das macht ihm Hoffnung.
Der vierte Pick des NFL Drafts 2025 weiß, dass die Erwartungen in New England hoch sind. Dennoch blickt er gelassen auf seine bisherige Entwicklung.
"Ich bin 22 Jahre alt, deshalb bin ich noch weit von dem entfernt, was ich in Zukunft einmal sein werde", sagte Campbell. Für den Left Tackle geht es dabei nicht darum, nur einzelne Schwachstellen auszumerzen.
"Es ist nicht so, dass ich in allem großartig bin und es nur diese eine kleine Sache gibt, an der ich arbeiten muss", erklärte er. "Ich versuche, mein gesamtes Spiel als Ganzes zu verbessern."
Campbells Rookie-Jahr verlief alles andere als geradlinig. Zwar etablierte sich der ehemalige LSU-Star früh als wichtiger Bestandteil der Offensive Line der Patriots, doch die Saison endete mit einem bitteren Rückschlag. In der Super-Bowl-Niederlage von New England hatte Campbell große Probleme und gehörte zu den Spielern, die nicht ihr gewohntes Niveau erreichten.
Gerade für einen jungen Offensive Lineman können solche Erfahrungen jedoch wertvolle Lernmomente sein.
Einen wichtigen Einfluss auf seine Leistungen hatte offenbar auch eine Verletzung. In Week 12 der vergangenen Saison zog sich Campbell eine Innenbandverletzung (MCL) im Knie zu. Die Blessur zwang ihn dazu, fünf Spiele auszusetzen.
Auch während der Playoffs entstand der Eindruck, dass der Tackle noch nicht wieder vollständig fit war. Besonders in den entscheidenden Saisonspielen wirkte er phasenweise eingeschränkt.
In New England besteht weiterhin großes Vertrauen in den jungen Tackle. Campbell brachte bereits am College bei LSU alle Voraussetzungen eines Franchise-Left-Tackles mit und gilt weiterhin als einer der wichtigsten Bausteine für die Zukunft der Offensive.
Seine Aussagen zeigen dabei eine bemerkenswerte Selbstreflexion. Statt sich von einer schwierigen Schlussphase seiner Rookie-Saison verunsichern zu lassen, richtet Campbell den Blick auf seine langfristige Entwicklung.
Oder wie er selbst sagt: "Ich bin noch weit von dem entfernt, was ich einmal sein werde."
Genau das dürfte den Patriots Hoffnung machen. Denn wenn Campbell seine körperliche Verfassung wieder vollständig hergestellt hat und die erwarteten Entwicklungsschritte macht, könnte New England an der wichtigsten Position der Offensive Line für viele Jahre ausgesorgt haben.
nkr