NFL
23.03.2026
AFC Grades
AFC-Offseason im Notencheck: Wer hat sich am besten verstärkt?

AFC-Offseason im Notencheck: Wer hat sich am besten verstärkt?
Welche Teams haben sich am besten verstärkt? Wir bewerten die bisherige Offseason der AFC - inklusive Free-Agent-Signings, Trades und Vertragsverlängerungen.
IMAGO/ZUMA Press Wire
Baltimore Ravens, Note: 2
Baltimore hat nach dem gescheiterten Crosby-Trade mit Trey Hendrickson doch noch den erhofften Top-Pass-Rusher bekommen, auch wenn der Preis isoliert betrachtet vielleicht zu hoch ist. Dazu kommen mit Jaylinn Hawkins (S) und der Verlängerung von Chidobe Awuzie (CB) sinnvolle Moves für die Secondary. Der John-Simpson-Deal (G) wirkt etwas teuer, insgesamt ist das aber trotzdem eine starke und aggressive Free Agency.
Brad Rempel-Imagn Images
Buffalo Bills, Note: 3
Der Trade für D.J. Moore ist ein teurer All-in-Move, der zwar kurzfristig helfen sollte, insgesamt jedoch zu viel für einen fast 30-jährigen Receiver kostete. Parallel investierten die Bills viel Geld in einen alternden Bradley Chubb (EDGE) und bauten die Secondary auf riskante Weise um. Unterm Strich wurde der Kader zwar punktuell verstärkt, aber mit hohem Preis und mit beträchtlichem Bust-Risiko - deshalb nur eine befriedigende Note.
IMAGO/Icon Sportswire
Cincinnati Bengals, Note: 2
Cincinnati hat richtigerweise vor allem an der Defense gearbeitet und dabei einige sinnvolle Verstärkungen geholt. Bryan Cook (S) und Boye Mafe (EDGE) geben der Unit direkt mehr Qualität, während Jonathan Allen (DL) eher nach einem teuren Rotationsspieler aussieht. Insgesamt wirkt die Free Agency aber solide und klar zielgerichtet, wenn auch nicht komplett ohne Risiko.
Bill Streicher-Imagn Images
Cleveland Browns, Note: 3
Die Browns haben viel in die Offensive Line investiert, doch gerade Zion Johnson (G) und Quincy Williams (LB) wirken eher wie Wetten als sichere Upgrades. O-Liner Elgton Jenkins bringt immerhin Vielseitigkeit und Erfahrung mit. Insgesamt hat Cleveland Bedarf adressiert, aber dafür teilweise ziemlich teuer eingekauft. Für die schwierigen Rahmenbedingungen ist das solide, gemessen an eigenen Versäumnissen der letzten Jahre aber nicht mehr als ein befriedigendes Offseason-Zeugnis.
Kyle Ross-Imagn Images
Denver Broncos, Note: 2
Der Trade für Jaylen Waddle von den Miami Dolphins hebt Denvers Free Agency auf ein anderes Level. Mit ihm bekommt Bo Nix endlich die Star-Unterstützung, die ein junger Quarterback für den nächsten Schritt braucht. Die übrigen Moves waren eher unspektakulär, aber dieser eine Deal macht die Offseason der Broncos klar besser.
Ron Chenoy-Imagn Images
Houston Texans, Note: 3+
Houston hat vor allem in den Trenches und in der Secondary nachgelegt. Tackle Braden Smith und Sheldon Rankins (DL) sind nachvollziehbare Verstärkungen, während Reed Blankenship (S) eher eine Wette auf eine Rückkehr zu alter Form ist. Insgesamt war das eine ordentliche Offseason ohne den ganz großen Splash, aber mit mehreren brauchbaren Bausteinen.
IMAGO/Imagn Images
Indianapolis Colts, Note: 3-
Die Colts haben mit Alec Pierce (WR) viel Geld in die eigene Offense investiert und gleichzeitig Michael Pittman Jr. abgegeben. Dazu kommt die Verlängerung von Daniel Jones, die zwar logisch ist, aber ehrlicherweise wie ein ziemlicher Overpay wirkt. Insgesamt bleibt der Eindruck einer mittelmäßigen Free Agency mit einigen Fragezeichen.
IMAGO/ZUMA Press Wire
Jacksonville Jaguars, Note: 3
Jacksonville hat keine spektakuläre Free Agency hingelegt, sondern eher punktuell nachjustiert. Die Verlängerung von Cornerback Montaric Brown belohnt einen aufsteigenden Spieler, während Chris Rodriguez Jr. ein interessanter Ergänzungs-Move fürs Backfield ist. Das ist alles nicht schlecht, aber eben auch nicht besonders einschneidend.
IMAGO/ZUMA Press Wire
Kansas City Chiefs, Note: 2+
Die Chiefs trafen mit dem Trade von Trent McDuffie eine harte, aber strategisch starke Entscheidung und generierten so zusätzliche Assets, während sie einen teuren Corner-Deal vermieden. Gleichzeitig verstärkten sie mit Kenneth Walker (RB) und Alohi Gilman (S) gezielt ihre Offense und die hintere Defense-Achse, obwohl sie mit einem knappen Cap-Budget starteten. Auch der Trade für Justin Fields wirkt wie ein sehr cleverer Move. Angesichts des Values, der Cap-Entlastung und des Vertrauens in Spagnuolos Entwicklung von günstigen Cornern macht das eine gute Offseason.
IMAGO/ZUMA Press Wire
Las Vegas Raiders, Note: 1-
Die Raiders waren extrem aktiv und haben auf mehreren Ebenen nachgerüstet. Taron Johnson (CB) ist ein starker Trade und Tyler Linderbaum bringt Qualität in die Mitte der O-Line. Der hohe Gesamtaufwand an Cap-Space verteilt sich auf Spieler mit Upside, was die Basis des Teams mittelfristig klar stärkt. Einige Deals wirken allerdings ziemlich teuer. Hätte der Crosby-Trade mit den Ravens geklappt, wäre die Note vielleicht noch besser, aber auch so wirkt der Ansatz klar, mutig und überwiegend effizient.
IMAGO/Icon Sportswire
L.A. Chargers, Note: 3
Die Chargers haben mit der Verlängerung von Pass Rusher Khalil Mack einen wichtigen Eckpfeiler gehalten. Charlie Kolar (TE) ist als Spieler interessant, der Vertrag wirkt aber deutlich zu hoch, und auch Cole Strange (G) sowie Trey Pipkins (T) sind eher fragwürdige Value-Moves. Insgesamt bleibt das eine brauchbare, aber nicht makellose Free Agency.
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Miami Dolphins, Note: 3
Miami hat den Reset-Knopf gedrückt, teure Stars wie Tyreek Hill, Bradley Chubb und Tua Tagovailoa vom Cap genommen und sich mit der Waddle-Abgabe massig Draft-Kapital gesichert. Die Verpflichtung von Malik Willis als mittelfristiges QB-Projekt passt zur Strategie, 2026 als Übergangsjahr zu nutzen und gleichzeitig einen Upside-Shot unter kontrollierbaren Konditionen zu nehmen. Kurzfristig macht das den Kader deutlich schlechter, langfristig kann es sich aber auszahlen.
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New England Patriots, Note: 2+
Die Patriots haben mehrere sinnvolle Verstärkungen geholt, ohne komplett wild zu werden. Alijah Vera-Tucker könnte ein richtig starker Value-Deal für die O-Line werden, Kevin Byard gibt der Defense weiter Stabilität und Romeo Doubs adressiert ein klares Need auf Receiver. New England hat nicht alles perfekt gemacht, aber sehr viele vernünftige Entscheidungen getroffen.
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New York Jets, Note: 2
Die Jets haben mit Geno Smith (QB) und Minkah Fitzpatrick (S) zwei Namen geholt, die sofort weiterhelfen können, auch wenn Ersterer eine ziemlich frustrierende Zeit hinter sich hat. Dazu kommen Routiniers wie Demario Davis (LB) und David Onyemata (DL), die die Defense stabilisieren sollen. Einige Edge-Verträge wirken allerdings ambitioniert, weshalb die Free Agency zwar spannend, aber nicht komplett sauber wirkt.
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Pittsburgh Steelers, Note: 2+
Pittsburgh hat mit Michael Pittman Jr. ein echtes Upgrade für den Receiver-Corps geholt und mit Jamel Dean (CB) die Secondary verbessert. Auch die Deals für Cornerback Asante Samuel Jr. und Safety Jaquan Brisker passen gut ins Profil der Steelers-Defense. Das war keine wilde Offseason, aber eine sehr stimmige und ziemlich clevere. Es bleibt dennoch gespannt abzuwarten, was mit Aaron Rodgers passieren wird. Bleibt er noch ein Jahr, könnte es auch nächste Saison nochmal Oldie-Action in den Playoffs geben.
IMAGO/Eibner
Tennessee Titans, Note: 3+
Die Titans haben vor allem für Cam Ward investiert und ihm mit Wide Receiver Wan’Dale Robinson Hilfe gegeben. Defensiv kamen zwar einige neue Namen dazu, doch nicht jeder Deal überzeugt beim Preis-Leistungs-Verhältnis - besonders im Cornerback-Bereich wurde kräftig bezahlt. Insgesamt war Tennessee aktiv, aber längst nicht jeder Move wirkt wie ein klarer Gewinn.
Steve Roberts-Imagn Images