NFL
27.11.2025
NFL an Thanksgiving
Coin-Toss-Kontroverse & Butt Fumble: Die größten Momente an Thanksgiving

Die größten NFL-Momente an Thanksgiving
Seit über 100 Jahren wird in der NFL an Thanksgiving gespielt. In dieser Zeit gab es viele legendäre Momente und Spiele, die die Liga geprägt haben. Neben Rekord-Performances gab es auch Kontroversen und verrückte Plays wie jener Butt Fumble. football-world blickt auf die größten Momente zurück.
Brad Penner-USA TODAY Sports
Nevers mit Punkte-Rekord für die Ewigkeit
Ernie Nevers war ein absoluter Allrounder seiner Zeit. So erzielte der Fullback der Chicago Cardinals am 28. November 1929 im Duell mit den Chicago Bears alle 40 Punkte seines Teams. Neben sechs Touchdowns traf er noch vier PATs. Diese Rekorde bestehen noch bis heute, einzig Alvin Kamara gelangen am 25. Dezember 2020 ebenfalls sechs TDs.
picture alliance / Everett Collection
Jim Benton gelingt Meilenstein
Auch Jim Benton erlebte ein Thanksgiving Game, wie es die NFL noch nicht gesehen hatte. Der Wide Receiver der damaligen Cleveland Rams kam beim 28:21-Sieg über die Detroit Lions auf 10 Catches für unglaubliche 303 Yards, dazu fing er noch einen Touchdown. Er war damit der erste Spieler, der die Marke von 300 Receiving Yards knackte. Sein Rekord an Thanksgiving besteht noch immer, während der NFL-Rekord seit 1989 von Flipper Anderson mit 339 Yards gehalten wird.
Bettmann Archive
O.J. Simpson an Thanksgiving nicht zu stoppen
Historisch war auch die Leistung von O.J. Simpson. Der Running Back stellte am 25. November 1976 eine immer noch gültige Bestmarke auf. Er kam auf unglaubliche 273 Rushing Yards und zwei Touchdowns bei 29 Carries. Umso merkwürdiger, dass er mit den Buffalo Bills dennoch mit 14:27 gegen die Detroit Lions verlor.
Tony Tomsic-USA TODAY Sports
"Thanksgiving Blunder" kostet Cowboys den Sieg
Für viel Furore sorgte am 25. November 1993 Leon Lett. Auf dem schneebedeckten Spielfeld blockten die Dallas Cowboys 15 Sekunden vor Schluss ein Field Goal und wirkten bereits wie die sicheren Sieger. Doch Lett war der Meinung, den Ball berühren zu müssen und kickte ihn nach vorne, sodass ihn wieder jeder Spieler aufnehmen konnte. Die Miami Dolphins sicherten sich den Ball an der 2-Yard-Line und trafen wenig später per FG zum 16:14-Erfolg. Das Play ging als "Thanksgiving Blunder" in die Geschichte ein.
IMAGO/Newscom World
Barry Sanders durchbricht Schallmauer
Barry Sanders hat am 23. November 1997 eine Schallmauer durchbrochen: Als erst zweitem Running Back der Geschichte gelang es ihm, zehn Spiele in Folge mindestens 100 Rushing Yards zu erzielen. Beim 32:10-Sieg seiner Detroit Lions gegen die Indianapolis Colts kam er auf 216 Yards und zwei Touchdowns. Noch heute steht sein Rekord von 14 Spielen in Folge mit 100 Rushing Yards.
US PRESSWIRE
Moss mit verrückter Stat-Line
Einer der besten Wide Receiver aller Zeiten sorgte bereits in seiner Rookie-Saison für Furore. Randy Moss durfte mit den Minnesota Vikings am 26. November 1998 sein erstes Thanksgiving-Spiel absolvieren - es war ein denkwürdiges. Zwar kam er nur auf drei Catches, erzielte jedoch trotzdem einen 51-, 56- und 56-Yard-Touchdown. Der spätere Rookie of the Year kam damit auf insgesamt 163 Yards bei nur drei Receptions!
imago/ZUMA Press
Coin Toss Kontroverse bei den Steelers
Am selben Tag gab es einige hundert Kilometer entfernt eine große Kontroverse. Nach dem Ende der regulären Spielzeit stand es zwischen den Pittsburgh Steelers und Detroit Lions 16:16. Beim Coin Toss fiel die Münze auf "Zahl" und Schiedsrichter Phil Luckett entschied auf Ballbesitz Lions. Das sorgte bei den Steelers um Kapitän Jerome Bettis für große Empörung, denn er hatte "Zahl" gesagt. Da die Schiedsrichter jedoch "Kopf" gehört hatten, entstand eine der größten Coin-Toss-Kontroversen der NFL-Geschichte. Den Lions war es egal, denn sie siegten am Ende dank eines Field Goals von Jason Hanson mit 19:16.
IMAGO/USA TODAY Network
Manning stellt TD-Rekord ein
Einen starken Tag erlebte Peyton Manning bei seinem Thanksgiving-Debüt am 25. November 2004. Er führte die Indianapolis Colts zu einem klaren 41:9-Sieg gegen die Lions und zeigte dabei eine herausragende Leistung. Er brachte 23 seiner 28 Pässe für 236 Yards an, zudem gelangen ihm sechs Passing Touchdowns. Damit stellte er den Rekord von Bob Gries ein, der 1977 mit den Miami Dolphins genauso viele TDs aufgelegt hatte.
IMAGO
Brady mit dem perfekten Rating
Auch der langjährige Rivale von Manning, Tom Brady, wusste bei einem Feiertagsspiel zu glänzen. Am 25. November 2010 führte der Quarterback die New England Patriots zum 45:24-Sieg gegen die Lions. Dabei gelang Brady das perfekte Spiel: 21/27 erfolgreiche Pässe, 341 Yards und vier Touchdowns sorgten für ein Passer Rating von 158,3. Das Spiel hatte damit definitiv seinen Anteil daran, dass er Monate später als erster Spieler einstimmig zum MVP gewählt wurde.
IMAGO/USA TODAY Network
Mark Sanchez mit dem Butt Fumble
Selten hat ein Play derart eine NFL-Karriere dargestellt, wie jenes Play am 22. November 2012. Mark Sanchez, seiner Zeit Quarterback der New York Jets, stand im Spiel gegen die New England Patriots under Center und wollte nach der Ballübergabe durch eine Lücke in der O-Line laufen. Dabei lief er jedoch gegen den Hintern von Teamkollege Brandon Moore und verlor den Ball, der "Butt Fumble" war damit geboren. Patriots-Quarterback Brady bezeichnete es später als "den lustigsten Moment, den ich jemals in meinem Sportlerleben gesehen habe".
picture alliance/AP Photo
Steelers-Coach verhindert Return Touchdown
Für eine Kontroverse der anderen Art sorgte Mike Tomlin am 28. November 2013. Im Duell mit den Baltimore Ravens war Jacoby Jones nach einem Kickoff Return drauf und dran, einen Touchdown zu erzielen. Er lief die Seitenlinie, an der die Steelers standen, entlang - und dann geschah es. Head Coach Mike Tomlin betrat mit einem Fuß illegalerweise das Feld und hinderte Jones letztlich daran, die Endzone zu erreichen. Am Ende siegten die Ravens dennoch mit 22:20.
IMAGO/USA TODAY Network