NFL
03.10.2026
NFL in de britischen Hauptstadt
Das waren die besten NFL-Spiele in London

Das waren die besten NFL-Spiele in London
Die NFL spielt seit einigen Jahren in London und es wurden über die Zeit immer mehr Spiele, die in der britischen Hauptstadt ausgetragen werden. Dabei waren highscoring Games, spektakuläre Comebacks und ein dramatisches Unentschieden. Das waren die besten NFL-Spiele in London.
IMAGO/Eibner
2023: Jacksonville Jaguars vs. Buffalo Bills 25:20
Die Jacksonville Jaguars setzten sich 2023 im London-Duell gegen die Buffalo Bills mit 25:20 durch. Jacksonville erwischte den besseren Start und ging dank eines präzisen Touchdown-Passes von Trevor Lawrence auf Zay Jones im ersten Viertel mit 11:0 in Führung. Nach einem punktlosen dritten Viertel wurde die Partie in der Schlussphase noch einmal spannend: Travis Etienne kam auf 136 Rushing Yards und zwei Touchdowns, darunter ein 35-Yard-Lauf weniger als vier Minuten vor dem Ende. Josh Allen führte die Bills mit einem 75-Yard-Drive in nur 45 Sekunden noch einmal heran. Nach einem Punt der Jaguars bekam Buffalo sogar noch einmal den Ball, doch Jacksonville erzwang einen Fumble und sicherte damit den überraschenden Sieg.
IMAGO/Eibner
2022: New York Giants vs. Green Bay Packers 27:22
Die Green Bay Packers trafen 2022 im London-Spiel im Tottenham Hotspur Stadium auf die New York Giants. Vor einer beeindruckenden Kulisse mit zahlreichen Packers-Fans sah es lange nach einem Sieg für Green Bay aus. Die Packers führten vor dem letzten Viertel mit 20:13 und hatten zu diesem Zeitpunkt eine Siegchance von 95,2 Prozent. Doch die Giants starteten im Schlussviertel eine spektakuläre Aufholjagd. New York erzielte 14 Punkte und ließ die Packers in der zweiten Hälfte komplett ohne Punkte. Ein achtminütiger Drive brachte die Giants zurück ins Spiel, ehe Saquon Barkley mit einem entscheidenden Touchdown die Führung erzielte. In der Schlussphase sorgte zudem eine Safety gegen die Packers für weitere Punkte. Damit drehten die Giants die Partie noch komplett und setzten sich am Ende mit 27:22 durch. Für Aaron Rodgers und Green Bay wurde aus einer lange Zeit souveränen Vorstellung eine überraschende Niederlage.
IMAGO/Action Plus
2019: Oakland Raiders vs. Chicago Bears 24:21
Die Oakland Raiders trafen 2019 im London-Spiel auf die Chicago Bears und erwischten einen perfekten Start. Das Team ging schnell mit 17:0 in Führung und schien die Partie unter Kontrolle zu haben. Für zusätzliche Brisanz sorgte Khalil Mack, der erstmals mit den Bears gegen sein ehemaliges Team spielte. Chicago drehte die Partie im dritten Viertel komplett. Die Bears erzielten bei drei aufeinanderfolgenden Drives jeweils einen Touchdown und gingen mit 21:17 in Führung. Zwei Fumbles der Raiders halfen dabei, einen davon sicherte sich ausgerechnet Mack. Doch Oakland schlug im Schlussviertel zurück. Die Raiders legten einen 13 Plays langen Drive über 97 Yards hin, den Josh Jacobs mit einem Touchdown-Lauf weniger als zwei Minuten vor dem Ende abschloss. Chicago fand anschließend keine Antwort mehr. 1:22 Minuten vor Schluss fing Gareon Conley einen Pass von Quarterback Chase Daniel ab und besiegelte damit den 24:21-Sieg der Raiders.
IMAGO/Newscom World
2019: Carolina Panthers vs. Tampa Bay Buccaneers 37:26
Die Carolina Panthers trafen in der NFL-Saison 2019 auf die Tampa Bay Buccaneers und erlebten dabei eine ungewöhnliche Partie. Running Back Christian McCaffrey war mit zwei Touchdowns der entscheidende Spieler, obwohl er bei 22 Läufen im Schnitt lediglich 1,4 Yards pro Versuch erzielte. Auf der anderen Seite überzeugte Jameis Winston mit seinem Arm. Der Quarterback warf für beeindruckende 400 Yards, leistete sich allerdings auch fünf Interceptions. Die Turnover verhinderten immer wieder eine mögliche Aufholjagd der Buccaneers. Die Partie war dabei lange nicht besonders eng, da die Panthers über weite Strecken mit mindestens zehn Punkten führten. Insgesamt erzielten beide Teams jedoch 63 Punkte und sorgten damit für ein offensiv geprägtes und gleichzeitig ungewöhnliches Spiel, das zum London-Spiel mit den drittmeisten Punkten in der Geschichte wurde.
IMAGO/Newscom World
2018: Los Angeles Chargers vs. Tennessee Titans 20:19
Die Los Angeles Chargers trafen 2018 in London auf die Tennessee Titans und erlebten ein dramatisches Finish. 31 Sekunden vor dem Ende führte Marcus Mariota die Titans mit einem Touchdown noch einmal heran und verkürzte auf 19:20. Anstatt mit einem Extrapunkt die Verlängerung zu erzwingen, entschied sich Titans-Head-Coach Mike Vrabel für eine Two-Point Conversion, um das Spiel direkt zu gewinnen. Der erste Versuch scheiterte, doch eine Strafe gegen die Chargers gab Tennessee eine zweite Chance. Auch beim zweiten Versuch hielt die Defense der Chargers stand und verhinderte einen Pass in die Endzone. Damit sicherte sich Los Angeles den knappen 20:19-Sieg und sorgte für ein spektakuläres Ende der London-Partie.
imago images/Shutterstock
2008: New Orleans Saints vs. San Diego Chargers 37:32
Die New Orleans Saints trafen 2008 im erst zweiten London-Spiel der NFL auf die San Diego Chargers. Die Partie entwickelte sich zu einem offensiven Spektakel und endete mit 37:32 für New Orleans. Bis heute war es das punktreichste Spiel in der Geschichte der London-Serie. Für zusätzliche Brisanz sorgte das Duell zwischen Drew Brees und Philip Rivers. Brees war 2006 von San Diego nach New Orleans gewechselt, während Rivers bei den Chargers als sein Nachfolger aufgebaut worden war. Nun trafen die beiden Quarterbacks erstmals in London aufeinander. Beide Spielmacher lieferten sich ein spektakuläres Duell. Zusammen kamen Brees und Rivers auf 680 Passing Yards und sechs Passing Touchdowns. Die Saints führten über weite Strecken, doch Rivers und die Chargers erzielten die letzten zwölf Punkte der Partie und sorgten damit noch einmal für Spannung. Am Ende brachte New Orleans den knappen 37:32-Sieg über die Zeit und feierte damit einen der spektakulärsten Erfolge der frühen London-Serie.
imago sportfotodienst
2013: Minnesota Vikings vs. Pittsburgh Steelers 34:27
Die Minnesota Vikings trafen 2013 im London-Spiel im Wembley Stadium auf die Pittsburgh Steelers. Running Back Adrian Peterson zeigte dabei eine herausragende Leistung und kam auf 140 Rushing Yards sowie zwei Touchdowns. Auf der anderen Seite überzeugte Steelers-Quarterback Ben Roethlisberger mit 383 Passing Yards und einem Touchdown. Für einen Sieg reichte seine starke Leistung allerdings nicht. Eine Interception in der zweiten Hälfte führte zum letzten Touchdown der Vikings, die dadurch zwischenzeitlich mit 17 Punkten in Führung gingen. In der Schlussphase startete Pittsburgh noch einmal eine Aufholjagd. 19 Sekunden vor dem Ende hatte Roethlisberger die Steelers bereits bis an die Sechs-Yard-Linie der Vikings geführt. Doch dann sorgte Everson Griffen mit einem Sack und Forced Fumble für die entscheidende Szene. Minnesota brachte den Sieg damit über die Zeit und setzte sich mit 34:27 durch.
IMAGO/Newscom World
2016: Cincinnati Bengals vs. Washington Redskins 27:27
Die Cincinnati Bengals trafen 2016 in London auf das Team aus Washington und lieferten sich eine ungewöhnliche Partie. Nach vier Vierteln stand es 27:27, doch auch die anschließende Overtime brachte keine Entscheidung. Damit endete das Spiel mit einem Remi. Die Partie entwickelte sich zu einem engen Hin und Her und blieb auch in der Verlängerung völlig offen. Washington hatte dabei die große Chance, den Sieg doch noch zu sichern. Kicker Dustin Hopkins sollte aus 34 Yards das entscheidende Field Goal erzielen, verfehlte den Versuch jedoch. Zwei Minuten später war die Partie offiziell beendet. Bengals und Washington trennten sich 27:27 - das erste Unentschieden in der Geschichte der London Games.
imago images/Shutterstock
2014: Detroit Lions vs. Atlanta Falcons 22:21
Die Atlanta Falcons trafen 2014 in London auf die Detroit Lions und verspielten dabei erneut eine deutliche Führung. Atlanta lag im zweiten Viertel bereits mit 21:0 vorne, doch Detroit startete anschließend eine spektakuläre Aufholjagd. Die Lions punkteten bei ihren letzten fünf Drives der Partie. Besonders wichtig war dabei ein 59-Yard-Touchdown-Pass von Matthew Stafford auf Golden Tate, der Detroit weiter heranbrachte. In der Schlussphase bekamen die Lions schließlich die Chance, das Spiel komplett zu drehen. Kicker Matt Prater trat zum entscheidenden Field Goal an, nachdem eine Fünf-Yard-Strafe den Versuch noch einmal erschwert hatte. Trotzdem verwandelte Prater aus 48 Yards - und sorgte mit dem Treffer beim Auslaufen der Uhr für den 22:21-Sieg der Lions.
imago images/Shutterstock
2015: Jacksonville Jaguars vs. Buffalo Bills 34:31
Die Jacksonville Jaguars trafen 2015 in London auf die Buffalo Bills und lieferten sich einen spektakulären Schlagabtausch. Buffalo legte zwischenzeitlich eine 28:0-Serie hin, die durch einen 44-Yard-Pick-Six von Corey Graham gekrönt wurde. Damit gingen die Bills gut fünf Minuten vor dem Ende mit 31:27 in Führung. Doch Jacksonville gab sich nicht geschlagen und schlug noch einmal zurück. In der Schlussphase sorgte Allen Hurns mit einem spektakulären 31-Yard-Touchdown-Catch für die erneute Führung der Jaguars. Der Receiver fing den Pass im Fallen und sicherte Jacksonville damit den dramatischen 34:31-Sieg. Mit insgesamt 65 Punkten war die Partie damals das zweithöchste Scoring Game der London-Geschichte. Big Plays, Turnover, Comebacks und ein spektakuläres Finish machten das Duell zu einem der denkwürdigsten Spiele der London-Serie.
IMAGO/Steve Flynn