NFL
06.01.2026
Große Namen, kleine Saison
Die größten Underperformer der NFL-Saison 2025

Große Namen, kleine Saison: Die größten Underperformer der NFL-Saison 2025
Nicht jeder große Name liefert automatisch eine große Saison. Ob Verletzungen, falsche Umstände oder schlicht ausbleibende Leistung - die NFL-Regular-Season 2025 hatte einige prominente Underperformer. Diese Slideshow zeigt Spieler, bei denen Anspruch, Vertrag, Erwartungshaltung und Realität besonders weit auseinanderlagen.
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Tua Tagovailoa - Quarterback, Miami Dolphins
Vertrag und Leistung klafften bei Tagovailoa deutlich auseinander. Seine 15 Interceptions waren ligaweit die zweitmeisten und führten dazu, dass der eigentliche Franchise Quarterback zum Ende der Saison auf die Bank gesetzt wurde. Für einen Spieler mit seinem Vertrag war das zu wenig.
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Geno Smith - Quarterback, Las Vegas Raiders
Die Raiders spielten die schwächste Saison der Liga und sicherten sich den First Overall Pick - ein zentraler Faktor war die Quarterback-Leistung von Geno Smith. Mit 17 Interceptions führte er die Liga an, zudem erzielte seine Offense ligaweit die wenigsten Punkte pro Spiel (14,2). Angesichts des abgegebenen Drittrundenpicks im Trade, um ihn von den Seahawks zu holen, war das mehr als enttäuschend.
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Saquon Barkley - Running Back, Philadelphia Eagles
An seine historische 2000-Yard-Saison aus dem Vorjahr konnte Barkley nicht anknüpfen. Zwar sind 1140 Rushing Yards weiterhin ein Top-10-Wert, doch Effizienz und Explosivität blieben oft aus. Seine 4,1 Yards pro Lauf bedeuten lediglich Rang 35 ligaweit.
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D.K. Metcalf - Wide Receiver, Pittsburgh Steelers
Trotz zweier verpasster Partien wegen einer Sperre blieb Metcalfs Output deutlich hinter den Erwartungen zurück. 850 Receiving Yards (Platz 28) und 59 Catches (Platz 47) stehen in keinem Verhältnis zum gezahlten Preis. Pittsburgh gab in der vergangenen Offseason einen Zweitrundenpick für ihn ab und stattete ihn mit einem Vierjahresvertrag über 132 Millionen US-Dollar aus. Sein Jahresgehalt von 33 Millionen US-Dollar belegt ligaweit Rang vier unter allen Receivern - diese Produktion rechtfertigt das bislang nicht.
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Brian Thomas Jr. - Wide Receiver, Jacksonville Jaguars
Der junge Receiver konnte nicht an seine starke Rookie-Saison anknüpfen. Das überrascht umso mehr, da Quarterback Trevor Lawrence und die gesamte Offense unter dem neuen Head Coach Liam Coen einen klaren Schritt nach vorne machten. 707 Receiving Yards (Platz 47) sowie acht Drops laut PFF - die drittmeisten ligaweit - sprechen eine klare Sprache.
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A.J. Brown - Wide Receiver, Philadelphia Eagles
Browns Produktion ging spürbar zurück, zudem sorgte er abseits des Feldes immer wieder für negative Schlagzeilen und Unruhe in der Kabine. Mit 1003 Receiving Yards landete er nur auf Platz 19 der NFL und sogar knapp hinter Teamkollege DeVonta Smith. Für einen klaren Nummer-eins-Receiver seines Talents war das bislang eine enttäuschende Saison.
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Jawaan Taylor - Offensive Tackle, Kansas City Chiefs
Taylor beendete die Saison mit einer PFF-Note von nur 53,3. Seine 13 verursachten Strafen sind die viertmeisten der gesamten Liga unter O-Linern. Für ein Jahresgehalt von rund 20 Millionen US-Dollar war diese Leistung kaum zu rechtfertigen.
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Trey Hendrickson - Edge Rusher, Cincinnati Bengals
Nach einem langen Vertragsstreit in der Offseason erhielt Hendrickson eine einjährige Gehaltserhöhung über 29 Millionen US-Dollar. Sportlich konnte er diese Investition jedoch nicht rechtfertigen. In nur sieben Spielen kam er auf vier Sacks und verlieh einer erneut schwachen Bengals-Defense nicht die erhoffte Stabilität.
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T.J. Watt - Edge Rusher, Pittsburgh Steelers
Watt absolvierte 14 Spiele, blieb mit sieben Sacks jedoch deutlich unter seinem eigenen Standard. Seine Pass-Rush-Win-Rate von 12,4 Prozent bedeutete nur Rang 48 unter Edge Rushern mit relevanter Einsatzzeit. Angesichts eines neu unterschriebenen Vertrags über durchschnittlich 41 Millionen US-Dollar pro Jahr war das eine klare Underperformance. Nur zwei Edge Rusher verdienen aktuell mehr als er - und rechtfertigen ihr Gehalt mit entsprechender Leistung. Zum Kontext: Watt verdiente in dieser Saison sogar mehr als Myles Garrett, der seinen Single-Season-Sack-Rekord brach.
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D.J. Reed - Cornerback, Detroit Lions
DJ Reed erhielt von den Detroit Lions einen Dreijahresvertrag über 48 Millionen Dollar, um als CB1 den zu den Patriots abgewanderten Carlton Davis zu ersetzen. Doch der 29-Jährige wurde dieser Erwartung nicht gerecht: In den entscheidenden Spielen vor Saisonende erlaubte Reed 17 Receptions für 272 Yards und kassierte zudem mehrere unnötige Strafen. Gegnerische Offenses zielten offensichtlich gezielt auf Einzelduelle mit ihren Top-Receivern gegen Reed ab, während die Lions-Defense auf Platz 23 der Scoring Defense abstürzte.
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Patrick Queen - Linebacker, Pittsburgh Steelers
Queens individuelle Produktion ging deutlich zurück. Vor allem in Coverage offenbarte er große Schwächen und wurde Teil einer insgesamt anfälligen Steelers-Defense. Für einen Spieler mit Führungsanspruch war sein Einfluss zu gering.
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Trevon Diggs - Cornerback, Dallas Cowboys
Der ehemalige All-Pro kämpfte erneut mit Verletzungen und ließ einen Quarterback-Rating-Wert von 157,2 in Coverage zu, der zweithöchste Wert unter allen Defensive Backs. Seine Leistungen führten letztlich zur Entlassung in Dallas. Nun startet er bei den Packers einen neuen Anlauf.
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Jalen Ramsey - Defensive Back, Pittsburgh Steelers
Der erhoffte All-Pro-Impact blieb nach dem Trade aus. Ramsey zeigte zwar starke Einzelspiele, offenbarte jedoch zunehmend altersbedingte Schwächen. Seine PFF-Coverage-Note von 59,7 ist die schlechteste seiner gesamten Karriere - ein deutliches Warnsignal.
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